Wiederholte Brandstiftung in Berliner Flüchtlingsheim: 60 Polizisten in Quarantäne

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Einsatz in Flüchtlingsheim (Symbolfoto: Durch Ilkin Zeferli/Shutterstock)

Berlin – Inzwischen haben renitente „Schutzsuchende“ in Deutschland den Bogen raus, wie sie effektiv Sicherheitsdienste und Einsatzkräfte lahmlegen können: Corona macht’s möglich. Bei Randalen in abgeriegelten gestellten Einrichtungen mit positiven Infektionsfällen werden einzelne dort eingesetzte Polizisten vorsätzlich einer möglichen Infektion ausgesetzt – und müssen dann samt ihren Kollegen in Quarantäne. So geschehen am Montag in Berlin-Biesdorf – 60 Beamte einer Einsatzhundertschaft der Polizei wurden dort wegen Corona-Verdachts aus dem Verkehr gezogen.

Die betreffende Hundertschaft musste wegen einer erneuten Auseinandersetzung in einer Erstaufnahmeeinrichtung am Brebacher Weg in Biesdorf ausrücken. Das von der Trägerorganisation „Volkssolidarität“ betriebene Flüchtlingsheim steht wegen einiger Corona-Infektionen seit vergangener Woche komplett unter Quarantäne. Bewohner hatten vorsätzlich einen Handtuchdispenser entflammt; alle 270 Bewohner des Gebäudes wurden evakuiert, während die Feuerwehr das Gebäude kontrollierte und belüftete.

Einige der Asylbewerber begannen draußen, die Polizisten zu beleidigen; einige Beamten wurden angespuckt. Die Polizisten trugen dabei allesamt Infektionsschutzmasken der Klassen FFP2 und FFP3, wie die „Berliner Zeitung“ berichtet. Nachdem Verstärkung eingetroffen war, beruhigte sich zunächst die Lage und die Bewohner wurden aufgefordert, sich wieder ins Gebäude zu begeben. Ein Bewohner bewarf die Polizisten vom Fenster eines oberen Stockwerks aus mit einer Glasflasche.

Erfolgreiche Erpressung durch moldawische Brandstifter

Wenige Stunden später dann der nächste Alarm: Diesmal wurde im 5. Stock im WC-Bereich Feuer gelegt. Erneut mussten Polizei und Feuerwehr anrücken, erneut wurde die Einrichtung evakuiert. Weil die Polizisten hierbei dieselben Masken trugen und die maximale Tragedauer von zwei Stunden überschritten war, und weil zudem zwei Züge der Hundertschaft „unmittelbaren Kontakt zu einer Bewohnerin mit starken Erkrankungssymptomen“ gehabt hatten, ordnete die Amtsärztin des Berliner Bezirks Marzahn-Hellersdorf für rund 60 Beamten „sofortige Quarantäne“ an, so die „Berliner Zeitung“.

Verantwortlich für diese – und mehrere vorangegangene – Feueralarme in der Einrichtung sind nach Angaben von Heimmitarbeitern, die die Zeitung zitiert, sechs moldawische Familien, die „wiederholt deutlich machten, sich nicht an die Quarantäneauflagen halten zu wollen“. Sie kündigten am Montagabend unumwunden an, „auch weiterhin entsprechende Aktionen durchführen“, wenn sie „nicht in eine andere Unterkunft verlegt“ würden. Die Erpressung hatte prompt Erfolgt: Gestern Sie durften am Dienstag in eine andere Einrichtung umziehen – der deutsche Deppenstaat macht’s möglich

Nicht nur die Polizisten selbst sind fassungslos angesichts der Berliner Zustände; auch die Gewerkschaft der Polizei übt scharfe Kritik an der Politik – und verlangt Klarheit darüber, welche Maßnahmen jetzt ergriffen werden, um derartige Einsatzverläufe in Zukunft zu verhindern. Auch wurde die völlig unzureichende Ausstattung mit Atemschutzmasken angeprangert: „Wir verlieren bei einem Einsatz mehr als eine halbe Hundertschaft, weil eben nicht alle so ausgestattet sind, wie es notwendig ist. Wenn wir handlungsfähig bleiben wollen, bedarf es zeitnah Lösungen. Das Coronavirus wird nicht warten, bis all unsere Kollegen mal versorgt sind“, so ein Gewerkschaftssprecher. (DM)