Familenfreundliche Politik wirkt: Ungarische Geburtenrate steigt um fast 10 Prozent

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Foto:Von Alexandros Michailidis/shutterstock

Die ungarische Regierung setzt auf familienfreundliche Politik statt auf Masseneinwanderung und das zahlt sich nun aus. Die Geburtenrate steigt, die Zahl der Scheidungen nimmt ab und es wird mehr geheiratet.

Der Bevölkerungsrückgang in Ungarn habe sich im Januar 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent verlangsamt. Die Geburtenrate sei um 9,4 Prozent gestiegen und es wurden laut dem ungarischen Statistischen Zentralamt (KHSH) 17 Prozent weniger Todesfälle registriert, berichtet Hungary today.

Die Zahl der Ehen habe sich mit 2.863 Paare im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppelt. Im Januar wurde trauten sich soviel wie zuletzt im Jahr 1982. Im ersten Monat des Jahres wurden 8.067 Kinder geboren, 694 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, während 11.553 Menschen starben, 2.356 weniger als im Januar 2019. Der Rückgang der natürlichen Bevölkerung ging laut KSH von 0,79 Prozent im Januar 2019 auf 0,42 Prozent zurück.

Besonders freut sich Eduard Karl Habsburg-Lothringen, Ungarns Botschafter beim Heiligen Stuhl: „Bereit für gute Neuigkeiten? Die (viel verspottete) ungarische Familienpolitik zeigt Ergebnisse! Im Januar 2020 9,4% mehr Geburten als im letzten Jahr, fast 100% mehr Ehen und Kinder pro Frau von 1,4 bis 1,6!“, twittert der Ururenkel von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn begeistert.

screenshot Twitter

In Ungarn sei die Bevölkerung seit 1981 zurückgegangen so Katalin Novák, ungarische Ministerin für Familie, Jugend und internationale Angelegenheiten gegenüber Breitbart London.

„Im Jahr 2010, als [Orbáns Fidesz-Partei] nach acht Jahren sozialistischer, arbeitsfeindlicher, wirtschafts- und familienfeindlicher Regierungsführung die Wahlen mit Zweidrittelmehrheit gewann, stand unser Land kurz vor dem Zusammenbruch“, erklärte Novák. Seither habe man begonnen, ein familienfreundliches Land aufzubauen. „Unser Hauptziel ist es, die Belastungen zu beseitigen, denen Paare ausgesetzt sind, wenn sie Kinder haben möchten“, betonte sie.  Regelungen wie die „lebenslange Befreiung von der Einkommenssteuer für Frauen mit vier Kinder “, teilweise Hypothekenabschreibungen für Familien nach der Geburt ihres zweiten Kindes und Großelternurlaub machten sich nun bezahlt.

„Die jüngsten demografischen Zahlen sprechen für sich, die Zahl der Ehen liegt auf einem 40-Jahres-Hoch, die Geburtenrate auf 20-Jahres-Hoch, während die Scheidungen in den letzten sechs Jahrzehnten nicht so niedrig waren wie im vergangenen Jahr“, so die 42-jährige Familienministerin ein wenig stolz.

Es gäbe in Europa einfach unterschiedliche Vorgehensweisen beim Umgang mit dem demographischen Bevölkerungsrückgang. „Aus ungarischer Sicht müssen wir uns auf unsere internen Ressourcen verlassen, nämlich die Unterstützung von Familien und die Ermöglichung von Kindern für junge Paare. Der andere Ansatz besagt, dass es in der einen Hälfte der Welt eine Überbevölkerung gibt, während in der anderen Hälfte ein Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen ist“. Deutschland, Schweden und Großbritannien setzten hingegen auf Zuwanderung aus aller Welt.

Ungarn werde nur deshalb belehrt, stigmatisiert und seit jähren angegriffen, weil es einen anderen Weg eingeschlagen habe: „Aber Fakten sind Fakten, unsere Ergebnisse sind klar und wir genießen auch die Unterstützung der ungarischen Bevölkerung“, so die dreifache Mutter. „Ich werde anderen Regierungen keinen Unterricht erteilen, aber ich erwarte, dass sie uns den gleichen Respekt entgegenbringen“, fordert Katalin Novák. (MS)