28 Tage später

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Foto: Von Bruno Passigatti/Shutterstock

„Corona“ ist eine Zäsur. Es gibt nun ein Davor und ein Danach. Sollte das am 22. März verhängte Kontaktverbot am 19. April aufgehoben sein, werden wir ein anderes Deutschland sehen. Das dürften viele Menschen, wenn auch nur unbewusst, spüren.

Von Nadine Hoffmann

Manche scheinen sich geradezu darauf zu freuen, sehen sie diesen Ausnahmezustand als so etwas wie „Gottes gerechte Strafe“ für die im Land begangenen jahrelangen Versäumnisse und Fehler. Von jetzt an wird es besser? Das wird es nicht ohne Anstrengung! Die blinde Sehnsucht nach Veränderung, die nicht auf der Straße oder im Parlament erstritten wurde, vermutlich aus Bequemlichkeit nicht, erklärt wohl auch die etlichen Mutmaßungen und Verschwörungstheorien, die im Zuge des Virus durch den Äther schweben.

Wir werden „28 Tage später“ ein Deutschland erleben, dessen Regierung durch Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit weite Teile der Wirtschaft und damit hunderttausende Arbeitsplätze ruinierte. Weil sie nicht in der Lage war, rechtzeitig die Risiko-Bereiche mit ausreichend Schutzmaterial auszustatten und mit Maßnahmen sorgsam durch den Notstand zu leiten.

Die Floristin an der Ecke wird es vielleicht nicht mehr geben, auch nicht das Reisebüro, die Familien betriebene Gaststätte hat es nur mit Müh und Not geschafft, das stadtbekannte Hotel musste schließen, der Schreiner hat keine Aufträge mehr und ist verzweifelt. Das ist es, was wir erfahren werden. Neben den Zahlen der Infizierten, Genesenen und Toten. Neben der Tatsache, dass eine Bundes- wie Landesregierung, die das Weltklima retten will, nicht in der Lage war, die einfachsten Versorgungen bereitzustellen. Auch blicken wir in die Abgründe der Globalisierung: Kontrollverlust, Abhängigkeit, Ausdünnen ganzer Landstriche durch Auslöschen bzw. Wegzug der Industrie.

Worauf wird es ankommen? Auf Solidarität mit den Betroffenen. Aber auch auf den strikten Willen, jetzt politische Prioritäten gegen das Agieren der Altparteien durchzusetzen, auf Rückgrat und gesunden Menschenverstand. Eine planwirtschaftliche EEG-Umlage zum Beispiel sollte gestrichen werden – was nützt uns Flatterstrom, wenn ihn immer weniger Verbraucher bezahlen können. Die Finanzierung diverser linksgrüner Ideologieprojekte gilt es, in den Mittelstand zu investieren. Die Wirtschaft ganzer Landstriche wurde in den letzten Jahren durch den EU-Erweiterungswahn oder unsinnige Förderungsmodelle vertrieben, sie muss wieder angesiedelt werden. Ohnehin, diese EU, dies es lediglich noch schafft, Handydaten zur Bewegungsverfolgung zu erschnüffeln, kann weg.

Dieses SARS-CoV-2 hat letztendlich beschleunigt, was vor der Tür stand: Eine handfeste, mit wehenden Fahnen angekündigte Wirtschaftskrise. Und die deutsche Bundesregierung, in ihrer unnachahmlichen Dummheit, hat nochmal feste auf das Gaspedal getreten. Nach dem Motto: Wenn schon Unfall, dann Totalschaden. Bezahlen müssen es ja andere, die Leistungsträger und Steuerzahler dieses Landes, die sich seit einer gefühlten Ewigkeit schon viel zu viel gefallen lassen.

Es wird, 28 Tage später, nur wenige Bürger geben, die nicht in irgendeiner Art betroffen sind. Die Mehrheit muss aufstehen und sich bemerkbar machen, muss zusammenstehen und sich auf die eigene Stärke besinnen, statt auf „den Staat“ zu warten. Dieser Staat, soll heißen die Regierenden, haben ihre Unfähigkeit doch bewiesen. Warum sollten sie anders handeln als vorher? Wurden sie doch selten zur Rechenschaft gezogen, nein, sie wurden sogar wieder gewählt. Und haben ein um das andere Mal gegen die Interessen der Menschen gehandelt und waren auch noch stolz drauf.

Liebe Mitbürger, Kräfte bündeln, die Veränderung muss jetzt erkämpft werden! Rückbesinnung auf das Regionale. Besinnung auf die Stärken des Landes, auf den Fleiß der Bürger und den Verstand. Wir müssen die Kontrolle zurück erlangen, über Lebensmittelversorgung, Produktionsstätten und natürlich auch über die Politik. Darüber, wie wir leben können und wollen. Über unsere Zukunft.

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