Es geht los: Banken begrenzen Bargeldausgabe

0
Geld abheben (Bild: shutterstco.com/totojang1977)

Einige Banken haben – nachdem aktuell viel Bargeld von den Konten abgehoben wird – die Auszahlungen limitiert. Angeblich wolle man die Versorgung für die Bevölkerung sichern und Kunden vor „Risiken“ schützen.

Einige Banken und Sparkassen haben anscheindend ihre Grenzen für Barabhebungen gesenkt. Die FAZ beruft sich hier auf Leser, die davon berichten, das es nicht möglich gewesen sei, bei ihrem Institut Beträge von 10.000 Euro oder mehr zu bekommen. Als Beispiel nannte die Zeitung Banken in Hamburg, Heidelberg, Stuttgart und Nordrhein-Westfalen. 

Nachdem der Publikumsverkehr in den Bankfilialen eingestellt wurde, war es an den Automaten ebenfalls nicht möglich, mehr als 1000 Euro abzuheben. Die Banken geben als Grund für die Begrenzung zum einen Sicherheitsgründe an – wobei sich hier die Frage stellt, ob es Aufgabe einer Bank ist, darüber zu befinden. Zum anderen wolle man Engpässen vorbeugen.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband-Kochfeld teilt auf Nachfrage der FAZ mit, der Verband gebe seine eigenen Sparkassen keine Empfehlungen zu Obergrenzen für Bargeldabhebungen. Die Bargeldversorgung werde erhalten bleiben, es werde keine Engpässe geben und die Infrastruktur werde auch intakt bleiben, heißt es.

Auch die Deutsche Bundesbank hatte am Dienstag hervorgehoben, ihre Tresore seien gut gefüllt, die Menschen müssten sich keine Sorgen machen, dass das Bargeld knapp werden könnte.

Wie es scheint, fehlt auch hier vielen Bürgern der Glauben in die Verantwortlichen. In der zurückliegenden Woche war bis Wochenmitte die Nachfrage nach Bargeld in Deutschland fast doppelt so hoch gewesen, wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, berichtet die FAZ. Am Donnerstag habe sich der Aufwärtstrend der Bargeldauszahlungen dann allerdings stabilisiert, am Freitag seien Auszahlungen rückläufig gewesen, heißt es im wohlbekannten Beruhigungsjargon. (BS)