Brand in Flüchtlings-Zentrum auf Lesbos: Jetzt sind auch Palästinenser „Rechtsextreme“

0
Wilde Flüchtlingscamps auf Lesbos (Foto:Imago)

Nicht etwa griechische oder auswärtige Nationalisten, sondern aus Athen angereiste Provokateure sorgten auf Lesbos für Chaos – inklusive Brandstiftung und Randale. Ein Gemeinschaftszentrum für 1.500 Flüchtlinge wurden in Schutt und Asche gelegt. Die Berichterstattung machte „Rechtsextreme“ für die Angriffe verantwortlich. Tatsächlich handelte es sich um Palästinenser.

Bevor Corona jäh die tagespolitischen Themen ablöste und die Situation der medial dauerbedauerten Flüchtlinge in Griechenland aus dem Blickfeld gehörte, war das Auftauchen Identitärer und angeblicher „Rechtsextremer“ im griechisch-türkischen Grenzgebiet ein Skandalthema deutscher Journalisten.

Nachdem vor zwei Wochen das Gemeinschaftszentrum „One Happy Family“ auf Lesbos in Flammen aufgegangen war – eine Kombination von Café, Schule, Bibliothek und Friseursalon -,  gelang es der Polizei, drei Täter festzunehmen. Welche Überraschung: Es handelte sich um Palästinenser, die offenkundig von Hintermännern aus Athen als Provokateure auf Lesbos gesandt worden.

Agents Provocateurs aus Athen

Die drei mutmaßlichen Brandstifter wurden anhand Auswertung von Videomaterials identifiziert und sodann festgenommen. Dies hatten zuvor die Nachrichtenagentur ANA-MPA sowie das griechische Staatsfernsehen vermeldet.

Für deutsche Medien waren die gezielten Attacken der Palästinenser natürlich automatisch „rechte“ Übergriffe – es ging ja gegen Flüchtlinge. „n-tv“ kommentiert: „In den vergangenen Wochen ist es auf Lesbos immer wieder zu Gewalttaten Rechtsextremer gekommen. Aus Polizeikreisen hieß es, die drei Männer stammten aus Palästina.“ Seit wann Palästinenser und Rechtsextreme am selben Strang ziehen, bleibt vermutlich das Geheimnis der verantwortlichen Redakteure. (DM)