Wenn Robert Habeck sich rasiert…: Irrer Journalisten-Hype um Grünen-Chef

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(Screenshot:Instagram/R.Habeck)

Der Personenkult um Grünen-Chef Robert Habeck nimmt inzwischen wahnwitzige Züge an. Im Bestreben, den Mann zum Polit-Popstar hochzujazzen, der nach Auffassung einer knappen Mehrheit der Deutschen „Kanzler kann“, stürzen sich Journalisten begierig auf jede unwichtige Bagatelle seines Privatlebens, mit der sich der grüne Selbstdarsteller in Szene zu setzen versucht. Hier wird jede Pressemeldung zur Hommage.

Neuester PR-“Clou“ Habecks war ein auf Instagram gepostetes Selfie, das ihn beim Kürzen seines Schläfenhaars mit einem Elektrorasierer zeigt. Lässig in der Hocke, in Jeans und T-Shirt, frisiert sich der Ober-Grüne vor einem Klappstuhl mit Rasierspiegel selbst und lässt seine Fanbase an dieser Nichtigkeit teilhaben. Mehr Selbstdarstellung geht nicht.

Grund genug für deutsche Medien, daraus sofort eine Story zu machen: „Weil Frisör-Besuch unmöglich ist: Dieser Parteichef legt selbst Hand an!“ jubelte „Tag24“ – als sei Habeck der einzige Deutsche, der sich in diesen Tagen selbst um seine Körperpflege bekümmert. Weiter im Text: „Nicht nur bei vielen Privatpersonen auf den Köpfen aus wie Kraut und Rüben, sondern auch bei Personen des öffentlichen Lebens – wie eben dem beliebten Grünen-Chef…

Grüner Held des Alltags

Also legte dieser am Karfreitag selbst Hand an und machte sich über seine zu lang gewordene Mähne her. Bewaffnet mit einer Haarschneidemaschine ging es der Mähne an den Kragen!“ Anschließend sorgt sich „Tag24“ noch darum, dass Annalena Baerbock ihren Kollegen ohne dessen beherzten Griff zum Trimmer womöglich nicht wiedererkannt hätte.

Welchen Nachrichtenwert derartige Meldungen haben, erschließt sich beim besten Willen nicht – doch es geht auch weniger um die Information als um die Imagepflege eines ausgemachten Medienlieblings, dem die Sympathien der schreibenden und sendenden Zunft so sicher sind wie seine Kür zum Kanzlerkandidaten bei der nächsten Wahl.

Was kommt als nächstes? Habecks Tips zum Klopapier-Sparen oder zum Einkaufswagenschieben in Corona-Zeiten? Bei anderen Parteien wären solche Personality-Schnurren jedenfalls völlig undenkbar. Oder würden deutsche Journalisten etwa auch über kosmetische Tips von Alice Weidel oder die Pediküre Alexander Gaulands berichten? (DM)

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