Im Windschatten von Corona: Auf Gran Canaria landen 4 „Flüchtlingsboote“ binnen 24 Stunden

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Flüchtlinge mit Reiseziel Deutschland (Foto:Von AlejandroCarnicero/shutterstock)

Im Windschatten von Corona nimmt die illegale Migration nochmals rasant an Fahrt auf. Auf den Kanaren und insbesondere auf der Insel Gran Canaria landen täglich immer mehr Migrantenboote – auch „Flüchtlingsboote“ genannt – an.

Am vergangenen Sonntag waren es innerhalb von 24 Stunden 4 Boote, die von einem Flugzeug der spanischen Küstenwache auf ihrem Kurs Richtung der Kanareninsel Gran Canaria entdeckt wurden. Die illegalen Migranten wurden von einem Boot der Seenotrettung aufgenommen und im Hafen von Arguineguín den Behörden übergeben, berichtet hierzu das Magazin „Kanarenmarkt“. Bei den rund 30 Insassen soll es sich um zwölf Frauen und zwei Kinder handeln. Alle stammen wiedereinmal aus Subsahara-Afrika.

Das Kanarenmagazin dokumentiert seit einiger Zeit die ansteigende Migrantenwelle aus Afrika. So erreichten laut dem Magazin im März binnen weniger Tage weitere „Pateras“ – der spanische Begriff für ein Menschenhändlerboot – die Küsten der Kanaren und landeten am 26. März mit 177 afrikanischen Migranten an. Die letzten 21 illegalen Einwanderer wurden erst am vergangenen Samstag (21.03) rund 45 Meilen südlich von Gran Canaria abgefangen. Kurze Zeit vorher landeten vier Boote an. Somit haben mehr als 1.300 Migranten aus der Subsahara – verteilt auf 48 „Pateras“ – es geschafft, in den ersten drei Monaten dieses Jahres an den Küsten der Kanaren anzulanden. (SB)