US-Mediziner: 18 Monate Corona-Ausnahmezustand – mindestens

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screenshot YouTube

Geht es nach dem Ex-Obama-Gesundheitsberater Emanuel, sollten die Menschen auf lange Sicht den Ausnahmezustand als neue Normalität akzeptieren. Restaurantbesuche, Konzerte, Veranstaltungen aller Art, einschließlich religiöser Feste, das alles wird es für die kommenden eineinhalb Jahre – mindestens – nicht mehr geben, so der amerikanische Mediziner Dr. Ezekiel Emanuel. Solange es keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gibt, will er menschliche Kontakte in Amerika weiterhin eingeschränkt sehen.

„Realistisch gesehen wird COVID-19 für die nächsten 18 Monate oder länger hier sein. Wir werden nicht zur Normalität zurückkehren können, bis wir einen Impfstoff oder wirksame Medikamente gefunden haben“, erklärt Emanuel. Eine abstürzende Wirtschaft als Preis für seine Vorschläge, findet er offenbar nicht so schlimm, man habe angesichts des Virus „keine Wahl“: „Ich weiß, dass das schreckliche Neuigkeiten sind…Wenn wir diese physische Distanzierung und die anderen Maßnahmen, die es in Schach halten, vorzeitig beenden, könnten die Todesfälle auf Hunderttausende, wenn nicht sogar eine Million steigen. Wir können erst wieder zur Normalität zurückkehren, wenn es einen Impfstoff gibt. Konferenzen, Konzerte, Sportveranstaltungen, Gottesdienste, Abendessen in einem Restaurant – nichts davon wird es wieder geben, bis wir einen Impfstoff, eine Behandlung oder ein Heilmittel gefunden haben“, so der 62-jährige Bioethiker und Senior Fellow am Center for American Progress in einem MSNBC-Fernsehinterview in der Sendung The Last Word.

Er wüßte, das seien schreckliche Neuigkeiten, doch niemand sei gegen das COVID-19-Virus immun, behauptet der Mediziner, obwohl es zum Thema Immunität derzeit noch gar keine Studien gibt. Auch er setzt auf die größtmögliche Angstmache. Corona bedrohe jeden. Ohne entsprechende Einschränkungen würde es Hunderttausende, wenn nicht gar eine Million Tote in den USA geben, so der Mediziner und Bioethiker, der maßgeblich der Obamacare-Gesundheitsreform beteiligt war.

Fast zeitgleich bereitet die Bild-Zeitung den deutschen Bürger auf eine monatelange Einschränkung der Grundrechte vor: „Angst um den Sommerurlaub – gut möglich dass wir weder nach Mallorca noch nach Sylt dürfen“, titelt das „Regierungs-Sprachrohr“ heute.

Präsident Trump nimmt sich zum Entsetzen der Mainstreammedien unterdessen die WHO vor. Sie sei zu „China-zentrisch“ und habe es wirklich „vergeigt“, so der US-Präsident auf Twitter. Die WHO habe „Fehlerhafte Empfehlungen“ zur Ausbreitung des Virus herausgegeben. Zum Glück habe er frühzeitig die Einreisen aus China gestoppt. Man werde sich das genauer anschauen und gegebenenfalls die Gelder für die WHO einfreieren, so Trump. Tatsächlich hatte die WHO angesichts des Corona-Ausbruchs den Staaten noch am 31. Januar empfohlen, die Grenzen offen zu halten.

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Noch ist der Fokus angstvoll auf den Aspekt „Leben retten“ gerichtet. Doch am Horizont braut sich die eigentliche Katastrophe zusammen: Corona droht zum weltweit größten Arbeitsplatzvernichter zu werden. Bereits jetzt seien nach Erkenntnissen der Weltarbeitsorganisation Ilo 2,7 Milliarden der insgesamt 3,3 Milliarden Arbeitskräfte von Betriebsschließungen, Einschränkungen im Betriebsablauf und anderen Unterbrechungen im Wirtschaftskreislauf betroffen – immerhin 81 Prozent aller Arbeitnehmer, berichtet der Tagesspiegel.

„Die Beschäftigten und Unternehmen stehen einer Katastrophe gegenüber, sowohl in den reichen wie in den armen Ländern“, teilte der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Guy Ryder in Genf mit. Laut Ryder, handele es sich um die „schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“.

Die richtige Politik werde den Unterschied zwischen „Überleben und Kollaps“ ausmachen, mahnte der Generalsekretär der Ilo.Den Berechnungen seiner Organisation zufolge werden durch die Pandemie von April bis Juni 2020 nahezu sieben Prozent der Arbeitsstunden weltweit wegfallen. Bei einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden gingen so 230 Millionen Jobs verloren. Allein in den USA sind binnen einer Woche zuletzt fast 6,7 Millionen Menschen arbeitslos geworden. (MS)

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