Unverantwortlich: Trotz Corona „seltsam“ lasche Kontrollen an deutschen Flughäfen

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Flughafen (Symbolbild: shutterstock.com/Von Rob Wilson)

Für die Bürger gelten innerhalb Deutschlands wegen Covid-19 strengste Regelungen. Seltsamerweise gelten diese jedoch nicht bei der Ankunft an deutschen Flughäfen. Ohne jegliche Gesundheitsprüfung können Einreisende trotz Krankheitssymptomen unkontrolliert die Flughäfen passieren.

Viele deutsche Staatsbürger, die gerade eilig aus aller Herren Länder in die Heimat zurückreisen, zeigen sich mehr als verwundert von den „entspannten“ Einreisebedingungen in Deutschland. Ob die Rückkehr aus Sri Lanka, Taiwan oder Japan stattfand, wo an den Flughäfen massive Gesundheits-Kontrollen stattgefunden hätten, an deutschen Flughäfen tickt die „Corona-Uhr“ in erschreckender Weise anders.

„Im Flughafen Frankfurt gab es überhaupt keine Gesundheitskontrollen. Ich bin ausgestiegen und konnte direkt weiterreisen“, berichtet ein aus Sri Lanka heimkommender Deutscher gegenüber der Welt. Eine in Ostasien tätige Heimreisende berichtet davon, dass an Flughäfen in Taiwan und Tokio an mehreren Durchgangspunkten Fieberkontrollen durchgeführt werden und nahezu alle Menschen Masken und Handschuhe tragen würden. Kontrastprogramm an Deutschlands größten Verkehrsflughafen: Am Frankfurter Flughafen sei das Gedränge groß gewesen, die Menschen hätten nur wenig aufeinander acht gegeben. Sie sei von dem das Gefühl getragen worden, dass sie aus einer kontrollierten Situation in eine unkontrollierte gekommen sei, so die Berichterstatterin.

Die Welt berichtet weiter, dass dies keine Einzelfälle seien. Während sich die Daheimgebliebenen wegen der Eindämmung des Corona-Virus massivsten Einschränkungen zu unterwerfen haben, berichten Heimkehrer, die im Rahmen der von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) gestarteten „Rückholaktion“ an deutschen Flughäfen angekommen waren, von Mitreisenden, die Krankheitssymptome gezeigt hätten. Statt dass deren Gesundheit überprüft wurde, hätten sie einfach aussteigen und zu ihrem Heimatort reisen können, heißt es weiter.

Nachfragen des Magazins beim Gesundheitsministerium, warum bei Wiedereinreisen der Gesundheitszustand nicht geprüft werde, wurde nicht beantwortet, sondern auf das Innenministerium verwiesen, das wiederum auf die Gesundheitsämter vor Ort die Zuständigkeit abschob. Für alle Fragen zur Rückholaktion möge man sich an das Auswärtige Amt wenden, hieß es dort. Der SPD-Minister Heiko Maas gab hierzu keine Erklärung ab, sondern teilte am Mittwoch auf Twitter lapidar mit:

Es wird immer klarer, dass nicht nur das Gesundheitsministerium, geführt vom gelernten Bankkaufmann Jens Spahn (CDU) eine katastrophale Panne nach der anderen abliefert. Auch Außenminister Heiko Maas stolpert in seiner altbewährter Sozen-Manier in der aktuellen Krisensituation hilflos umher. Den Einreisenden nun seit dem 27. März die Anordnungen des Bundesgesundheitsministerium – aufgelistet auf einem Infozettel – in die Hand zu drücken, auf welchem darauf hingewiesen wird „Kontakte zu vermeiden“ und sich „regelmäßig die Hände zu waschen“ offenbart den Irrsinn, der in diesem, demnächst wohl endgültig an die Wand gefahrenen Land tobt.  (SB)