Dank „Corona“: NRW will Kurklinik für „vorerkrankte Geflüchtete“ beschlagnahmen

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Schützwürdige Geflüchtete (Bild: shutterstock.com/Von i_am_zews)

Die schwarz-gelbe Landesregierung von NRW sorgt sich in ganz besonderem Maße um „geflüchtete Menschen mit Vorerkrankungen“. Um diese maximal vor dem Corona-Virus zu schützen, sollen die Schützlinge in eine Kurklinik in Bad Salzuflen einquartiert werden. Nachdem die Stadt diese Art der Nutzung untersagt hat, will die Laschet-geführte Landesregierung kurzerhand die Klinik beschlagnahmen. Die Stadt will zudem das Heim als mögliches Überlaufkrankenhaus in der Corona-Krise freihalten. 

Die Stadt Bad Salzuflen wehrt sich am Freitag dagegen, dass das Land NRW eine Kurklinik in der Stadt beschlagnahmen will, um dort „geflüchtete Menschen mit Vorerkrankungen“ unterzubringen. Die Sorge der schwarz-gelben Regierung unter dem CDU-Ministerpräsidenten Armin Laschet: Bei Geflüchteten mit Vorerkrankungen, wie z.B. Auto-Immunkrankheiten, könnte eine Corona-Infektion ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Und deshalb soll das ehemalige „Sophienheim“ in der Bad Salzuflener Innenstadt, das laut dem WDR über 200 Plätze verfügt, für Laschets Schutzwürdige genutzt werden.

Die Stadt verweigerte dieses Ansinnen zum einen mit der Begründung, dass man just solch eine Nutzung für „Flüchtlinge“ vor Jahren untersagt habe. Des Weiteren wolle man das Heim als mögliches Überlaufkrankenhaus in der Corona-Krise für betroffene Bürger freihalten. Jede Mehrbelastung erschwere die Funktionsfähigkeit der Verwaltung zum Schutze der Bevölkerung, begründet die Stadtverwaltung ihren Widerstand.

Die Bezirksregierung sei allerdings berechtigt, das Heim zu beschlagnahmen, vermeldet der WDR regierungstreu und kritikfrei. (SB)

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