Corona hin oder her: Für den Thai-König macht man in Bayern schon mal eine Ausnahme

0
Tahi Kini (Bild: shutterstock.com/Von thanis)

Während der immer mehr entmündigte Bürger devot die Einschränkungen in Zeiten von Corona hinnimmt, sind manche Personen dann doch gleicher als andere. Wenn man König von Thailand ist, dann werden einem im bayerischen Garmisch-Patenkirchen die wegen des Virus fest verschlossenen Pforten eines Luxushotels via Erlass des Landratsamtes geöffnet.

Bayern hat bereits eine Bußgeldkatalog für Coronavirus-Verstöße erarbeitet. Nicht mehr erlaubt ist es somit Hoteliers, Gäste zu beherbergen. Das scheint jedoch nur für den stinknormalen steuerzahlenden Gewerbetreibenden im Gast- und Hotelgewerbe und bei ebenso stinknormalen Gästen zu gelten. Denn das superedle Vier-Sterne-Hotel „Grand Hotel Sonnenbichl“ im bayerischen Garmisch-Patenkirchen beherbergt momentan einen  Gast, für den man die allgemein geltenden Verordnungen gelockert hat. So soll das Luxushotel laut „Bild“ eine Sondergenehmigung beim Landratsamt beantragt haben, damit das Hotel für den thailändischen König Maha Vajiralongkorn – auch Rama X. genannt – geöffnet bleiben kann.

Auf Nachfrage bestätigte das Landratsamt, dass seine Hoheit Rama X. tatsächlich im Grand Hotel abgestiegen sei und das mit einer Sondererlaubnis. Der 67-jährige Rama X kam selbstredend nicht allein oder mit einer zweiten Personen aus dem Familienkreis – also just wie es dem niedrigen Bürger momentan erlaubt ist. Seine Hoheit hatte rund 20 Frauen plus Bedienstete  im Schlepptau. Genaues darüber, wieviele Leute sich da tummeln, wisse man aber – laut Bildzeitung – auch im Landratsamt nicht, das die Sondergenehmigung erteilt hatte.

Nicht nur Erika Steinbach, die Vorsitzende der Desiderius-Erasmus-Stiftung „hofft, dass es sich hier um eine Falschmeldung handelt“. Denn sonst, so die streitbare, ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete, mache sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) „völlig unglaubwürdig“. Wie waren die umjubelten Worte des im Aufbau befindlichen zukünftigen Kanzlerkandidaten nochmal?: Irgendwas mit „aus Sorge um die Bürger“ war es wohl.  (SB)