Angela Merkel: Ramadanfeste könnt Ihr knicken, liebe Muslime

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Merkel mit Peitsche; Foto: © jouwatch Collage
Merkel mit Peitsche; Foto: © jouwatch Collage

Die Bundeskanzlerin hat ja zur Beruhigung fast aller die Quarantäne wieder verlassen sich sodann gleich an das Volk gewandt. Mit einer Ansprache, die insbesondere die Christen in diesem Land in Zeiten größter Not und Einsamkeit wohl trösten sollte – aber auch für die vielen Muslimen in diesem Land hat sie eine Botschaft parat:

Hier der Auszug:

…Es ist mir wichtig, noch einmal zu sagen, was mich und die Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus bewegt und was uns bei unseren Entscheidungen leitet. Denn in der kommenden Woche geht es auf das Osterfest zu – und das ist eine ganz besondere Zeit. Ostern, das ist für Millionen von Christen der Kirchgang, das ist der Ostersonntag mit der ganzen Familie, vielleicht ein Spaziergang, Osterfeuer, das ist für viele ein kurzer Urlaub an der See oder im Süden, wo es schon wärmer ist.

Normalerweise. Aber nicht in diesem Jahr. Das ist es, was ich Ihnen heute sagen muss: Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor. Natürlich werden die Christen in Deutschland den Karfreitag begehen und den Ostersonntag der Auferstehung – aber nicht in der Kirche, Seite an Seite mit den anderen Gemeindemitgliedern. Ich bin froh, dass die Kirchen es schon in den letzten Wochen so wunderbar geschafft haben, mit Gottesdiensten im Fernsehen, Radio und im Netz so viele Menschen zu erreichen. Es werden an Ostern sicher noch weit mehr sein. Ich denke in diesem Zusammenhang auch an die Juden und Muslime in Deutschland und alle anderen Gläubigen, die jetzt nicht in ihren Gotteshäusern zusammenkommen können.

Das ist eine dieser Einschränkungen, die wirklich an den Kern einer Gesellschaft gehen und die wir nur im Notfall und nur so lange wie unbedingt erforderlich hinnehmen können. Auch einen Osterspaziergang kann es nur nach den Regeln geben, die seit gut zwei Wochen überall gelten: also nur mit den Familienangehörigen, mit denen man auch zusammenwohnt, oder mit höchstens einer anderen Person außerhalb dieses Kreises, und immer muss dabei an den nötigen Abstand zu anderen Menschen gedacht werden, mindestens eineinhalb Meter oder besser zwei.

Da wir alle wissen, dass die Kontaktsperren und Ausgangsverbote mindestens noch mehrere Wochen, wenn nicht gar Monate dauern werden, gibt es auch für die Muslime gewaltige Einschränkungen, was die Ausübung ihrer Religionsrituale betrifft.

Wir sind gespannt, ob die Islamverbände sich da einmischen und versuchen werden, die Muslime zu beruhigen.

 

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