Das Virus ist für die EU eine tödliche Gefahr

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Foto: Collage

Viele brav steuerzahlende Bürger fragen sich schon lange, was der ebenso gigantische wie hochprivilegierte bürokratische Apparat der EU in Brüssel mit den hohen Milliardenbeträgen veranstaltet, die ihm vor allem aus Deutschland zufließen. Die Antwort gibt jetzt die Virus-Krise in brutalster Deutlichkeit: Nicht das, was in der Not notwendig ist. Denn die EU handelt in dieser Krise chaotisch, unkoordiniert und kopflos. Deshalb versucht jeder Mitgliedsstaat, irgendwie halbwegs heil aus einer Situation zu entkommen, für die Heerscharen extrem hochbezahlter Beamter samt Beraterarmeen offenbar keinerlei Pläne vorgesehen haben.

Von Wolfgang Hübner

Zwar unterscheidet sich das nicht von der Situation in Berlin und anderen Hauptstädten der EU. Das macht dieses Versagen allerdings deshalb noch lange nicht besser oder akzeptabler. Es gibt jedenfalls einen sehr wesentlichen Unterschied zwischen den Einzelstaaten und der EU: Erstere werden, egal in welchem Zustand, mit Sicherheit auch nach der Krise existieren. Für die EU ist dann jedoch selbst die kurz- und mittelfristige Perspektive sehr ungewiss. Das ist nicht nur die Folge eines schweren Vertrauensverlustes in die Handlungsfähigkeit eines ökonomisch so ungleichen Staatenverbunds, der in sich in der Krise als alles andere als eine „Gemeinschaft“ erweist.

Noch viel negativer für die EU wird sich die katastrophale Lage des großen Mitgliedsstaates Italien erweisen. Schon vor der Krise war das schöne Land ökonomisch sehr angeschlagen, diese Lage hat sich wegen der besonders harten Heimsuchung Italiens dramatisch verschärft. Auch um Spanien, das so sehr auf den Tourismus als Einnahmequelle angewiesen ist, steht es wieder schlecht. In der augenblicklichen Paniksituation werden die Folgen dieser Schwächung vieler EU-Staaten noch nicht genügend wahrgenommen. Doch das dürfte sich bald auch in Deutschland ändern.

Denn nach Beendigung der Krise wird auch der Hauptfinanzier und die stärkste Ökonomie der EU, nämlich Deutschland, sehr gerupft sein. Die sogenannte „Griechenland-Rettung“ wird ein Kinderspiel gewesen sein im Vergleich zu den Herausforderungen, die dann die EU und Deutschland erwarten. Selbst die finanziellen Reserven hierzulande werden nicht entfernt ausreichen, um nicht nur die verwundete eigene Ökonomie zu pflastern, sondern Italien sowie womöglich auch noch Spanien und andere EU-Staaten vor Staats- und Finanzkrisen zu bewahren.

Der politisch-mediale Machtkomplex in Deutschland wird es nach aller Erfahrung nicht scheuen, die eigene Bevölkerung unter lügnerischen Hinweis auf die angeblich unerwartete „Macht der Virus-Krise“ bluten zu lassen für die Rettung der EU. Davor sei an dieser Stelle schon einmal eindringlich gewarnt.
Das Thema EU und die Krisenfolgen dürfte uns in den nächsten Monaten trotz der Schönrednerei und der Ignoranz der konformistischen Merkel-Medien weit mehr beschäftigen als es derzeit den Anschein hat.

Die immer tollwütigeren Angriffe gegen die einzige EU-kritische Partei AfD lassen darauf schließen, dass die herrschenden Kreise in Deutschland das bereits weit mehr realisiert haben als die breite, von ARD, ZDF, FAZ & Co. desinformierte Öffentlichkeit.