Donald Trump hat auch bei Corona doppelt Recht

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Foto:Von Evan El-Amin/shutterstock

Erst wurde Donald Trump angegriffen, weil er die Sterblichkeit an COVID-19 mit derjenigen an Grippe gleichstellte. Und jetzt wird er angegriffen, weil er sagt, dass ein längerfristiges Abwürgen des Wirtschaftslebens tödlicher wäre als die Epidemie selbst.

Von Peter Schönfeldt

Wahrscheinlich hatte und hat er in Beidem Recht! Die Zahlen aus dem chinesischen Wuhan zeigen, dass die Infektiosität dieses Corona-Virus wesentlich höher ist als von der Bundesregierung angenommen. Die Basis-Reproduktionsrate liegt wahrscheinlich bei mehr als 5. Ein Infizierter steckt also im Schnitt mindestens 5 weitere Personen an. Dies liegt an der besonderen Penetranz des neuen Corona-Virus. Es vermehrt sich im Rachen und kann daher einfach übertragen werden. Außerdem hält es sich außergewöhnlich lange sowohl auf Oberflächen als auch in der Luft.

Sterblichkeit von Grippe und COVID-19 bei 1:1000

Aber die Zahlen aus Wuhan belegen auch: Die Durchdringung des Virus in der Allgemeinbevölkerung – die Epidemiologen sprechen vom Grad der „Herden-Immunität“ – liegt im chinesischen Wuhan wohl bereits bei 20% und damit um Dimensionen höher als bisher angenommen. Die Sterblichkeit liegt dementsprechend deutlich niedriger: Während der Epidemie selbst nur bei etwa 0,04% und insgesamt (also nach Einbeziehung aller noch später durch COVID-19 erfolgten Todesfälle) bei 0,11%. Mit anderen Worten: Die Sterblichkeit an COVID-19 liegt bei etwa 1:1.000 und damit im Bereich der Grippe.

Und bei derzeit rund 200 Todesfällen an COVID-19 könnte dies bedeuten, dass aktuell in Deutschland bereits rund 400.000 Menschen überwiegend komplett symptomfrei eine Immunität gegen das Corona-Virus erworben haben. Das wäre über 10mal mehr als vom Robert-Koch-Institut angegeben. Zwar haben wir dank der hervorragenden labormedizinischen Qualität in Deutschland schon rund 500.000 Personen getestet und eine Positiven-Rate von weit unter 10% ermittelt, allerdings haben wir keine Kenntnis von der Virusverbreitung im symptomlosen Teil der Bevölkerung. Angesichts einer weltweit einmaligen Laborkapazität von inzwischen 60.000 Tests pro Tag, müssen wir daher auch unverzüglich repräsentative Stichproben in der Allgemeinbevölkerung machen, um Entscheidungen der Bundesregierung von epochaler Tragweite auf ein Mindestmaß an belastbaren Daten stützen zu können.

Die Katastrophe in Italien hat neben der Unterversorgung mit Intensivbetten auch andere Ursachen: Wir haben Grund anzunehmen, dass die Krankenhäuser, die Pflegeheime und selbst das Rettungswesen wegen der hohen Infektiosität des Virus zu wahren Infektionsschleudern geworden sind, so dass gerade auch medizinisches Personal wegen des Mangels an wirksamer Schutzausrüstung zur Infektion in Krankenhäusern und Pflegeheimen beigetragen hat. Eine wichtige Konsequenz für Deutschland wäre daher, Krankenhausaufenthalte von nur mäßig Erkrankten zu vermeiden und sie bei häuslichen Versorgungsmöglichkeiten mit Sauerstoff und Pulsoximeter zu Hause zu versorgen.

Zügige Normalisierung notwendig und machbar

Bei einem Sterblichkeits-Risiko von 1:1.000 in der Allgemeinbevölkerung und einem noch wesentlich geringeren Risiko bei Kindern, Jugendlichen und Erwerbstätigen ist eine Fortsetzung des Shutdown von Kitas, Schulen und Betrieben nicht länger zu rechtfertigen. Notwendig ist vielmehr eine rasche Umsetzung der bereits aufgezeigten „Strategie der zwei Geschwindigkeiten“ beim Erwerb der Herdenimmunität, also:

  1. besonderer Schutz der Alten und chronisch Kranken,
  2. zügige Normalisierung des Bildungs- und Wirtschaftslebens.

Der Normalisierungsprozess muss gerade wegen der Infektiosität des Virus und der begrenzten Intensiv-Kapazitäten in Krankenhäusern natürlich unterstützt werden durch Maßnahmen zur Verlangsamung der Verbreitung. Dies erfordert verstärkte Anstrengungen in denjenigen Bereichen, in denen die Bundesregierung seit Beginn der Krise bislang komplett versagt hat:

  1. Massive Aufrüstung von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen mit Schutzausrüstungen und Desinfektionsmitteln
  2. Totale Abkehr von der fatalen Desinformationskampagne hinsichtlich selbstgefertigter Schutzmasken und viruzidem Handgel in der Allgemeinbevölkerung.

Selbstgestrickte Schutzmasken sind erste Bürgerpflicht

Die sträfliche Vernachlässigung dieser beiden Maßnahmen, deren Einforderung durch die AfD in der historischen Bundestagsdebatte vom 5. März von den Regierungsparteien sowie den Grünen und der FDP als „Versuch der Spaltung der Gesellschaft“ niedergebrüllt wurde, macht wütend und fassungslos.

Seit Beginn der Pandemie wissen wir, dass es darauf ankommt, die Ausbreitung einzudämmen, gerade auch die Ausbreitung durch symptomlose Überträger! Selbstgestrickter Mund-Nasen-Schutz und viruzides Handgel sind weitaus besser als Nichtstun, um die Verbreitung durch symptomlose Überträger einzudämmen, gerade weil im Supermarkt das Händewaschen mit Seife und in der Straßenbahn die Einhaltung einer 2-m-Distanz komplett illusorisch ist.

Es ist beschämend, dass bis heute der Hausärzteverband die Patienten bitten muss, für Ärzte und Patienten Behelfs-Schutzmasken zu stricken. Die Bundesregierung hat den folgenreichen kompletten Stopp des Wirtschaftslebens verfügt, anstatt die einfachsten Maßnahmen zur Verlangsamung der Epidemie überhaupt anzudenken. Sie überlässt es der Sängerin Lena Meyer-Landrut, über die BILD-Zeitung die Bürger darüber aufzuklären, dass entgegen der Desinformationskampagnen von Regierung und Staatsfunk das Tragen selbstgestrickter Schutzmasken „erste Bürgerpflicht“ ist. Hätten wir die bisherige Zeit des Shutdown zum Stricken genutzt, so würde heute jeder Bürger über mindestens zwei Masken verfügen.