Hamsterkäufe: Lage in deutschen Supermärkten spitzt sich zu

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Coronavirus in den USA, Hamsterkäufe in Los Angeles March 14, 2020, Los Angeles, California, U.S: Shoppers exit a Costco warehouse with carts full of toilet paper, water and other supplies on Saturday, March 14, 2020, in City of Commerce, California. Los Angeles U.S. - ZUMAc68 20200314zafc68016 Copyright: xRingoxChiux

In Zeiten solcher Krisen, wie jetzt bei der Coronavirus-Pandemie, zeigen sich der Zusammenhalt der Gesellschaft und natürlich der Ego-Wahn einiger Zeitgenossen. Hamsterkäufe – ein Phänomen, dass sich besonders im Westen der Republik bemerkbar macht, dort, wo sich die Solidargemeinschaft schon aufgelöst hat – während man im Osten noch gelassen ist und auch mal an seine Nachbarn denkt.

Nachdem immer mehr Städte und Landkreise umfangreiche Versammlungsverbote erlassen und alle Bundesländer die Schulen schließen, haben viele Deutsche den Samstag für umfangreiche Hamsterkäufe genutzt. Während Nudeln, Klopapier und Desinfektionsmittel schon seit Wochen knapp sind, weitet sich die Angebotsknappheit nun auch auf Toastbrot, Kartoffeln, Zwiebeln und H-Milch aus. Mehl wird ebenfalls schon seit einigen Tagen stark nachgefragt, Hefe war am Samstag mancherorts nicht zu bekommen.

Eine dts-Reporterin berichtete am Samstag von einem Supermarkt in Berlin-Kreuzberg, der nur eine bestimmte Anzahl an Kunden in den Laden ließ, während sich vor der Tür eine Schlange bildete. Solche Zustände sind in Italien schon seit Tagen die Regel. Unterdessen stieg am Samstag die Zahl der in Deutschland bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus bis 19 Uhr auf mindestens 4.320. Das sind „nur“ knapp 20 Prozent mehr als am Vortag um die Zeit, viele Stände und Landkreise meldeten am Samstag aber keine neuen Zahlen.

Meldungen über neue Corona-Todesopfer gab es nicht. Damit bleibt es bei 8 Fällen in Deutschland, die Mortalitätsrate bleibt bei 0,2 Prozent. Zum Vergleich: In China sterben laut offiziellen Zahlen 4,0 Prozent der Infizierten, in Italien 6,8 Prozent.

Eine Horrormeldung kommt aus Osnabrück. In einem Supermarkt kam es lauf MZ zu einer Rauferei, weil ein Mann beim „Hamsterkauf“ 50 Packungen Mehl in seinen Einkaufswagen gepackt hatte. Doch an der Kasse war dann Schluss. Der Irre wurde freundlich aber bestimmt gebeten, sich auf 20 Packungen zu reduzieren, weil für die anderen auch noch was übrig bleiben sollte. Der 41-Jährige sah das aber nicht ein und so kam es zur Streiterei, die dann in einer Rauferei endete. Die Polizei wurde gerufen, die 50 Packungen Mehl blieben im Geschäft.

 

 

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Kalle Blomquist
Gast
Kalle Blomquist

Warum soviel Toilettenpapier? Wenn man nichts zu fressen hat, braucht man auch nicht schei…n