XR-Aktivisten verzweifelt: Corona ist wichtiger als Planetenerhitzung

0
Foto:Von vinny085/shutterstock

Die großen Zeiten sind vorbei. Um die Wärmegegner von Extinction Rebellion (XR) ist es in Corona-Zeiten still geworden. Zu still, finden die Weltverbesserer und überlegen sich neue, spektakuläre Aktionen. Von Selbstmord bis Hungerstreik reichen die Vorschläge zur Planetenentlastung. Ob es Freiwillige gibt, ist hingegen noch unklar. 

Regelrecht verzweifelt diskutieren die Hitze- und Altengegner die Möglichkeiten, wieder in den Fokus der Medienöffentlichkeit zu gelangen. In Großbritannien gehören zu den geplanten Taktiken: Selbstmord in der Öffentlichkeit begehen (möglicherweise auf dem nächsten Klimagipfel der Vereinten Nationen in Glasgow im Laufe dieses Jahres); Hungerstreik bis zum Tod; das Parlament grün streichen; Ampeln schwarz sprühen; Blockade aller Bahnhöfe, Flughäfen und Autobahnen sowie „Leute erschrecken“.

Dies seien einige der Maßnahmen, die in einem durchgesickerten XR-Diskussionspapier mit dem Titel „Wichtige Ergänzungen zur Aktionsstrategie“ vorgeschlagen wurden. Sie würden auf einer Liste unter der Überschrift „Top-Ideen aus den Sitzungen“ stehen, berichtet Breitbart.

Die radikalen Ideen scheinen die Antwort auf die innerhalb der Bewegung aufkommende Sorge zu sein, die Öffentlichkeit sei mittlerweile gelangweilt oder gar erbost angesichts der bisherigen radikalen Possen. Im vergangenen Oktober hatten wütende Pendler in London die Besetzung eines U-Bahnwaggons durch die Klimaerwärmungsgegner beendet – sie zerrten die „Rebellen“ kurzerhand vom Dach des Zuges.

Die Bilder seien „wohl problematisch“ für die Bewegung gewesen. Solche „unpopulären Aktionen“ würden eher zur „Entfremdung“ mit der Öffentlichkeit führen. Insgesamt verfüge man einfach über „zu wenig Anhänger, um die gesteckten Ziele durch zivilen Massenungehorsam zu erreichen“, jammert man mittlerweile in XR-Kreisen.

Um zu ergründen, was bei den Mainstreammedien gut und was weniger ankommt, sollen Gespräche mit Journalisten geführt worden sein. Dabei kam heraus: Die U-Bahn Aktion war wohl eher ein Schuss in den Ofen. Insgesamt würden lustige, positive Aktionen besser aufgenommen als Untergangs- und Verzweiflungsphantasien.

Auch eine erneute Verkehrs-Blockade Londons würde heute weniger Medieninteresse wecken – es sei denn, sie sei noch größer. „Auf der Straße zu sitzen“ sei nicht mehr genug, so das Fazit der britischen XR-Jünger. Deshalb denken einige Erdretter über aufsehenerregende Aktionen wie Selbstmord oder andere heldenhafte Opferungstaten nach, doch auch hier fehlt es offenbar an Freiwilligen.

Die größte Konkurrenz macht den Öko-Notfall-Spezialisten ein reales Problem: Das Corona-Virus – eine echte und greifbare Bedrohung für viele Menschen in Europa. Gegen die augenblickliche Massenpanik, das Leiden und Sterben der Betroffenen, kommt wohl auch kein gutgemeinter XR-Selbstmord mehr an. (MS)

 

 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram