Trotz Knappheit: Deutschland exportiert massenweise medizinische Schutzartikel

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Foto: Von SamaraHeisz5/Shutterstock

Köln / Frankfurt – Erneut verschickt Deutschland hunderttausende gesundheitsrelevante Schutzartikel ins Ausland – diesmal in Nicht-EU-Länder. Dies kann nur bedeuten: Entweder sind die perpetuierten Behauptungen über die eigentlich noch bevorstehende große Corona-Katastrophe Lüge und die Regierung weiß es besser – oder sie handelt vorsätzlich gegen das eigene Volk und gefährdet die medizinische Grundversorgung.

Seit Mitte März wurde der Export von hunderttausenden Produkten genehmigt – „Brillen, Handschuhe, Schutz für Mund und Nase“, wie die „Welt“ schreibt. Mitten in der Pandemie, während Corona angeblich jeden Moment droht, auch das deutsche Gesundheitswesen lahmzulegen, führt die Bundesrepublik massenweise medizinische Ausrüstung in Länder außerhalb der EU aus.
Die Sonntagsausgabe der Zeitung beruft sich auf eine Aufstellung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), derzufolge alleine zwischen dem 15. März und dem 6. April die Lieferung von mehreren hunderttausend Produkten in diverse Länder genehmigt wurden. Die Lieferungen gingen nach Äthiopien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, China, Irak, Israel, Japan, Jemen, Kasachstan, Russland, Serbien, Singapur, Somalia, Südafrika, Syrien, Tunesien, Türkei, Ukraine, USA, Usbekistan und in die Vereinigten Arabischen Emirate.
EU verhängte Genehmigungsauflagen
Eigentlich waren die betreffenden Artikel nie genehmigungspflichtig gewesen; erst durch die Corona-Krise, die zu einer Verknappung von Schutzmasken, Desinfektionsmitteln, Anzügen, Handschuhen und sonstigen medizinischen Hilfs- und Ausrüstungsgegenständen führte, wurde eine EU-weite Genehmigungspflicht für entsprechende Artikel eingeführt, die seit 15. März gilt.
Wie es sein kann, dass einerseits die Bevölkerung zum Selbstnähen von Schutzmasken aufgefordert wird, dass Praxen wegen Versorgungsengpässen schließen müssen und sogar in Kliniken die Bestände knapp sind (weil die Regierung den Nachschub an Material nur unzulänglich geregelt bekommt) – und andererseits gleichzeitig massenweise medizinische Ausrüstung ins Ausland verschifft wird, noch dazu außerhalb Europas – das kann wohl nur diese Bundesregierung beantworten. (DM)
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