Linksextreme Krawalle am 1. Mai: Vermummung als Infektionsschutz?

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11.05.2019 - Pyrotechnik - Proteste gegen niedersächsisches Polizeiordnungsgesetz - In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, demonstrierten mehrere Tausend gegen eine anstehende Verschärfung des niedersächsischen Polizeiordnungsgesetz. Es kam zum Einsatz von Pyrotechnik und Rangeleien mit der Polizei. Kommende Woche steht das Gesetz zur Abstimmung im niedersächsischen LAndtag. Proteste gegen niedersächsisches Polizeiordnungsgesetz - In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, demonstrierten mehrere Tausend gegen eine anstehende Verschärfung des niedersächsischen Polizeiordnungsgesetz. Es kam zum Einsatz von Pyrotechnik und Rangeleien mit der Polizei. Kommende Woche steht das Gesetz zur Abstimmung im niedersächsischen Landtag. *** 11 05 2019 Pyrotechnics protests against police law of Lower Saxony Several thou Copyright: xMichaelxTrammerx

Unbeirrt davon, dass die Welt derzeit aus den Angeln gehoben ist, wollen Deutschlands Linksradikale am 1. Mai ihr Standardprogramm durchziehen: In Berlin will die autonome Szene an ihren längst zur rot-rot-grünen Folklore gehörenden „Protesten“ festhalten.

In Berlin sind, wie überall im Land, Demonstrationen und Großverstaltungen bis mindestens zum 19. April verboten; es steht jedoch zu erwarten, dass die Beschränkungen deutlich verlängert werden – und auch zum Maifeiertag noch gültig sein werden.

Versammlungsverbote und Corona-Abstandsregeln interessieren die Organisatoren der linksextremen Szene jedoch herzlich wenig. „Nicht die Polizei, nicht der Senat von Berlin und auch nicht die  Bundesregierung entscheidet, ob der 1. Mai in Berlin stattfindet, sondern wir selbst!“, heißt es trotzig in einem im Netz verbreiteten Aufruf.

Schon in Leipzig-Connewitz und anderen alternativen Hochburgen war es in den vergangenen Wochen unbeirrt vom Ausnahmezustand zu Demonstrationen und Krawallen gekommen. Der 1. Mai stellt gewissermaßen die Krönung dieser Unruhen dar – zum rebellischen Selbstverständnis kommt diesmal noch ein gesteigerter „Reiz des Verbotenen“, wenn zu den ohnehin kriminellen Ausschreitungen noch der die Missachtung der Corona-Beschränkungen hinzukommen.

„Umfassend diskutieren“

Einige Organisatoren scheinen zumindest ein Minimum an sozialem Verantwortungsgefühl zu beweisen – und stellen zur Diskussion, ob es 2020 „auch auch die übliche große Demonstration geben wird“; dies sei „noch offen und soll umfassend diskutiert werden“, schreibt „Focus„. Die vorbereitenden Gruppen der diesjährigen Demonstration zum 1. Mai in Friedrichshain wollen die Aktion nur durchziehen, „wenn es entsprechenden Rückhalt gibt“.

Man sei sich der Ansteckungsgefahr „bewusst“; jedoch, folgt sogleich die Selbstbeschwichtigung, sei auch „im Alltag, beim Einkaufen oder bei der Arbeit keine Garantie gegeben, sich nicht anzustecken“. In jedem Fall wollen die Veranstalter „Schutzmaske und Handschuhe“ tragen, wenn sie „gegen Klimakrise, Unterdrückung, Wohnungsnot und die Lage der Menschen außerhalb der EU“ auf die Straße gehen. Wahrlich eine großartige Umstellung: Die meisten Teilnehmer der Berliner 1.-Mai-Demos waren in der Vergangenheit sowieso vermummt. (DM)