Kein Verständnis für Quarantäne, Essen schmeckt nicht: High Noon in Flüchtlingsunterkünften

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Flüchtlingsproteste am Samstag in Bremen-Vegesack (Screenshot:Youtube)

In den Flüchtlingsheimen des Landes wächst die Anspannung; immer weniger „Schutzsuchende“ haben Verständnis für die Ausnahmesituation, die auch vor ihren Einrichtungen nicht halt macht – besonders da nicht, wo besondere Quarantänemaßnahmen wegen bereits ausgebrochener Corona-Infektionen herrschen. Die Polizei hat alle Hände voll zu tun.

So kam es am Samstag wieder zu einem Großeinsatz in Sachsen-Anhalts zentraler Anlaufstelle für Asylbewerber (Zast) in Halberstadt: Weil dort nach einem Corona-Fall seit ungefähr einer Woche alle 850 Bewohner unter Quarantäne stehen, hatten 50 von ihnen randaliert, Zäune niedergerissen und das Wachpersonal attackiert, wie „Bild“ schreibt.

Aufhänger soll gewesen sein, dass einer Gruppe von Flüchtlingen offenbar das Essen nicht schmeckte, so „Bild“ Als Reaktion kündigte das Landesverwaltungsamt eine „verbesserte Versorgung mit Essen und Hygieneartikeln“ an. Die Hygienebedingungen waren zuvor laut „Mitteldeutscher Zeitung“ ebenfalls moniert worden. Weil sich andere über schlechtes Internet beschwert hatten, sollen für mehr Telefonkarten besorgt und „die Internet-Anbindung verbessert“ werden.

Verständnis für die Maßnahmen scheint den Bewohnern dennoch völlig abzugehen; dass die medizinische Sicherheit der Insassen selbst „oberste Priorität“ habe, so eine Sprecherin der Einrichtung, werde nicht eingesehen.

Maßlose Ansprüche, null Mitwirkung

Auch andernorts geht den angeblichen Schutzsuchenden nicht nur jede Kategorie von Dankbarkeit, sondern auch von Verständnis und Nachsicht für die schwierige Gesamtsituation im Land ab: In Bremen-Vegesack kam es am Donnerstag bereits zur zweiten Protestaktion von Flüchtlingen, die ihre „sofortige“ Unterbringung in Wohnungen und Hotels verlangen – natürlich auch hier ohne Einhaltung von Abstandsregeln. Auch hier gelten nach einer Corona-Infektion Infektionsmaßnahmen in der mehrere hundert Personen umfassenden Einrichtung.

Besonderes Ärgernis: In Bremen ist es ausgerechnet der von deutschen Helfern mitgetragene Flüchtlingsrat, der die Proteste gegen die Stadt orchestriert und die Insassen dazu animiert; Anfang der Woche hat das Gremium nach Angaben des „Weser-Kuriers“ das Bremer Ordnungsamt eingeschaltet – und Strafanzeige gegen Mitarbeiter der Sozialbehörde und der Arbeiterwohlfahrt als Träger der Einrichtung gestellt.

Mit Blick auf die schiere Menge bundesweit in Flüchtlingsunterkünften untergebrachten Personen kann man schon jetzt prophezeien: Die Situation birgt massiven sozialen Sprengstoff. Doch zum Glück hat die deutsche Polizei ja in diesen Tagen keine anderen Sorgen… (DM)

Halberstadt- Randalierende Asyl-Bewerber reißen den Sicherheitszaun nieder: