Radikalislamische Hamas droht Israel mit Corona-Terror

0
Hamas (Bild_ shutterstock.com/Von Abed Rahim Khatib)

Sollte Katar nicht eine Millionenzahlung an die im Gazastreifen ansässige islamische Terrororganisation Hamas zahlen, werde man die Coronazahlen in Israel verdoppeln, so die Drohung.

Die Hamas habe diese Botschaften an Ägypten und Katar übermittelt und damit gedroht, „halb Israel in die Schutzräume zu schicken und damit die Zahl der Corona-Patienten zu erhöhen“, falls die katarische Finanzhilfe nicht in naher Zukunft an den Gazastreifen übergeben werde. Das berichtet der Think-Tank Mena-Watch und beruft sich hier auf die libanesische Zeitung Al Akhbar, die über zuverlässige Quellen in der Hamas verfügt. Israel habe auf die Drohungen der Hamas geantwortet, und mitgeteilt, dass es erneute Angriffe aus dem Gaza-Streifen nicht tolerieren werde, so die Zeitung.

Die Forderungen der Hamas nach den benannten Zahlungen erfolgten zu einem Zeitpunkt, an dem die Hamas – aufgrund des Ausnahmezustands im Umgang mit dem Coronavirus und aufgrund der Befürchtung, dass die katarische Hilfe für den Gaza-Streifen verzögert werden könnte – eine Erhöhung der Hilfslieferungen erreichen will. Die Terrororganisation verlange, dass die Vermittlerländer Druck auf Israel ausüben, damit es medizinische Geräte zur Verfügung stellt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, das im Gazastreifen bereits ausgebrochen ist.

Katar habe kurz vorher angekündigt, seine Pläne nicht ändern zu wollen. Die monatliche Finanzhilfe in den Gazastreifen werde wie üblich überweisen. Jedoch suche man nach einem anderen Weg, um das Geld zu übergeben, da der Flugverkehr in der Region eingeschränkt sei und es keine internationalen Flüge gibt. Katar versuche, die Gelder so zu übergeben, dass die Anwesenheit des katarischen Botschafters im Gaza-Streifen nicht erforderlich ist. Im vergangenen Monat überwiesen die Katarer insgesamt 16 Millionen Dollar, einschließlich eines Zuschusses von je 100 Dollar an 120.000 Familien im Gazastreifen, berichtet hierzu Mena-Watch weiter. (SB)