Corona-Verschwörungstheorien: Leidet Georg Restle an Alzheimer?

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Restle bei seiner "Monitor"-Anmoderation vom 30.1.20 (Screenshot:Youtube)

„Halbwahrheiten, Verschwörungstheorien und rechtsextreme Gesinnung: Alternative Fakten zu Corona“ – so teaserte Monitor-Anchorman Georg Restle am Samstag auf Twitter einen aktuellen Beitrag seines Politmagazins über abweichende Meinungen und kritische Corona-Stimmen im Netz. Was der WDR-Agitator wohl vergessen hat: Ende Januar verharmloste „Monitor“ noch das Virus – und verbreitete seinerseits Verschwörungstheorien dazu.

In der „Monitor-„Sendung vom 30. Januar 2020 stand der erste Beitrag unter der bezeichnenden Überschrift „Corona-Virus – Übertriebener Hype?“. Gleich in seiner Anmoderation stellte Restle die rhetorische Frage: „Die Angst geht um vor einer neuen tödliche Pandemie – doch ist sie auch berechtigt?“ Und weiter: „Wieso ist dieser Krankheitserreger ein so großes Thema – und andere gar keines?“ Es folgte eine Relativierung zwischen anderen Infektionskrankheiten wie Malaria und Masern, nebst Verweis auf um ein Vielfaches höhere Todeszahlen. Corona sei ein von den Medien aufgebauschtes Phänomen, ein von Forschern und Lobbyisten überproportional beachteter Erreger. „Monitor“ monierte: „Viel Aufmerksamkeit für ein neues Virus – kaum Berichterstattung über bekannte, aber viel tödlichere Erreger!“.

Als Experten ließ Restle sodann den Arzt Egbert Tannich vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin auftreten, der erklärte: „Wir sind überrascht, wie umfangreich die Berichterstattung ist, welchen Raum das Ganze einnimmt… wir wundern uns, mit welcher Redundanz immer dasselbe berichtet wird und immer wieder!“ Dabei könne man, so Tannich, „schon absehen, dass die Gefährlichkeit des Virus deutlich geringer ist als ursprünglich angenommen.“

Wirre Spekulationen über Instrumentalisierung des Virus

Damit nicht genug: Im selben Beitrag deutete „Monitor“ an, es werde eine „Alarmstimmung“ geschürt, um „neue Impfstoffe“ zu entwickeln. Es gehe um beträchtliche „von Regierungen vergebene Gelder“ und um „millionenschwere Aufträge“. Corona also als künstliche Hysterie, als Mittel zum Zweck der Pharma- und Gesundheitslobby: Dies sind lupenreine Verschwörungstheorien auf exakt dem Niveau, das Restle heute, keine zehn Wochen später, seinen üblichen „rechtextremen“ Prügelknaben in die Schuhe schieben will.

Schlusssatz und Fazit des damaligen „Monitor“-Beitrags: „Einiges spricht dafür, dass wir Corona in einem Jahr schon wieder fast vergessen haben.“

Vergessen hat offenbar vor allem Restle, was er Ende Januar noch mit seiner üblichen salbungsvollen Miene in die Kamera gesprochen hat. Leidet der Mann an Demenz? Dieselben Journalisten, die damals in ihrer atemberaubenden Weit- und Voraussicht derartige Fehleinschätzungen ablieferten, vertreten heute nicht nur das genaue Gegenteil, sondern diffamieren jene, die sich eine kritische Distanz zum Geschehen bewahrt haben und unkonventionelle, von der Regierungs- und Expertenlinie abweichende Erklärungsansätze verfolgen – sowohl zur Pandemie selbst als auch zu den ergriffenen Maßnahmen. (DM)

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