AfD kann Masken beschaffen – keine Reaktion aus dem Kanzleramt: Besser Menschen verrecken lassen, als Hilfe von der AfD annehmen?

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Lieber Menschen sterben lassen, bevor Hilfe von der AfD angenommen wird? (Bild Helge Braun: Foto: Bundesregierung/Kugler/ Bild Armin-Paulus Hampel: © DBT/ Julia Nowak)

Nachdem das Bundesgesundheitsministerium auf ganzer Länge versagt hat, klaffen nicht nur riesige Lücken bei medizinischem Schutzmaterial. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Armin-Paul Hampel teilte dem Kanzleramt nun bereits zum zweiten Mal mit, aufgrund früherer Beziehungen kurzfristig 50 Millionen Schutzmasken besorgen zu können. Die Antwort: Keine!

Die Bundesregierung – explizit hier das eigentlich zuständige Bundesgesundheitsministerium unter dem gelernten Bankkaufmann Jens Spahn (CDU) – offenbart in der aktuellen Coronakrise ein mittlerweile lebensbedrohliches Missmanagement. Panikartig versucht Spahns Ministerium seit geraumer Zeit auf dem Weltmarkt Schutzbekleidung und Schutzmasken, die auch der vorgeschriebenen Schutzklasse entsprechen, zu ergattern.

Dieses Totalversagen, welches mittlerweile nachweislich Menschenleben gekostet hat, hält jedoch die Bundesregierung offensichtlich nicht davon ab, aus politischen Gründen genauso weiter zu verfahren. Der Skandal:

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Armin-Paul Hampel, vor seiner politischen Tätigkeit jahrelang Korrespondent der ARD unter anderem in Südostasien, hat laut eigener Aussage seine noch bestehende Kontakte spielen lassen. Hampel schreibt dazu: „Über eine alte Geschäftsbeziehung erhielt ich heute ein Angebot über 50 Millionen Atemschutzmasken“. Darüber habe er bereits am Mittwoch Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) informiert. Reaktion? Keine. Auch auf eine zweite telefonische Nachfrage hin habe der AfD-Bundestagsabgeordnete keine Antwort erhalten, berichtet hierzu die DW. Hampel zeigt sich mehr als verärgert und weist darauf hin, dass der Deutschland wohlgesonnene Händler in Hongkong die Ware angesichts der weltweit großen Nachfrage bald anderweitig verkaufen werde.

Hersteller von Schutzkleidung hatten bereits mehrfach schwere Vorwürfe gegen Jens Spahn erhoben. So der Geschäftsführer des im Schwäbischen ansässigen Unternehmens Franz Mensch: „Wir haben gemahnt, und keiner hat uns gehört“. Dennoch seien die Behörden seit Wochen untätig geblieben. „Das ist grob fahrlässig und verschärft die Krise unnötig“, so die Unternehmensführung. Der eklatante Engpass in Deutschland sei jedoch abzusehen gewesen. Bereits zwei Mal habe man Spahn in einem Schreiben eindringlich darauf aufmerksam gemacht. Spahn reagierte nicht. Das Unternehmen hatte angeboten, Hilfe zu leisten. 1,5 Millionen Mundschutzmasken und circa 200.000 Atemmasken habe man für Krankenhäuser und Rettungsdienste zur Sicherung der allgemeinen Versorgung reserviert und entschieden, um die Bestände für Deutschland zu sichern, keine Neukunden mehr zu beliefern. Der Firmeninhaber bat Spahn darum, diese Information unverzüglich an die entsprechenden Stellen weiterzugeben: „Keiner hat reagiert.“

Sollte es sich nun nochmals bestätigen, dass das Bundeskanzleramt das Angebot erhalten, jedoch – dieses Mal aus politischen Befindlichkeiten – nicht darauf reagiert hat, dann ist dies ein Skandal erster Güte und muss endlich Konsequenzen für die Verantwortlichen zeitigen. Das Bundeskanzleramt war bis zum Erscheinen des Artikels nicht zu erreichen. (SB)