Auch nach drittem negativen Test – gegen Pneumokokken geimpfte Merkel bleibt in Quarantäne

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Diese Zeiten sind wohl vorerst vorbei Foto: Imago

Besondere Menschen erhalten auch ganz besondere Schutzmaßnahmen: Zwar ist auch der dritte Coronavirus-Tests von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) negativ ausgefallen, wie die Bundesregierung am Montag mitteilte, doch die Kanzlerin werde „auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen“, hieß es.

Merkel war am Sonntag vor einer Woche in Selbstisolation gegangen, nachdem sie erfahren hatte, dass sie mit einem Infizierten Kontakt hatte. Ein Arzt, der bei Merkel am 20. März eine prophylaktische Pneumokokken-Impfung vorgenommen hatte, war positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Bleibt die Frage, warum sich Frau Merkel hat impfen lassen. Schützt das denn auch gegen COVID-19? Das wäre ja mal interessant, denn diesen Impfstoff gibt es bereits und er könnte dann ja auch den Bürgern zugute kommen.

Hier weitere Meldungen zu diesem Thema:

Fresenius-Vorstand: „Wir könnten noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen“

Fresenius-Vorstandsmitglied Francesco De Meo hat in den deutschen Kliniken des Konzerns noch Platz für neue Patienten. „Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen, ohne dass ein einziger deutscher Patient darunter leidet“, sagte De Meo der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Der Jurist ist zuständig für die Krankenhäuser und medizinischen Versorgungszentren unter dem Dach des Geschäftsbereichs Fresenius Helios, dem nach eigenen Angaben größten privaten Klinikbetreiber in Europa.

Stand Montag hat Fresenius in seinen deutschen Kliniken vier Covid-19-Patienten aus Italien aufgenommen. Das Thema sei hochpolitisch: „Der Bund hält sich sehr zurück“, so der Fresenius-Vorstand weiter. Auf europäischer Ebene gebe es wenige, „die koordiniert und strukturiert an diesem Thema arbeiten“.

Fresenius ist dabei, die Zahl der Intensivbetten von 900 auf mindestens 1.500 aufzustocken. Stand Montag hätten in den deutschen Klinken des Konzerns 80 an Covid-19 erkrankte Patienten auf einer Intensivstation gelegen, davon hätten 50 beamtet werden müssen, berichtet die Zeitung. „Momentan ist es eher so, dass wir andere Patienten, die behandelt werden könnten und sogar müssten, nicht behandeln, weil wir das sogenannte elektive Geschäft zurückgefahren haben, um aufnahmefähig für Covid-Patienten zu sein.

Wir haben Kliniken, in denen vielleicht ist noch kein einziger Covid-Patient aufgetaucht, obwohl wir fast die komplette Intensivkapazität vorhalten“, sagte De Meo. Aber er will mit Blick auf die Lage in Spanien und Italien vorbereitet sein: „Die Zahl der Fälle in Deutschland könnte sich schlagartig erhöhen“, so der Fresenius-Vorstand weiter. Wesentlich dramatischer ist die Lage in Spanien, wo Fresenius über das Tochterunternehmen Quironsalud ebenfalls der größte private Klinikbetreiber ist.

„In Spanien haben wir rund zehn Mal so viele Fälle in unseren Kliniken“, so De Meo. Inzwischen hat Fresenius aus Deutschland ein Team mit Ärzten und Pflegekräften nach Spanien geschickt und 30 Beatmungsgeräte. „Es ist nicht ganz ohne, dahin zu gehen. Das ist anstrengend, es besteht Ansteckungsgefahr“, so der Fresenius-Vorstand weiter. Mehr als 200 Kollegen hätten sich freiwillig gemeldet, um nach Spanien zu gehen. „Das ist überwältigend! Aber natürlich müssen wir hier mit Maß und Ziel vorgehen. Wir dürfen nicht Gefahr laufen, zu wenig Personal in Deutschland zu haben, wenn die Zahl der Patienten hier steigt“, sagte De Meo der „Süddeutschen Zeitung“. Er sprach sich für mehr Tests auf Covid-19 in Deutschland aus, vor allem in den Risikogruppen, also ältere und immungeschwächte Menschen. „Wir könnten dann besser prognostizieren, was kommt, und besser abschätzen, wie lange wir die ganze Gesellschaft noch einsperren müssen. Man muss darüber nachdenken, wie die Kontaktsperren differenzierter gestaltet werden können“, so der Manager. Die jetzigen Generalmaßnahmen bedrohten auf Dauer Existenzen.

Mundschutz soll in Jena beim Einkaufen Pflicht werden

Die Stadt Jena will eine Mundschutzpflicht in Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr einführen. Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden, teilte die Jenaer Stadtverwaltung am Montagabend mit. Dadurch werde die Sicherheit von Personal im öffentlichen Leben erhöht.

„Neben Masken werden auch Tücher oder Schals als Schutz anerkannt. Diese müssen aber auch die Nase und den Mund abdecken“, hieß es weiter. Der Erlass soll ab kommender Woche in Kraft treten.

Die Stadt habe eine Grundausstattung an Masken, mit der Pflegekräfte, Ärzte, Fahrer im ÖPNV und andere in systemrelevanter Infrastruktur versorgt werden könnten. Um eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Masken zu gewährleisten, ruft die Stadt die Bevölkerung dazu auf, sich „und anderen Menschen den wichtigen Mund-Nasenschutz“ selbst zu nähen, „um die Verbreitung des Virus einzudämmen“. Jede Maske sei „besser als gar keine Maske“, so die Jenaer Stadtverwaltung.

Auch SPD-Gesundheitsexperte plädiert für Mundschutzpflicht

Nach der Ankündigung Österreichs, eine Schutzmaskenpflicht für Supermarkteinkäufer einzuführen, befürwortet der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine solche Regelung auch in Deutschland. „Aus medizinischer Sicht halte ich eine solche Bestimmung persönlich für sehr sinnvoll“, sagte Lauterbach den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Dienstagsausgaben). In der Tat sei die Bedeutung von Masken zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus „anfänglich stark unterschätzt“ worden.

Voraussetzung dafür sei aber, „dass es genug Masken gibt und sie dem medizinischen Personal nicht fehlen“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete weiter. Rechtlich wäre ein solcher Maskenzwang in Deutschland möglich. Anordnen müssten ihn allerdings die Bundesländer oder die kommunalen Gesundheitsbehörden.

Laut einer Umfrage der Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ unter den 16 Bundesländern gibt es derzeit auf Landesebene keine entsprechenden Pläne. Aus Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen, Berlin, Hamburg und dem Saarland hieß es unisono, derzeit sei solch eine Regelung nicht in Planung. Die übrigen Länder hätten sich nicht geäußert.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) plädierte für die Verwendung selbstgenähter einfacher Schutzmasken beim Einkaufen und im öffentlichen Verkehr. „Solche einfache Masken, die als sogenannten Spuckschutz dienen, reduzieren das Risiko, dass man seine Mitmenschen über die sogenannte Tröpfcheninfektion ansteckt und machen insofern wirklich Sinn“, sagte der Kretschmann den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Noch solle jedoch keine Verpflichtung ausgesprochen werden.

„Dazu müssen wir erst die ausreichende Zahl an Masken haben, ohne dass der vorrangige Einsatz im medizinischen und pflegerischen Bereich beeinträchtigt wird, dieser hat absolute Priorität“, so der Grünen-Politiker weiter. Er kündigte an, das Thema am Mittwoch in der Runde der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ansprechen zu wollen.

Corona-Infektionen legen in Deutschland langsamer zu

Die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten legt weiter zu, aber nicht mehr mit so hohen Steigerungsraten wie noch in den letzten Tagen. Nach Recherchen der dts Nachrichtenagentur waren bis Montagabend, 20 Uhr, in Deutschland 65.366 Infektionen nachgewiesen, 6,5 Prozent mehr als am Vortag um die Zeit. Dies würde einer Verdoppelungszeit von elf Tagen entsprechen und liegt damit in dem Bereich, den Bundeskanzlerin Angela Merkel als erstes Etappenziel vorgegeben hatte.

83 Menschen starben innerhalb von 24 Stunden an Covid-19, ein Anstieg der Gesamtzahl um 17 Prozent gegenüber dem Vortag auf nunmehr 570. Da laut Hochrechnung mittlerweile rund 16.800 Menschen als genesen gelten, beträgt die Zahl der aktiven Infektionen mit Nachweis damit derzeit in Deutschland rund 48.000. Das war ein Anstieg um sechs Prozent gegenüber dem Vortag. Die höchste Dichte unter den Bundesländern gab es laut der vorliegenden Zahlen in Baden Württemberg, wo bis Montag 122 Infektionen je 100.000 Einwohner nachgewiesen wurden. Dahinter lagen Hamburg (120), Bayern (116) und das Saarland (84).

Die niedrigste Inzidenz war weiterhin in Mecklenburg-Vorpommern zu verzeichnen, wo bislang nur 23 Infektionen je 100.000 Einwohner nachgewiesen wurden. Auch in Sachsen-Anhalt (33), Brandenburg (34) und Schleswig-Holstein (37) waren die Infektionszahlen nach wie vor deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, der bei 79 liegt. Die Zahlen weichen von denen des Robert-Koch-Instituts ab, da dieses nicht selbst bei den örtlichen Behörden abfragt, sondern auf die elektronische Meldung wartet, was oft einige Tage in Anspruch nimmt.

Verbraucherschützer warnen vor Corona-Betrügern im Internet

Die Verbraucherzentralen haben vor Betrügern auf Online-Plattformen gewarnt, die sich die Corona-Pandemie zunutze machen wollten. „Wir erhalten inzwischen täglich Hinweise von Verbrauchern im Zusammenhang mit der Corona-Krise“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Die Krise rufe Betrüger und windige Geschäftemacher auf den Plan, die sich an den Ängsten der Menschen bereichern wollten.

Die Verbraucherschützer gingen entschieden gegen Auswüchse bei Preisen oder irreführende Gesundheitsversprechen vor. „Wir haben bereits mehrere Abmahnungen ausgesprochen“, so der VZBV-Chef weiter. So sei auf Online-Plattformen eine Packung Toilettenpapier für 20 Euro oder ein Liter Händedesinfektion für 199 Euro angeboten worden.

„Daneben erhalten wir auch Hinweise auf vermutliche Fake-Shops, die Artikel wie Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel anbieten“, sagte Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Zahlung sei jedoch nur per Vorkasse möglich, eine Lieferung erfolge nicht. Die Betreiber der Shops seien nicht erreichbar und die Käufer erhielten das bezahlte Geld nicht zurück, so der VZBV-Chef.

Italien verlängert Ausgangssperren bis Mitte April

Die italienische Regierung hat die landesweiten Ausgangssperren aufgrund der Corona-Krise bis mindestens zum 12. April verlängert. Das teilte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Montagabend in Rom mit. Die Verlängerung der Ausgangssperren habe sich auf der Sitzung des wissenschaftlichen Beratergremiums ergeben.

Damit folge die italienische Regierung diesen Empfehlungen, so Speranza weiter. Zuvor hatte der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte am 9. März die Bewegungsfreiheit der Bürger landesweit eingeschränkt. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist am Montag in Italien auf 101.739 gestiegen.

Die Gesamtzahl stieg seit Sonntag um rund vier Prozent oder 4.050 Fälle, wie aus Daten der Katastrophenschutzbehörde hervorgeht. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um rund 7,5 Prozent oder 812 Fälle auf 11.591.

Ifo-Chef hält Szenarien von Wirtschaftsweisen für zu optimistisch

Der Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), Clemens Fuest, hält die aktuellen Szenarien des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung infolge der Corona-Pandemie in Deutschland für zu optimistisch. Das schlechteste Szenario, das die Wirtschaftsweisen betrachten, gehe von einem Wachstumseinbruch leicht über dem Niveau der Finanzkrise aus: „Ich halte die zu Grunde liegenden Annahmen über die epidemiebedingten Produktionsausfälle für sehr optimistisch“, sagte Fuest der „Welt“ (Dienstagsausgabe). Das Ifo-Institut habe deshalb ähnliche Szenarien, aber auch deutlich schlimmere betrachtet.

„Wir haben Szenarien mit Wachstumseinbußen zwischen rund vier und 21 Prozent des BIP betrachtet, weil wir keins dieser Szenarien ausschließen können“, so der Ifo-Chef weiter. Derzeit hänge jede Prognose von Annahmen darüber ab, „welchen Verlauf die Epidemie nimmt und wie Politik und Unternehmen darauf reagieren“. Der Sachverständigenrat hatte am Montag drei Szenarien vorgestellt, die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen in den beiden kommenden Jahren vorhersagen sollen.

Allen drei Szenarien ist gemein, dass Deutschland der schlimmste Einbruch des Wirtschaftswachstums seit der Finanzkrise in den Jahren 2008/2009 bevorsteht. Damals ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,7 Prozent zurück. In keinem der drei Szenarien erwarten die Wirtschaftsweisen jedoch einen so starken Einbruch wie im Jahr 2009.

Umfrage: Jeder Zweite für bundesweit schärfere Ausgangssperren

Mit 55 Prozent befürworten mehr als die Hälfte der Deutschen bundesweit schärfere Ausgangsbeschränkungen. Das ergab eine Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und n-tv, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach lehnen dies 42 Prozent der Bundesbürger dagegen ab.

Anhänger der FDP sprechen sich mit 57 Prozent mehrheitlich gegen diese verschärfte Beschränkung aus, gefolgt von der AfD mit 52 Prozent. Am stärksten befürworten die Anhänger der SPD (62 Prozent) und der CDU/CSU (57 Prozent) schärfere Ausgangsbeschränkungen. Eine deutliche Mehrheit von 88 Prozent der Befragten halten es laut Forsa für richtig, dass die geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus noch mindestens weitere drei Wochen andauern sollten.

Lediglich 10 Prozent der Bundesbürger plädieren für eine vorzeitige Lockerung dieser Maßnahmen. Dass die Beschränkungen schon vor dem 20. April gelockert werden sollen, gaben die AfD-Anhänger mit 21 Prozent etwas häufiger an als der Durchschnitt. Hier sind laut Forsa 79 Prozent der Auffassung, dass die Maßnahmen noch drei Wochen andauern sollten (FDP 83 Prozent, CDU/CSU 87 Prozent, Linkspartei 88 Prozent, SPD 93 Prozent, Grüne 94 Prozent).

Eine Mehrheit von 76 Prozent der Befragten befürworten eine Verlängerung der Maßnahmen über die nächsten drei Wochen hinaus, wenn es bis dahin nicht gelingt, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Insbesondere die Anhänger der Grünen teilen mit 82 Prozent diese Ansicht. Unter den Anhängern der FDP sind es dagegen nur 57 Prozent.

Mit 82 Prozent plädieren laut der Forsa-Umfrage die Ostdeutschen hier eher für dieses Vorgehen als die Westdeutschen mit 75 Prozent. Eine klare Mehrheit von 80 Prozent der Befragten sprach sich dafür aus, dass der Bund im Kampf gegen die Corona-Pandemie mehr Kompetenzen erhalten sollte, um schneller und bundesweit einheitlicher Entscheidungen zu fällen. Auch die Anhänger fast aller Parteien befürworten dies (Grüne 85 Prozent, SPD 83 Prozent, CDU/CSU 81 Prozent, FDP 78 Prozent, Linkspartei 76 Prozent). Vergleichsweise häufig lehnen dagegen mit 40 Prozent die AfD-Anhänger eine Ausweitung der Kompetenzen des Bundes im Kampf gegen die Corona-Krise ab. Eine besondere Herausforderung stellt die Corona-Krise auch für Familien dar.

Dennoch hält es laut Forsa mit 82 Prozent eine klare Mehrheit der Bundesbürger für falsch, jetzt wieder Spielplätze zu öffnen. Lediglich 14 Prozent der Befragten befürworten dies. Auf Zustimmung trifft diese Forderung dabei überdurchschnittlich häufig bei den Anhängern der AfD mit 32 Prozent (FDP 20 Prozent, Linkspartei 18 Prozent, CDU/CSU 15 Prozent, SPD 13 Prozent, Grüne 11 Prozent). In der aktuellen Diskussion um die Freigabe persönlicher Daten im Kampf gegen die Corona-Krise wären der Forsa-Umfrage zufolge 62 Prozent der Bundesbürger bereit, den verantwortlichen Behörden persönliche Daten zur Verfügung zu stellen, beispielsweise Handydaten, um Kontakte nachzuvollziehen, wenn dies hilft, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

In Westdeutschland ist mit 63 Prozent die Bereitschaft dabei etwas höher als in Ostdeutschland (56 Prozent). Auch die älteren Befragten (60 Jahre und älter) zeigen hier mit 74 Prozent eine höhere Bereitschaft als die jungen Befragten (18- bis 29-Jährige) mit 50 Prozent. Vorbehalte zeigen sich bei den Anhängern der FDP und der Linkspartei mit jeweils 44 Prozent (AfD 36 Prozent, Grüne und CDU/CSU 30 Prozent, SPD 26 Prozent). Für die Erhebung befragte Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL am 30. März 2020 insgesamt 1.008 Personen.

Außenminister fürchtet „Krieg um Schutzausrüstung“

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) beobachtet den internationalen Wettbewerb um Schutzausrüstung mit Sorge. Es sei wichtig, „jetzt neben den nationalen Maßnahmen auch international zu kooperieren“, sagte der Minister am Montagmittag der „Bild“. Maas weiter: „Wir brauchen einzelne Bestandteile, um Geräte, um Schutzausrüstung produzieren zu können, die aus dem Ausland zugeliefert werden. Andere brauchen Lieferungen von uns, um ihre Produktion aufrecht zu erhalten.“ Der Außenminister warnt: „Das darf nicht zu einem Kampf oder schon gar zu einem Krieg um Schutzausrüstung, Beatmungsgeräte oder Masken ausarten. Und ich glaube, das ist eine der größten Herausforderungen für die internationale Staatengemeinschaft, die wir jetzt haben. Wenn wir das nicht hinbekommen, werden am Schluss alle darunter zu leiden haben.“ (Quelle: dts)