Doch zu wenig Intensivbetten?

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Symbolfoto: Shutterstock

In Zeiten wie diesen ist es unerlässlich, gesicherte Informationen zu verbreiten. Eine Kommunikation, die die Bürger nicht noch mehr verunsichert, müsste auf der Regierungsagenda ganz oben stehen.

Ist aber nicht, kann man bei den Versagern, die zuerst alles verschlafen haben und dann in den Panikmodus verfallen sind und sich nun gegenseitig und jeden Tag mit Verordnungen übertreffen müssen, auch nicht erwarten.

Jetzt hat die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) einer Meldung widersprochen, wonach es mittlerweile fast 40.000 Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern gebe. „Wir können diese Zahl in keinster Weise bestätigen“, sagte eine Sprecherin der DIVI, die das Zentralregister betreibt, dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). Damit korrigierte sie Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) von vor wenigen Tagen.

DKG-Präsident Gerald Gaß hatte gesagt, er schätze, dass inzwischen knapp 40.000 Intensivbetten zur Verfügung stehen – von denen etwa 15.000 bis 20.000 frei seien. Nach den täglichen Meldungen der Krankenhäuser an das DIVI-Register gab es am Freitagnachmittag 13.346 mit allen Arten von Intensivpatienten belegte Betten, 10.074 waren frei. Das wären zusammen nicht einmal die 28.000, die laut amtlicher Statistik schon vor Corona zur Verfügung standen.

Und auch davon „musste man schon rund zehn Prozent abziehen, die wegen Personalmangel nicht benutzt werden konnten“, sagte die DIVI-Sprecherin weiter. „In der Kinder-Intensivmedizin waren es sogar 20 Prozent.“ Von den 13.346 belegten Intensivbetten dienen demnach aktuell auch „nur“ 2.680 der Behandlung von Corona-Patienten.

Von diesen müssten 83 Prozent beatmet werden.

Von überall erhält man Meldungen, dass die Krankenhäuser in einigen Bereichen so gut wie leer sind. ist das die Ruhe vor dem Sturm? Warum erklärt das keiner? (Quelle: dts)