Weil sich Corona-Skeptiker mit den Falschen unterhielt: Transparency Deutschland lässt Vereinsmitgliedschaft ruhen

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Video-Screenshot von Dr. Wolfgang Wodarg Link: https://www.youtube.com/watch?v=XnlT3rPNUp0

Dr. Wolfgang Wodarg äußerte sich in seinen mittlerweile millionenfach geklickten und kontrovers diskutieren Youtube-Videos skeptisch zur Corona-Krise. Nun teilt die Anti-Korruptionsorganisation „Transparency Deutschland“ mit, ihn von seinem Vorstandsposten entfernt zu haben. Grund: Er hatte sich mit den Falschen unterhalten. Darunter „KenFM“, „Rubikon“, „Geolitica“ oder in einem Interview mit Eva Herman.

Dr. Wolfgang Wodarg ist laut seiner Vita ein erfahrener Lungenfacharzt und Seuchenexperte. Viele Jahre arbeitete er an Akademien für das öffentliches Gesundheitswesen. Als Stipendiat für die Fachbereiche Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der John Hopkins University, Baltimore, aber auch als Dozent und Mitarbeiter an Unis und Hochschulen hatte Wodarg Einblicke in das hiesige Medizin-System erhalten. Seine Fachgebiete: Innere Medizin, Hygiene und Umweltmedizin. Wodarg saß für die SPD im Bundestag und im Europarat, Fachthemen hier: Ethik und Recht der modernen Medizin.

Bis Ende der vergangenen Woche saß Wodarg auch im Vorstand des deutschen Ablegers der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International. „Transparency Deutschland“, zugehörig zu Transparency International, das wiederum Teil des selbst höchst intransparenten Open Society Netzwerks des Milliardärs Georg Soros ist, teilt auf seiner Homepage mit, den Corona-Skeptiker Wodarg nun dafür abzustrafen, dass er sich offensichtlich mit den „falschen Leuten“ unterhalten hat. Die NGO, die zu ihrem Themengebieten auch die „Transparenz in den Medien“ zählen, ist einstimmig folgender Ansicht:

Der Vorstand von Transparency Deutschland hat beschlossen, die Vereinsmitgliedschaft von Wolfgang Wodarg gemäß § 6 der Satzung vorläufig ruhen zu lassen. Das bedeutet unter anderem, dass Wolfgang Wodarg vorerst keine Funktionen im Vorstand oder als Leiter der Arbeitsgruppe Gesundheit mehr ausüben kann. Der Vorstand wird ein unabhängiges Gremium beauftragen, sich mit den Äußerungen von Wolfgang Wodarg zum Corona-Virus auf zum Teil antidemokratischen und verschwörungstheoretischen Plattformen zu befassen und aufzuarbeiten, ob sein Verhalten die Interessen von Transparency Deutschland verletzt hat. Nach Vorliegen des Gutachtens wird der Vorstand über weitere Schritte entscheiden„.

Hartmut Bäumer, Vorsitzender von Transparency Deutschland, erklärt darüber hinaus:

Dieser Schritt gegenüber einem langjährigen Mitglied und Vorstandskollegen ist uns allen schwergefallen. Für uns als Organisation ist es allerdings untragbar, wenn ein Vorstandsmitglied seine „persönlichen“ vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gestützten Thesen über Plattformen verbreitet, die den demokratischen Grundprinzipien von Transparency entgegenstehen. Wir möchten mit dieser Maßnahme wieder mehr Raum und Zeit für unsere eigentliche Arbeit, dem Kampf gegen Korruption, gewinnen. In diesen schwierigen Zeiten spielt Transparenz rund um die Maßnahmen zur Einschränkung zentraler Grundrechte und des öffentlichen Lebens eine entscheidende Rolle, damit die Regierung das Vertrauen der Bevölkerung genießt.“

Im zweiseitigen Erklärungsschreiben des Vorstandes heißt es weiter, dass der Vorstand Wodarg in der letzten Woche aufgefordert habe, sich bis zum 24. März 2020 in „diesen Medien“ zurückzuziehen und Löschung seiner Beiträge auf den betreffenden Webseiten zu verlangen. Außerdem wurde er aufgefordert, in Zukunft auf Beiträge in derartigen Medien zu verzichten und bei allen seinen sonstigen Meinungsäußerungen dafür zu sorgen, dass in keiner Weise Bezug auf seine Mitgliedschaft bei Transparency Deutschland
genommen wird, auch nicht im Abspann durch die Medien selbst.

Wolfgang Wodarg sei diesen Aufforderungen nicht nur nicht nachgekommen, sondern habe der Plattform www.rubikon.news anschließend noch ein weiteres Interview gegeben, heißt es im Entrüstungston. Abschließend entblödet sich der Vorsitzende von Transparency Deutschland, Hartmut Bäumer, nicht, die Worte „Demokratie“ und „Grundrechte“ im Munde zu führen. (SB)