Anleitung zur Panikmache: Wie Regierungsexperten die Corona-Angst schüren

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Offizielle Panikmache (Symbolbild:ScreenshotYoutube)

Der Verdacht drängte sich längst auf, jetzt hat er sich bestätigt: Das Bundesinnenministerium ließ von einer Expertengruppe ein Papier zur Corona-Eindämmung erstellen, in dem als Kommunikationsstrategie vorgeschlagen wird, der Bevölkerung möglichst großen Schrecken vor der Pandemie zu verbreiten – auch mit Horrormeldungen und „worst-case-Szenarien“.

Neben dem sachlich-nüchternen Teil der Expertise, der unter anderem möglichst viele Tests nach dem Vorbild Südkoreas empfiehlt, werden auch „drastische Maßnahmen zur Krisenkommunikation“ empfohlen. Unterstellt wird ein Szenario, bei dem sich ein Drittel der Deutschen sich mit dem Coronavirus infiziert und dabei mehr als eine Million Bürger stirbt – sofern eine „massive Überlastung des Gesundheitssystems“ nicht durch „entschlossenes Eingreifen“ abgewendet wird.

Deshalb muß eine „Schockwirkung“ her, damit auch der letzte Bürger in diesem Land mit Ausgangs- und Kontaktverboten über einen langen Zeitraum einverstanden ist.

Bisher hat sich das Innenministerium geweigert, den Inhalt auf Grundlage des Presserechts und des Informationsfreiheitsgesetzes für alle Medien verfügbar zu machen: Das Dokument sei „Verschlusssache“ und „nur für den Dienstgebrauch“. Doch nun veröffentlichte das Portal Frag den Staat das Strategiepapier des Bundesinnenministeriums in voller Länge. Laut FAZ wurde die „Corona-Gebrauchsanweisung“ vom 19. bis 22. März von einer „Gruppe von rund zehn Fachleuten“ entworfen. Beteiligt sollen Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft und vom RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung gewesen sein.

Und siehe da, die Bundeskanzlerin und ihr Gefolge schürten wie gewünscht die Angst: „Größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg“, so Angela Merkel in ihrer Fernsehansprache, „Millionen Tote“  befürchtet Horst Seehofer und auch der Hinweis auf die Spanische Grippe mit 50 Millionen Opfern wird durch die Propagandaorgane wie n-tv gern weiterverbreitet.

Der eher wissenschaftliche Teil des Papiers war bereits vorvergangene Woche in den Medien kursiert, unter anderem berichtete der „Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung“ sowie einige öffentlich-rechtliche Sender darüber. Nun hat das gemeinnützige Portal „Frag den Staat“ das vollständige Papier veröffentlicht. Der bislang unbekannte Teil erklärt denn auch prompt, warum das gesamte Dokument bisher vom Innenministerium als „Verschlusssache“ geführt wird: Darin geht es um die möglichst furchteinflößende Darstellung der möglichen Pandemie-Folgen als Kommunikationsstrategie, um die Deutschen auf den Ernst der Lage vorzubereiten.

„Qualvolles Sterben“

Neben formelhaften Assoziationen von Spanischer Grippe und Weltwirtschaftskrise, griffig auf die Formel „1919+1929=2919“ gebracht, werden detaillierte Beschreibungen des Leidens der Schwererkrankten ausgemährt: Diese werden im Krankenhaus abgewiesen und „sterben qualvoll nach Luft ringend zu Hause“. Kinder würden sich „leicht anstecken“, dann ihre Eltern infizieren, die dann ebenfalls „qualvoll zu Hause sterben“. Außerdem werden – wissenschaftlich überhaupt nicht sicher nachgewiesene „Langzeitschäden“ in drastischen Worten ausgemalt.

All dies soll der Abschreckung dienen, der Gefügigmachung der Bevölkerung, um deren Bereitschaft zum Ertragen der Ausgangsbeschränkungen zu steigern. Mit „Kommunikation“ hat dies dabei nur wenig zu tun: Es handelt sich um lupenreine Propaganda – ausgearbeitet von den höchsten zuständigen Gremien der Bundesregierung. Man sollte diese Methoden in Erinnerung behalten, wenn die nächsten Zumutungen oder Verschärfungen verkündet werden. (DM)

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