Politische Entschärfung bei DSDS: Pflegeleichter Silbereisen ersetzt Xavier Naidoo

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Silbereisen in Action - jetzt in der Jury (Foto:Imago/3SPhotography)
Endlich ist die von Political Correctness gerissene Lücke in Deutschlands nervigster Fernsehjury wieder geschlossen: Florian Silbereisen übernimmt die Rolle des geschassten Xavier Naidoo. Damit rückt ein berechenbarer, unpolitischer Gewährsmann der Spaßgesellschaft nach, von dem keine Kritik an der Regierungspolitik und erst recht am Fehlverhalten sogenannter Flüchtlinge zu befürchten ist.

Nachdem Naidoo den fatalen Fehler gemacht und in Wahrnehmung seiner künstlerischen und Meinungsfreiheit auf Instagram einen Kurzclip über Migrantengewalt veröffentlicht hatte, was ihn den Job kostete, saßen Dieter Bohlen, Pietro Lombardi und Oana Nechiti in der ersten Liveshow nur zu dritt in der berühmten Jury – bis jetzt. Wie RTL mitteilte, wurde von Bohlen persönlich verkündet: Schlagerstar Florian Silbereisen rückt nach. Ein stilistisch und vom Persönlichkeitstyp her kaum größer denkbarer Kontrast zu Naidoo.

Zeitweise war sogar „Der Wendler“ im Gespräch gewesen. Jetzt wurde es Silbereisen. Erstaunlich: Ein Heimatsänger, mit „volkstümlicher“ Musik (Achtung, Konnotation „völkisch“!) bekanntgeworden, wäre unter normalen Umständen als Juror wohl weit stärker verdächtig, der Phobie gegen „neurechts“ zum Opfer zu fallen, als ein von der Abstammung her multikulturell-„diverser“, dunkelhäutiger Singer-Songwriter.

Doch in diesen Zeiten ist außer „Haltung“ die politische Zuverlässigkeit, die Kontrollierbarkeit noch wichtiger. Man will keine unbequemen Querdenker und keine Zeitbomben wie den ehemaligen Söhne-Mannheim-Frontmann. (DM)