U-Bahnen als No-Go-Area: Frauen werden zu Freiwild

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Gewalt gegen Frauen (Symbolfoto: Shutterstock.com)

Grabschern, Frauenbelästigern und Sexualstraftätern, aber auch den sprichwörtlichen „jungen Männern“ in der Großstadt beschert die Zwangsreduktion des öffentlichen Lebens paradiesische Verhältnisse, um ihren niederen Instinkten besonders ungestört frönen zu können: Es gibt derzeit kaum störende Zeugen oder Passanten, die sich als Helden der Zivilcourage einmischen könnten – und Polizei, Sicherheitsdienste und Ordnungskräfte haben alle Hände voll zu tun, die Einhaltung der Corona-Regeln zu überwachen. Für Frauen bedeutet dies erhöhte Gefahr im öffentlichen Raum.

Immer mehr Frauen trauen sich in deutschen Großstädten dieser Tage nicht mehr, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, sondern fahren im Zweifel lieber mit dem Rad oder leisten sich ein Taxi. Denn: „Alles andere ist für sie zurzeit ein gefährlicher und angsteinflößender Spießrutenlauf“, schreibt „Bild“ und berichtet über die traumatischen Erfahrungen, die zwei Berliner Frauen – stellvertretend für unzählige andere – in den U-Bahnen der Hauptstadt machen mussten: In der Umgebung des Kottbusser Tors in Kreuzberg waren die 24- und 29-jährige wiederholt massiv belästigt worden.

Eine erzählt, einmal habe sich „eine ganze Traube von jungen Männern um sie gebildet“ und sie verfolgt. Als sie einen ganzen Pulk von 20 Polizisten am nahegelegenen Heinrichplatz fragte, wieso sie trotz zunehmender Zwischenfälle am „Kotti“ keine Präsenz zeigten, erwiderten diese, dazu hätten sie „wegen Corona keine Zeit“. Anscheinend muss es erst zu einer Vergewaltigung mit entsprechendem Medienecho kommen, ehe die Behörden reagieren. Normale Leute, berichten die Opfer, ziehen jedenfalls die Konsequenzen – und fahren derzeit kaum noch mit der U-Bahn.

Spießrutenlauf durch bunte „junge Männergruppen“

Reporter von „Bild“ baten die beiden Frauen daraufhin, noch einmal mit der U-Bahn zu fahren und begleiteten sie unerkannt. Was sie erlebten, spricht für sich: Kaum hatten die beiden den Bahnhof betreten, kommen „mehrere junge Männer“ auf sie zu und titulieren sie frech („Geiler Arsch“, „nur mal anfassen!“, „Sie riecht gut!“). Bevor es zu Übergriffen kommt, flüchten die Frauen. Bei den aufdringlichen Gestalten handelte sich offenkundig um Angehörige der lokalen Junkie- und Dealer-Szene, Migrantionshintergrund: 100 Prozent, zumeist arabisch und afrikanisch.

Buntland macht in Zeiten des heruntergefahrenen Alltagslebens erst so richtig Spaß: Die Parallelmilieus leben ihre eigenen Sitten und Gebräuche ungehemmt aus. Die gerade in Berlin politisch beförderte Ignoranz und Feigheit der Staatsgewalt gegenüber Kriminellen, die regelrechte Kultivierung der Drogenszene als Teil der urbanen Folklore sowie die Duldung archaischer Männergesellschaften begünstigen, dass Frauen Freiwild werden – und Corona verschärft das Problem zusätzlich. (DM)

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