Endlich: Bespaßer Klaas Heufel-Umlauf ist wegen Fake-News seinen Journalistenpreis los

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Klaas Heufel-Umlauf (Bild: Superbass ; siehe Link; CC BY-SA 4.0)

Weil Klaas Heufel-Umlauf Fake-Videos nicht als solche kennzeichnete, sondern seinem devoten Gutmenschen-Spaßpublikum als real andrehte, zog die Jury nun „Konsequenzen“ und aberkannte dem Star der billigen Unterhaltung den verliehenen „Journalistenpreis“. Mr. Doppelname hauchte ein „Mea Culpa“ und die Rechtfertigung, es habe sich um „Unterhaltung“ gehandelt, daher. Na dann ist ja alles gut.

Klaas Heufel-Umlauf ist nun doch nicht „Journalistinnen und Journalisten des Jahres“. Der tolle Preis des Branchenmagazin „Medium Magazin“ wurde dem Moderator Mitte Februar an die Gutmenschenbrust geheftet und nun – wegen deftiger Fake-News – wieder abgenommen. Zur Preis-Aberkennung vermeldete das Magazin, das Format „Late Night Berlin“ habe „in einigen Beiträgen Authentizität nur vorgetäuscht und auf die notwendige Transparenz verzichtet“. Solche „Fakes“ schadeten dem Journalismus und vertrügen sich nicht mit den journalistischen Kriterien, die der Auszeichnung zugrunde lägen.

Das öffentlich-rechtliche Reportageformat „STRG_F“ des NDR erhob als erstes Vorwürfe gegen Heufer-Umlauf und seinen Kollegen Joko Winterscheidt. In ihren TV-Einspielfilmen würden sie offenbar Schauspieler einsetzen, obwohl Ereignisse als spontan und echt dargestellt würden. Als ein Beispiel nannten die Ankläger einen angeblichen Fahrraddiebstahl in der Sendung „Late Night Berlin“ , die von Heufer-Umlauf auf ProSieben präsentiert wird.

Heufel-Umlauf, mindestens so „witzig“ wie Jan Böhmermann und ebenso phantasiebegabt wie sein Namensvetter Claas Relotius, hat sich jedoch schon für seine Betrügereien entschuldigt. Es gehe ja in seinen Klamauk-Sendungen gar nicht um klassischen Journalismus, sondern um Unterhaltung. Das Ziel werde verfolgt, Witze möglichst gut zu erzählen, zu unterhalten und abzulenken – und das sei auch genau gut so, meint der 36-Jährige. Warum er dann überhaupt einen „Journalistenpreis“ angenommen hat, mag auf ewig sein Geheimnis bleiben.

Der hauptberufliche Bespaßer kennt sich jedoch nicht nur im Fake-News-Geschäft bestens aus. Heufel-Umlauf ist einer der mutigsten Kämpfer in vorderster Front, wenn es darum geht, jeden noch so peinlichen SPD-Kanzlerkandiaten – ob Martin Schulz oder Peer Steinbrück – zu unterstützen. Der Spaßvogel ist mit dabei. Geht es darum, gegen die AfD zu keilen oder diesem Land möglicht viele neue Mitbürger zu bescheren, dann zögert Heufel-Umlauf keine Millisekunde. So sammelte er bei seinem tief ergebenem links-grünen Puplikum 300.000 Euro für die sogenannte Seenotrettung ein, um einen Schlepper aufs Mittelmeer zu bekommen. Allein: Der Kahn wurde nie fertig und kam nie zum Einsatz. Das gleiche Theater zog Heufel-Umlauf mit dem öffentlich-rechtlichen Pausenclown Jan Böhmermann dann nochmal Anfang 2019 durch, um für die Schlepperkönigin Carola Rackete und den Verein „Sea-Watch“ Geld einzusammeln. Wer braucht da noch einen Journalistenpreis? (SB)

 

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