Ultra-Feindbild als Hoffnungsträger: Hopp stellt Impfstoff für Herbst in Aussicht

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Dietmer Hopp, SAP-Gründer und Multimilliardär, wendet sein Vermögen für wertvolle Forschung auf (Foto:Imago/Simon)

Vielleicht versinken die Widerlinge der deutschen Ultraszene im Fußball, die Dietmar Hopp jahrelang den Tod an den Hals wünschten, bald vor Scham im Boden, wenn dieser mit seinen neuesten ermutigenden Äußerungen Recht behalten sollte: Gestern Abend erklärte Hopp – unter anderem auch Haupteigentümer des Tübinger Biotec-Unternehmens „CureVac“, gegenüber „Bild„, es sei vielleicht schon im Herbst mit einem Corona-Impfstoff zu rechnen.

Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen“, so Hopp. Aufgrund des enormen Drucks geht er von einer unbürokratischen, raschen Genehmigung durch die Behörden aus – „schneller als in anderen Fällen. Wir wären also in der Lage, den Impfstoff im Herbst zu liefern“, so der Investor und Mäzen.

Hopp, der in philanthropische Projekte und Investitionen in Bildung, Sport und Kultur 800 Millionen Euro seines Privatvermögens ausgeschüttet hat, Unsummen für die medizinische Forschung spendet und vor allem an diversen medizinischen Unternehmungen Beteiligungen hält, war seit jeher von der Immunologie fasziniert, was auch sein frühes Engagement bei CureVac erklärt. „Ich war davon fasziniert, dass der Mensch seine Krankheiten mit körpereigenen Mitteln bekämpfen kann, ohne Chemie“, so der Milliardär gegenüber „Bild“.

Hopps Unternehmergeist und Gemeinsinn erweisen sich als lebensrettende Glückfälle

Dass das Thema durch die weltweite akute Pandemie, die aktuell alle übrigen Probleme vergessen lässt, zu solcher Aktualität gelangen würde, wusste Hopp dabei freilich selbst nicht. Bisher stand eher die Bekämpfung von Krebserkrankungen mit individuellen Therapien im Vordergrund, durch die das Immunsystem in die Lage versetz wird, den Krebs zu bekämpfen, so „Bild“; die Grundlagenforschung erweist sich nun als Glücksfall. Zurückgreifen können die Tübinger Wissenschaftler bei der Entwicklung eines künftigen Coronavirus auf einen neuartigen Impfstoff gegen Tollwut.

Wenn CureVac, was zu hoffen steht, der Durchbruch gelingt, gebührt vor allem der Person Dietmar Hopp großer Dank, der sich damit um die Menschheit und vor allem sein Heimatland einmal mehr verdient gemacht hat. Das wird hoffentlich auch in deutschen Fußballstadien nicht vergessen, wenn diese irgendwann wieder einmal gefüllt sein werden. (DM)

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