Blick in den Süden: Grüne an der Macht schließen Krankenhäuser

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Symbolfoto: Von Gorodenkoff/Shutterstock

Auch wenn die GrünInnen in den neuesten Umfragen bundesweit auf nunmehr 20 prozentigen Wähleranteil geschrumpft sind, tut das den ökolinken Lobhudeleien in den parteilichen Medien keinen Abbruch.

Von Hans S. Mundi

Das liegt auch daran, dass es die ideologischen Freunde bei ARD, ZDF, Spiegel, Stern, taz oder Süddeutscher Zeitung tunlichst vermeiden, die Grünen an der von ihnen geleisteten Arbeit KONKRET zu messen. Dabei wäre es doch ein leichtes, Grüne zwischen Anspruch und Realität zu überprüfen, da sie doch bereits in zweiter Legislaturperiode den Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg stellen. Dass grüne Realpolitik auch schon mal zwischen Korruption und Knast stattfindet, lässt sich allenfalls in einigen Tageszeitungen des Südens oder bei jouwatch nachlesen – im allgemeinen aber gilt für die ideologisch verorbene Medienmeute: Augen zu und durch!

In den kommenden Jahren müssen in Baden-Württemberg viele kleine Krankenhäuser schließen. Stattdessen sollen große, spezialisierte medizinische Zentren entstehen … Die Krankenhauslandschaft in Baden-Württemberg ist im Umbruch. Viele kleinere Häuser sind bereits geschlossen worden, so zum Beispiel in Südbaden die Krankenhäuser in Sankt Georgen und Furtwangen. Und in Lörrach soll ein Zentralklinikum entstehen, das vier bisherige Krankenhäuser ersetzen soll. Auch im Kreis Böblingen werden stationäre Kapazitäten im neuen Flugfeldklinikum gebündelt. Im Landkreis Waldshut soll ein Zentralklinikum entstehen – ebenso wie im Zollernalbkreis.“

Derzeit ist der Druck auf die Krankenhäuser im Süden noch gut auszuhalten, auch wenn das Pflegepersonal auch in Baden-Württemeberg sich längst am Rand der Belastungsgrenzen sieht. Dennoch reichen die Kapazitäten im Ländle noch um beispielsweise Corona-Patienten aus dem Elsaß aufzunehmen, denn am Oberrhein ist die Virus-Hölle los. Man kann nur mutmaßen, ob dieses eine wohl kalkulierte PR-Aktion der Grün-Schwarzen Landesregierung war um von der eigenen, höchst umstrittenen Gesundheitspolitik, welche vor allem von den Grünen massiv vorangetrieben wird, abzulenken. Tatsache ist, dass die Grünen nach dem Bildungswesen, welches mal im Schwarzwald Vorzeigecharakter hatte, auch andere Bereiche ideologisch schreddern und für akute Verschlechterungen der Lebensqualität der Baden-Württemberg sorgen – Diesel-Fahrverbote in Stuttgart, welche die Fahrer in den überfüllten öffentlichen Nahverkehr zwingen, benötigen auch keinen weiteren Kommentar.

Die Schließung der kleinen Standorte im Gesundheitswesen zugunsten einer Großraum-Kliniklandschaft, welche der gigantomanischen Apparate-Medizin Vorschub leistet, hätte so auch in der DDR geplant werden können. Das Zentrieren, die Kleinteiligkeit samt Indívdualität abschaffen, bessere Kontrolle in Verwaltungsmonstern, all das ist typisch sozialistische Gesellschaftsgestaltung, welche immer auf das Kollektiv ausgerichtet ist, auf Masse statt Klasse. Leider zieht die weitgehend kastrierte BaWü-CDU wie der Dackel an der Leine bei Kretschmann und Co. mit, den konservativ-bürgerlichen Geist hat man auch hier (unter Merkel) längst an der Garderobe des Landesparlamentes abgegeben. Der SWR veröffentlichte unlängst die Pros und Cons dieser Politik, die Beanstandungen sprechen für sich. Wehe, die Krise nimmt auch im Ländle italienische Dimensionen an, dann wird das grüne Klinikkonzept der Regierung in Stuttgart um die Ohren fliegen.

Contra Krankenhausschließungen

  • räumliche Nähe nicht mehr gegeben, stattdessen längere Wege
  • emotionale Komponenten: Patienten fühlen sich in größeren Krankenhäusern als „Nummern“, Krankenbesuche schwieriger
  • lange Fahrtwege für die Beschäftigten der jetzigen kleinen Häuser zu ihrem künftigen neuen Arbeitsort oder Wegzüge
  • Klinikpersonal auch außerhalb des Berufes wichtige Säule in der Stadtgemeinde, im Verein oder im Ehrenamt, bei Schließungen nicht mehr gegeben
  • Krankenhäuser ziehen weitere medizinische Einrichtungen an, auch das geht verloren“

„Da wo ein Krankenhaus ist, sind auch deutlich mehr niedergelassene Ärzte, deutlich mehr Therapeuten.“ Bruno Metz, Bürgermeister (CDU) in Ettenheim | Hier soll das Krankenhaus geschlossen werden.“