WELT-Lüge über Trumps „Angriff auf CureVac“ implodiert

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Die Vizepräsidentin des EU-Parlamentes beleidigt den US-Präsidenten mit Fäkalsprache

jouwatch hat es zuerst gemeldet: Die Meldung der „Welt am Sonntag“, wonach Donald Trump das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac für eine Milliarde Dollar kaufen und einen Corona-Impfstoff exklusiv für Amerika sichern wolle, ist eine glatte Lüge. Die „Welt“ legte gestern sogar nach.

von Collin McMahon

Tichy’s Einblick bestätigte die jouwatch-Meldung: Das Tübinger Pharmaunternehmen dementierte das Gerücht. „Wir wissen nichts davon“, sagt CureVac-Sprecher Thorsten Schüller auf Anfrage. „Uns hat niemand ein Angebot unterbreitet. Auch die US-Regierung hat die Behauptung schon dementiert.“

Innenminister Horst Seehofer hatte am Sonntag das Gerücht bestätigt, so Tichy’s Einblick. Seehofer sagte, mehrere Kabinettskollegen hätten ihm gesagt, die Falschmeldung träfe zu. „Ich weiß nicht, woher Herr Seehofer diese Informationen hat“, so CureVac-Sprecher Schüller gegenüber TE. Auch Katharina Barley und Alice Weidel saßen dem Märchen auf.

CureVac-Investor Dietmar Hopp hatte das Gerücht eifrig befeuert, indem er so tat, als hätte er ein Angebot von Trump abgelehnt. Hopp hat in der vergangenen Woche als SAP-Großaktionär vermutlich enorme Verluste am Aktienmarkt erlitten, ein plötzlicher Run auf CureVac-Anteile käme ihm möglicherweise in diesen Tagen entgegen. Hopp ist unter Fußballfans wegen seiner ruppigen Methoden beim Aufbau des ehemaligen Regionalligisten TSG Hoffenheim bereits sehr umstritten.

Viele Medien übernahmen ungeprüft Hopps Anschuldigungen gegen die US-Regierung und lobten den rabiaten Investor als „solidarisch“: „Wenn es uns hoffentlich bald gelingt, einen wirksamen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln, soll dieser Menschen nicht nur regional sondern solidarisch auf der ganzen Welt erreichen, schützen und helfen können“, inszenierte sich Hopp, einer der reichsten Männer Deutschlands, als Retter der Menschheit. Hopp sei allerdings nicht operativ bei CureVac tätig, sondern nur als Investor, teilte CureVac Firmensprecher Thorsten Schüller Tichy’s Einblick mit.

Kurz nach der explosiven Skandalmeldung verkündete die EU-Kommission, CureVac mit 80 Millionen Euro bei der Impfstoffforschung unter die Arme greifen zu wollen.

Auch auf Twitter wies CureVac die Berichterstattung über angebliche Verkaufspläne zurück:

„CureVac hat weder vor noch während eines Treffens im Weißen Haus am 2.3. ein Angebot der US-Regierung oder anverwandten Organisationen erhalten. CureVac weist alle derartigen Behauptungen zurück.“

Sogar das SPD-nahe „Recherchenetzwerk Deutschland“ musste einräumen, dass die Geschichte vermutlich eine Ente ist:

„Auch die Sprecher der Bundesministerien ruderten bei ihrer turnusgemäßen Pressekonferenz am Montagmittag kräftig zurück. Sie könne nicht sagen, ob es Übernahmeversuche seitens Amerikaner gegeben habe, teilte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums mit. “Ich habe keine ausreichenden Informationen, um das beantworten zu können.” Seehofers Sprecher hielt sich ebenfalls bedeckt. Angesprochen auf die Quellen aus der Bundesregierung, von denen sein Chef am Vortrag berichtet hatte, sagte er lediglich: “Dazu kann ich keine näheren Angaben machen.”

Am Montag wiederholte die „Welt“ ihre Falschmeldung und fabulierte von einem „unmoralischen Angebot“ des US-Präsidenten Trump, „seinem Land Exklusivrechte an einem Impfstoff gegen Covid-19 zu sichern“. „Der Fall sollte Deutschland zu denken geben – und es aufrütteln“, schrieb Anja Ettel, die damit vermutlich auch den USA zu denken gibt, was das weitere Verhältnis zu Berlin angeht.

Dabei erwähnte die ehemals konservative Springer-Zeitung die Dementis von CureVac oder dem US-Botschafter mit keinem Wort. Die Falschmeldung war am Wochenende laut Meedia die meistgeklickte Meldung in Deutschland, mit 151.900 Facebook- und Twitter-Interaktionen. Das “manager magazin” kam zudem laut Meedia auf 85.400 Klicks.

UPDATE: Am Dienstag 17.3. um 19:27, eineinhalb Stunden nach Veröffentlichung dieser Meldung auf jouwatch, musste die WELT in einem neuen Bericht nun einräumen, dass an der Geschichte „vieles unklar“ sei, die „Fragen aufwirft“, welche aber „die US-Botschaft ebenso wie CureVac dementierten“. Die WELT sprach nun nur noch von „Ungereimtheiten“ und „Rätseln“ in Bezug auf ihre offensichtliche Falschmeldung.

Eine Entschuldigung sieht anders aus, liebe WELT.

 

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