Virus, Recht & Wirtschaft: Der Balanceakt

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(Symbolbild:Imago/Zensen)

Sich darauf zu verlassen, daß stimmt, was uns von den Medien jeden Tag zur Covid 19-Pandemie erzählt wird, wäre naiv. Das macht es so schwierig, selbst Gewichtungen vorzunehmen. Es ist dem Laien schier unmöglich, sich ein Bild von der Sinnhaftigkeit der regierungsamtlichen Reaktionen auf die Pandemie zu machen. Gerade deshalb ist es wichtig, jeden anzuhören, der etwas dazu zu sagen hat. Input Welcome!

von Max Erdinger

Es ist ein alter Hut, daß das, was der Mensch zu meinen und zu finden beliebt, sehr an seinen persönlichen Präferenzen und Interessen hängt. Bezeichnenderweise vertritt kaum jemand die Ansicht, daß es sich bei seiner eigenen Person um einen Mitbürger mit einem sozialethisch fragwürdigen Charakter handeln könnte. Die Fehlerhaften sind immer die anderen. Diese Vorbemerkung soll ein kleiner Dämpfer sein hinsichtlich dessen, was in der folgenden Meldung vorkommt. Die Nachrichtenagentur dts meldet:

Frankfurt/Main – Alexander Dibelius, unter anderem gelernter Mediziner und Ex-Goldman-Sachs-Banker, warnt vor den Versprechungen der Berliner Regierung, die Folgen der Corona-Krise finanziell abmildern zu wollen. „Das Versprechen der Politiker, dass wir das Ganze ohne erheblichen Wohlstandsverlust bewältigen könnten, ist leider unseriös“, sagte der Top-Investor, der mittlerweile als Partner der britischen Private-Equity-Firma CVC tätig ist, dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). „In einer nachhaltigen und tiefgreifenden Rezession, die eine zwangsläufige Folge eines längerfristig verordneten Angebots- und Nachfrage-Schocks ist, wird sich bald herausstellen, dass das versprochene Geld nicht ausreichen kann.“
Für Dibelius „ist der akute Absturz der Weltwirtschaft mit all seinen Folgewirkungen“ der weit größere und gefährlichere Stresstest als Sars-CoV-2. Das Credo des Investors: „Besser eine Grippe als eine kaputte Wirtschaft.“ Stattdessen finde „gerade ein wahnsinniges soziales und gesellschaftspolitisches Experiment statt: Jahrhundertelang haben wir auf allen Ebenen für unsere individuelle Freiheit gekämpft, für Gesetze und Menschenrechte. Und auf einmal wird vieles davon einfach so quasi über Nacht weggewischt“, so Dibelius.

Das „deutsche Modell der Verzögerungsstrategie“ im Kampf gegen Corona werfe zudem „noch eine andere, utilitaristische Frage auf: Ist es richtig, dass zehn Prozent der – wirklich bedrohten – Bevölkerung geschont, 90 Prozent samt der gesamten Volkswirtschaft aber extrem behindert werden, mit der unter Umständen dramatischen Konsequenz, dass die Basis unseres allgemeinen Wohlstands massiv und nachhaltig erodiert?“ Der Finanzprofi hält nichts von der „derzeitigen, teilweise irrationalen Panik und den Hauruck-Strategien“ der Politik. Was ihn besonders überrascht: „Diskurse, die uns eigentlich stark machen, finden im Angesicht von Corona gar nicht mehr statt.“ Die neue Staatsdominanz sieht der Ex-Investmentbanker ebenso kritisch: „Wer nur mit genug Führungsanspruch auftritt und seine Ideen lang genug als alternativlos postuliert, könnte das Land künftig in Geiselhaft nehmen und jedes Ziel durchboxen, das gerade opportun scheint.“

Dibelius einzige Hoffnung: „Irgendwann wird ein abwägender Umgang mit den Konsequenzen des Shutdowns der derzeitigen, teilweise irrationalen Panik und den Hauruck-Strategien Platz machen und sich der Glaube an eine nachhaltig positive und sichere wirtschaftliche Zukunft durchsetzen. Ich hoffe nur, dass das nicht zu lange dauert, der Wendepunkt nicht zu tief und die bisherigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Errungenschaften nicht zu nachhaltig zerstört sind.(dts)

Im Grunde hängt alles an der Frage, wie gefährlich Covid 19 tatsächlich ist. Es gibt dutzende verschiedener Überzeugungen dazu, und momentan bedient sich auf dem demokratischen Meinungsmarkt jeder mit der Meinung, die ihm selbst, wenigstens tendenziell, am besten entspricht. Ein schier unaushaltbarer Zustand für jeden, der genau wissen will, was los ist.

Alles, was man tatsächlich tun kann, ist, empirisch vorzugehen, also Erfahrungswerte in einen Abgleich mit der gegenwärtigen Situation zu bringen, um ungefähr zu bestimmen, was tendenziell gebacken sein könnte.

Fakten

1. Das Weltwirtschaftssystem war schon vor der Coronakrise heftig angeschlagen. Die Staatsverschuldungen der einzelnen EU-Länder sind horrend, die EZB war mit Gelddrucken beschäftigt und über Minuszinsen lief bereits die schleichende Enteignung der Massen. Vor einem Weltwirtschaftscrash wurde bereits vor der Coronakrise gewarnt.

2. Die Demokratie befand sich in Deutschland schon vor der Coronakrise auf dem Rückzug. (NetzDG, „Faktenchecks“, MP-Wahl Thüringen, „Haßkriminalität“, „Haßsprache“ usw.usf.) Merkel hatte den Ruf einer Autokratin ebenfalls vorher schon.

3. Ein radikaler Systemwechsel wurde ebenfalls schon vor der Coronakrise immer lauter propagiert. „Liberaler Kommunismus“, „ökosozialistische Demokratie“ und dergleichen mehr waren auch vor der Coronakrise schon Themen in den Gazetten der Republik.

4. Der Coronakrise hängt unzweifelhaft das Gerüchlein an, sie sei nicht zufällig gerade jetzt eingetreten, da sie bei einem Crash der Weltwirtschaft bestens geeignet ist, Verantwortlichkeiten für den Crash zu verschleiern.

5. Da die Gefährlichkeit von Covid 19 eben deswegen, weil die Masse nicht wissen kann, wie hoch sie ist, auch nicht massenhaft bestritten werden kann, und weil deshalb keine Einigkeit in der Beurteilung der getroffenen Maßnahmen zu erzielen ist, läßt sich auch nicht mit Sicherheit sagen, daß sie getroffen worden seien, um Demokratie und bürgerliche Freiheitsrechte dauerhaft abzuschaffen.

6. Nichts würde ein Vertrauen in Politik und Medien rechtfertigen.

7.  Es gibt zweifellos Bestrebungen sehr einflußreicher „Philanthropen“, eine Neue Weltordnung (NWO) herbeizuführen. Ebenso zweifellos gibt es für deren Ideen viel Sympathie in gewissen politischen Kreisen – und vermutlich auch jede Menge Korrumpierter.

8.  Es ist nicht sicher, daß die Covid 19-Pandemie kein Mittel zum Zweck ist. Deshalb ist auch nicht sicher, daß überhaupt regierungsamtliches Interesse daran besteht, wirtschaftlich noch etwas zu retten.

9. Sicher ist, daß es so wie bisher auch nach der Krise nicht weitergehen kann.

10. Sicher ist, daß es schon länger Gerüchte über einen „heimlichen Krieg“ des sog. „Deep State“ gegen die Widersacher der NWO-Agenda gibt. Sicher ist, daß kurz vor der Coronakrise das Gerücht umging, die Verfechter der NWO stünden kurz vor einer Niederlage, ein unwiderlegbares Outing ihrer Methoden und die Nennung aller Korrumpierten unter den demokratisch Gewählten stehe bevor.

11. Sicher ist, daß Leute, die alles zu verlieren hätten, was sie an Macht, Reichtum und Reputation zusammengetragen haben, auch alles riskieren würden, um eben nicht alles zu verlieren. Sie würden vermutlich auch über Leichen gehen („Epstein didn´t kill himself“). Nicht sicher ist, daß die Coronakrise deswegen aus einer Art Torschlußpanik heraus kreiert worden ist, so sie überhaupt etwa anderes als eine natürliche Katastrophe wäre.

12. Schon lange zweifelhaft ist, daß Volksvertreter wirklich noch die Interessen des Volks vertreten. Unzweifelhaft ist, daß nicht wenige vom Gedanken der Schaffung einer besseren Welt besessen sind, anstatt sich um das zu kümmern, was tatsächlich ist. Seltsam ist, daß dann, wenn die Coronakrise ein unabwendbares Ereignis gewesen sein sollte, genau diese Hybris ad absurdum geführt worden wäre.

13. Sicher ist ebenfalls, daß sich in der Coronakrise bspw. gezeigt hat, wie überflüssig die EU tatsächlich ist. Ebenfalls sicher ist, daß Merkel bis zuletzt auf die EU geschworen hat. Nicht sicher ist, warum.

14. Sicher ist, daß man mit den als notwendig behaupteten Mitteln zur Erreichung eines behaupteten, weit entfernten Zieles, auch ein ganz anderes, näherliegendes Ziel erreichen kann, das vorher nicht genannt werden muß, um die entsprechenden Mittel zu erhalten.

15. Sicher ist, daß Uneinigkeit über die voraussichtliche Dauer der Pandemie herrscht.

16. Sicher ist, daß sich der derzeitige Ausnahmezustand nicht sehr lange aufrechterhalten läßt, ohne daß die ursprüngliche Bedrohungslage durch den Coronavirus vergleichsweise klein würde gegen die neue, wesentlich größere Gefahr, die während der Bekämpfung der Pandemie als deren Folge heranwächst.

17. Ganz sicher ist, daß es eine Menge Ungereimtheiten gibt. Trotz geschlossener Grenzen dürfen Asylsuchende einreisen. Trotz Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten wurden 6.000 deutsche Urlauber aus Ägypten in ihre Heimat ausgeflogen und bei ihrer Ankunft nicht auf den Coronavirus getestet. Es existiert offenbar noch immer eine Flugverbindung von Teheran nach Frankfurt, obwohl der Iran heftig von Covid 19 gebeutelt wird. Die ankommenden Fluggäste aus Teheran werden aber Augenzeugenberichten zufolge ebenfalls nicht getestet. An den Gepäckbändern stehen die Leute dicht an dicht. Es fehlt inzwischen selbst bei ambulanten Kranken- und Pflegediensten an Gesichtsmasken und Desinfektionsmitteln.

18. Sicher ist, daß die globalistische Ideologie im Moment vom Virus ad absurdum geführt werden würde, wenn der Virus tatsächlich ist, was er sein soll, und daß das wiederum mit der Vermutung kollidiert, es könnten Globalisten der NWO-Agenda gewesen sein, die ihn in die Welt gesetzt haben. Sollten sie ihn also in die Welt gesetzt haben, kann er unmöglich die Gefahr sein, als die er behauptet wird, sondern er würde lediglich ein kontrollierbares, zeitliches Fenster für grundlegende Veränderungen öffnen. In dem Fall wäre die Krise vorbei, sobald vollendete, irreversible Tatsachen geschaffen worden sind.

19. Sicher ist, daß die Coronakrise nicht nur solche Gesellschaften trifft, die seit Jahrzehnten auf Angst vor allem möglichen konditioniert worden sind (Ozonloch, Waldsterben, Aids, Weltklimawandel, Vogelgrippe, Schweinegrippe …), sondern auch andere.

Vorläufiges Resümee

Es ist vollkommen unmöglich im Moment, Vorhersagen zur weiteren Entwicklung zu machen. Es ist denkbar, daß bald eine andere Strategie verfolgt werden muß, will sagen, daß man den Virus wird „gewähren lassen“ müssen, weil alles andere noch viel schlimmer wäre. Das heißt, man würde alle besonders Gefährdeten strikt isolieren und den Rest dem Risiko einer Infektion aussetzen müssen. Ebenso denkbar ist, daß es sich bei der Pandemie in den Ausmaßen, wie sie dargestellt wird, um einen gigantischen mindfuck zur Erreichung ganz anderer Ziele handelt. In dem Fall wäre allerdings bereits jetzt alles entschieden und ein Ablaufplan wäre einigen Wenigen bekannt.