Denunziantenstadl Deutschland: Jeder Fünfte würde Kontaktverstöße melden

0
(Symbolbild:ScreenshotYoutube)

Obwohl es den Anschein hat, als würde die öffentliche Geduld langsam, aber sicher schwinden, ertragen die meisten Deutschen noch immer die Grundrechtseinschränkungen und Eindämmungsmaßnahmen mit stoischer Geduld. Zwei Drittel halten die Regeln für notwendig – und nicht nur das: Jeder Fünfte würde sogar Verstöße anderer melden.

20 Prozent der Deutschen als Petzen und Corona-Blockwarte – zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. Allerdings steigt die Bereitschaft zum Denunzieren mit dem Lebensalter: In der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen und der über 65-Jährigen, berichtet „Focus„, in dessen Auftrag die Erhebung durchgeführt wurde, würden 25 Prozent beziehungsweise 23 Prozent der Befragten einen Mitbürger anzeigen. Bei den 30- bis 39-Jährigen wäre dazu nur rund jeder Siebte bereit.

Auf die Sympathie für politischen Parteien bezogen wären es vor allem Unions-Wähler, die melden würden – rund 29 Prozent von ihnen würden die Polizei benachrichtigen; ein müder Nachhall der einstigen konservativen Grundüberzeugung in CDU/CSU. Bei den FDP-Wählern wäre es hingegen nur etwa jeder Zehnte – wahrscheinlich eine Folge der liberalen, diesbezüglich entspannteren Grundhaltung und größeren „Staatsferne“. Die Werte der Anhänger übriger Parteien bewegen sich zwischen diesen beiden Extremen.

Wie hoch die tatsächliche Zahl an Anzeigen oder Hinweisen aus der Bevölkerung ist, ist unbekannt; sicher ist nur, dass die Polizei überall im Land „unzählige Verstöße gegen die Maßnahmen“ ahndet, wie „Focus“ schreibt – und dies nach Angaben der Behörden oft aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung geschieht. Es bleibt abzuwarten, wie lange diese Bereitschaft zur „Mitwirkung“ bei der Verfolgung von Corona-Ordnungswidrigkeiten noch besteht – wenn der Lockdown ohne konkrete Ausstiegsstrategie weiter aufrechterhalten wird… (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram