Grüne „Corona-Privatparty“? Berliner Bezirksbürgermeister infiziert sich absichtlich

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Mitte-Bürgermeister von Dassel: Eigennützige Selbstinfektion (Foto:Imago/Friedel)

Die Grünen und ihr Verständnis von „Vorbildfunktion“: Stephan von Dassel, Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, hat sich vorsätzlich („fast schon bewusst“, seinen Worten zufolge) mit Corona infiziert – und das, obwohl seit Wochen Regierung, Robert-Koch-Institut und namhafte Virologen vor genau solchen Selbstansteckungen warnen.

Der Politiker bekannte, er habe seiner in Quarantäne sitzenden Freundin nahe sein wollen – und sich außerdem selbst immunisieren wollen. Eben diese Selbstimmunisierung durch gegenseitige Ansteckung ist das Prinzip der sogenannten Masern-Parties. Die analoge Wortschöpfung „Corona-Parties“ ist seit zwei Wochen mediales Dauerthema, wurde Totschlagargument zur Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen – und hat allerbeste Chancen, Unwort des Jahres zu werden.

Der „Egoismus der Jüngeren“, der nicht zu den Risikogruppen Gehörenden, sich einer für andere potentiell tödlichen Gefahr auszusetzen, gilt zu Recht landauf, landab als asozial. Vor allem jedoch wegen möglicher Nachahmungseffekte gelten Selbstansteckungen als absolut verpönt.

Arroganter und unverantwortlicher grüner Egoismus

Es ist kein Zufall, dass es wieder einmal Grüner ist, der hier mit schlechtem Beispiel vorangeht. Konventionslosigkeit wird hier zum Freibrief für jeden noch so groben Unfug. Würde jeder so denken und handeln wie dieser Bürgermeister, könnte man auch gleich die staatlichen Restriktionen und Kontaktverbote samt und sonders in die Tonne treten.

Von Dassel sagte im „RBB24„-Interview, sein Gedanke sei gewesen, so könne er sich wenigstens „selbst nicht mehr anstecken“ und demgemäß auch andere Menschen nicht mehr infizieren. Die Krankheit sei bei ihm dann aber „schon heftiger“ ausgebrochen als ursprünglich vermutet. Aus den angenommenen zwei Tagen Erkältung wurden zwei Wochen.

Als schlechtes Vorbild will er sich nicht sehen; danach gefragt, entgegnete der oberschlaue Bezirksbürgermeister laut „Welt„: Er sei ja „14 Tage in Quarantäne“ geblieben – und sei dann ja gesund, wenn „vielleicht Teile der Verwaltung krank sind“. (DM)