Eine positive Nachricht: Corona-Test bei Trump negativ

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Foto: Donald Trump (über dts Nachrichtenagentur)

 Washington – Die Welt kann aufatmen (Ironie off). Der Test bei US-Präsident Donald Trump auf das Coronavirus ist nach Angaben seines Arztes Sean Conley negativ ausgefallen. Das berichteten am Samstag (Ortszeit) US-Medien. Trump hatte sich einem Test unterzogen, weil er letzte Woche Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro getroffen hatte.

Ein enger Mitarbeiter Bolsonaros, der in den USA mit dabei war, war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Brasilianische Medien hatten berichtet, auch bei Bolsonaro sei ein erster Test positiv ausgefallen, was dieser aber dementierte.

Hier weitere Meldungen zu diesem Thema:

Fake News?: Trump will Corona-Experten aus Deutschland abwerben

Zwischen den USA und Deutschland kommt es wegen der Corona-Krise zu einer indirekten, aber handfesten wirtschaftspolitischen Auseinandersetzung. US-Präsident Donald Trump versucht angeblich laut eines Berichts der „Welt am Sonntag“, deutsche Wissenschaftler, die an einem potenziellen Corona-Impfstoff arbeiten, mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken, oder wenigsten ein solches Medikament exklusiv für sein Land zu sichern. Der US-Präsident biete einer spezialisierten Tübinger Firma angeblich einen hohen Betrag, um sich deren Arbeit exklusiv zu sichern, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise.

Trump tue alles, um einen Impfstoff für die USA zu bekommen. „Aber eben nur für die USA“, heißt es in Berlin. „Die Bundesregierung ist sehr daran interessiert, dass Impf- und Wirkstoffe gegen das neuartige Corona-Virus auch in Deutschland und in Europa entwickelt werden“, bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der „Welt am Sonntag“.

„Diesbezüglich ist die Regierung in intensivem Austausch mit der Firma.“ Deutschland, so ist in Berlin zu hören, versuche das Unternehmen mit finanziellen Angeboten zu halten. Das Unternehmen selbst lehnte die Beantwortung von Fragen ab, schreibt die „Welt am Sonntag“.

Verteidigungsministerin hält Bundeswehr für einsatzbereit

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hält die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr für die Landes- und Bündnisverteidigung auch in der Corona-Krise für gewährleistet. „Wir planen auf allen Ebenen so, dass wir alle kritischen Bereiche sicher abdecken könnten – auch das, was an Amtshilfe auf uns zukommt“, sagte Kramp-Karrenbauer der „Welt am Sonntag“. Man habe „gerade auch unsere Reservisten aufgerufen, sich zu melden, um in den Bundeswehrkrankenhäusern und der Sanität mit zu unterstützen“.

Was immer jetzt gebraucht werde. Bereits jetzt leiste die Bundeswehr mit ihrem Beschaffungsamt Amtshilfe für das Bundesgesundheitsministerium, verhandele und schließe Verträge. Sie beschaffe Atemmasken, Schutzanzüge, Medikamente.

„Wir stellen Lagerkapazitäten zur Verfügung, medizinisches Personal zur Verstärkung der zivilen Kräfte und Laborkapazitäten.“ Kramp-Karrenbauer sagte, dass es bis Freitagabend 120 begründete Verdachtsfälle und 18 bestätigte am Corona-Virus Erkrankte gebe. „Jeder gemeldete Fall wird sofort isoliert, wenn möglich auch alle Kontaktpersonen“, sagte die Verteidigungsministerin der „Welt am Sonntag“.

Kantar/Emnid: Union gewinnt in Corona-Krise, Grüne verlieren

Die Union gewinnt in der Corona-Krise deutlich an Zustimmung. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Kantar wöchentlich für „Bild am Sonntag“ erhebt, legen CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte zu und kommen nun auf 26 Prozent. Die Grünen hingegen verlieren einen Prozentpunkt und kommen auf 21 Prozent.

Auch die Linkspartei verliert einen Punkt und kommt auf 8 Prozent. Alle anderen Parteien verzeichnen keine Veränderung: Die SPD bleibt stabil bei 17 Prozent, die AfD bei 14 Prozent und die FDP bei 7 Prozent. Die sonstigen Parteien kommen wie in der Vorwoche auf 7 Prozent.

Befragt wurden insgesamt 1.414 Menschen im Zeitraum vom 4. bis zum 11. März 2020. Frage: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?“

Infektiologe Fätkenheuer begrüßt nun doch Schulschließungen

Der Leiter der Infektiologie an der Uniklinik Köln, Gerd Fätkenheuer, hat im Zuge der Corona-Krise seine Haltung zu Schulschließungen noch einmal geändert. „Alle Bestrebungen müssen darauf ausgehen, dass wir eben diesen Punkt, dass wir nicht mehr reagieren können, nicht erreichen“, sagte Fätkenheuer am Samstag dem Deutschlandfunk. Er begrüße nun Schulschließungen und eine „Notbetreuung von Kindertagesstätten“, um Kinder von medizinischem Personal versorgen zu können.

„Das ist einfach eine so dynamische Situation, wie wir sie bisher noch nie erlebt haben. Da ist man selbst als Experte, der sich damit ständig auseinandersetzt, immer jeden Tag neu vor die Frage gestellt, was ist heute richtig“, sagte der Infektiologe, der bis vor Kurzem noch gegen Schulschließungen war. Das Wichtigste sei momentan „eine ausreichende Bereitstellung von Schutzmaterialien“.

Das sei ein großes Problem, „gerade im Niedergelassenen-Bereich klagen ja viele Ärzte, dass sie gar nichts haben“. Auch in vielen Kliniken sei die Ausrüstung knapp oder teilweise auch nicht mehr ausreichend vorhanden, Desinfektionsmittel fehlten teilweise. „Das muss ganz dringend sichergestellt werden, sodass man hier gar nicht erst überlegen muss, wem gebe ich jetzt eine Schutzmaske beispielsweise und wem nicht“, so Fätkenheuer.

Frankreich schließt fast alle öffentlichen Orte

Frankreich schließt im Zuge der Corona-Krise alle öffentlichen Orte, die nach Ansicht der Regierung nicht unverzichtbar sind. Das teilte der französische Premierminister Édouard Philippe am Samstagabend mit. Betroffen von der Schließung, die in der Nacht auf Sonntag um Mitternacht wirksam wird, seien beispielsweise alle Cafés, Bars oder Kinos.

Apotheken und Lebensmittelgeschäfte können aber offen bleiben. Auch der öffentliche Nahverkehr werde weiter aufrecht erhalten, allerdings solle er so wenig wie möglich genutzt werden, so Philippe. Der Premierminister sagte, erste Maßnahmen zur Begrenzung von Versammlungen seien bisher nicht konsequent umgesetzt worden, der beste Weg zur Eindämmung der Epidemie sei nun eine weitgehende soziale Distanzierung.

In Frankreich gab es bis Samstagnachmittag rund 4.500 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, entsprechend 6,7 Personen je 100.000 Einwohner. In Deutschland liegt der Wert mit 5,2 nur unwesentlich niedriger, zudem haben am Samstag viele lokale Behörden in Deutschland keine neuen Zahlen gemeldet.

Berlin verbietet alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern

Das Land Berlin verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus deutlich. Ab sofort seien alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten, sagte ein Sprecher der Senatskanzlei am Samstagabend. Auch Kneipen, Clubs, Spielhallen, Spielbanken, Messen, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen dürfen nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet werden, dasselbe gilt für Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen und Vergnügungsstätten, ebenso für „Prostitutionsstätten“, wie es wörtlich hieß.

Auch sogenannte Rauchergaststätten im Sinne des Nichtraucherschutzgesetzes dürfen nicht mehr öffnen, Ausnahmen gibt es aber für Restaurants. Gaststätten, in denen vor Ort zubereitete Speisen verabreicht werden, dürfen öffnen, allerdings nur, wenn die Tische mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander haben. Der Sportbetrieb auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, in Schwimmbädern und Fitnessstudios wird untersagt.

Auch der Besuch in Krankenhäusern wird eingeschränkt. Patienten ab 16 Jahren dürfen keinen Besuch empfangen. Ausnahmen gibt es für Schwerstkranke.

Pflegeheimbewohner dürfen nur einmal am Tag Besuch empfangen, allerdings keine Kinder unter 16 Jahren oder Menschen mit Atemwegserkrankungen. Oberstufenzentren schließen ab Montag, alle anderen Schulen ab Dienstag. Prüfungen dürfen durchgeführt werden, wenn ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten wird.

Kindertagesstätten dürfen ab dem 17. März nur noch eine Notbetreuung von Kindern solcher Personen anbieten, deren berufliche Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens (Kritische Infrastrukturen) insbesondere für die Krankenpflege unabdingbar sind.

Bundespolizei sieht Leistungsfähigkeit durch Pandemie bedroht

Die Corona-Pandemie bedroht die Leistungsfähigkeit der Polizei. Das erklärte der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, der „Welt am Sonntag“. „Diese Krise ist nicht nur eine des Gesundheitswesens, sondern auch eine der Sicherheit und Ordnung“, sagte er.

Neben den Mitarbeitern im Gesundheitssystem stünden die Polizeien der Länder und die Bundespolizei „in vorderster Reihe“, etwa bei den verstärkten Grenzkontrollen oder an Bahn- und Flughäfen. Romann mahnte deutlich: „Die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems sowie der Polizeien der Länder und des Bundes müssen unbedingt gewahrt werden.“ Corona-Fälle in den Reihen der Polizei können schnell erhebliche Konsequenzen haben, weil Beamte oft mit vielen Bürgern und anderen Polizisten Kontakt haben – diese müssen im Zweifelsfall dann in Quarantäne.

In einem Verdachtsfall bei der Bundespolizei waren mehr als 200 Kontaktpersonen ausgemacht worden. Nachfragen im Sicherheitsbereich zeigen, dass vielerorts bereits Corona-Fälle registriert wurden. Bei der Bundespolizei handelte es sich am Donnerstagabend um drei bestätigte und 82 bis dahin ungeklärte Verdachtsfälle.

Das Bundeskriminalamt sprach von mehreren erkrankten Mitarbeitern in Berlin. Ein Krisenstab habe das Ziel, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten und die Arbeitsfähigkeit in den Kernbereichen „jederzeit uneingeschränkt sicherzustellen“. Aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz hieß es lediglich, man ergreife „alle notwendigen Maßnahmen, um die Aufgabenwahrnehmung sicherzustellen“.

Das übergeordnete Innenministerium erklärte, die „Funktionsfähigkeit“ der Sicherheitsbehörden sei gewährleistet. Bei der Bundeswehr, die in der Fläche vermehrt um Hilfe gebeten wird, wurden bereits mehr als ein Dutzend Fälle gemeldet. Das Innenministerium Nordrhein-Westfalen sprach von „wenigen Verdachtsfällen und vereinzelt auch bestätigten Erkrankungen“ im Geschäftsbereich. Die Berliner Innenbehörde verwies auf die „hoch dynamische“ Entwicklung der Lage – daher seien Aussagen über Erkrankungen oder Verdachtsfälle „nicht seriös“.

In Bayern gab es bis Freitagvormittag zwei betroffene Polizisten – allein 58 standen da aber schon unter Quarantäne. Ein Sprecher erklärte aber: Man stelle die Innere Sicherheit „konsequent“ und „ohne Abstriche“ sicher. Auch der Justizvollzug ist herausgefordert. In NRW seien Gefangene und Bedienstete bereits in Quarantäne, sagte ein Sprecher. Personalengpässe gebe es aber derzeit nicht. Die Justizvollzugsanstalten besäßen eigene Pandemiepläne. Auch in Berlin hat die Justizverwaltung eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, obwohl bislang keine Fälle von Erkrankten bekannt seien, wie ein Sprecher mitteilte.

Neue Zahlen hat auch Peter Mersch auf seiner Facebook-Seite zusammengestellt:

++ 14.03.2020: Coronavirus – 386 Todesopfer an einem Tag; starker Anstieg der akuten COVID-Erkrankungen weltweit; weiterer Rückgang in China; mehr als 64.000 Erkrankte außerhalb Chinas, darunter fast 18.000 in Italien, 7.800 im Iran, 7.300 in Südkorea, 5.700 in Spanien, mehr als 4.500 in Deutschland und 4.400 in Frankreich; weltweit 131 Länder betroffen ++

Die Zahl der akuten COVID-19-Erkrankungen (bestätigte Fälle minus gestorbene und genesene Personen) ist weltweit vom 13.03. auf den 14.03.2020 von 67.376 auf 74.842 kräftig angestiegen (neues Allzeithoch), während sie in Hubei von 11.772 auf 10.431 und im restlichen China von 377 auf 360 zurückgegangen ist. Die Zahl der akuten Erkrankungen in der restlichen Welt – maßgeblich verursacht durch die Entwicklungen in Südkorea, Europa und der Golfregion – stieg von 55.227 auf 64.051 an. Zwischen dem 13.03. und 14.03.2020 starben 386 Personen an einer COVID-19-Erkrankung – 10 in China und 376 außerhalb. Hierdurch erhöhte sich die Gesamtzahl der Gestorbenen auf nunmehr 5.798 (davon 3.085 allein in Hubei).

Von den mittlerweile 156.391 bestätigten COVID-19-Erkrankungen (Coronavirus) entfallen allein 80.980 (51,78%) auf China (darunter 67.794 auf die Region Hubei = 43,35%) und 75.411 auf Länder und Gebiete außerhalb Chinas.

Italien ist mit 21.157 bestätigten und 17.750 akuten Fällen (bei 1.441 Todesopfern) das weltweit am stärksten betroffene Land (nach China). Aufgrund der sehr hohen Zahl an Todesopfern kann von einer deutlich höheren Zahl an tatsächlich infizierten Menschen ausgegangen werden. Die italienische Regierung hat als Reaktion auf die Krise das gesamte Land zur Sperrzone erklärt (https://www.tagesschau.de/ausland/italien-corona-115.html).

Weiter zugenommen haben auch die Fallzahlen im Iran (Rang 3 nach Italien und China) und einigen anderen Ländern der Golfregion (Bahrain, Kuwait, Katar, VAR). Aktuell beläuft sich die Zahl der bestätigten COVID-19-Erkrankungen im Iran auf 12.729 (7.779 davon akut bei 611 Todesopfern: nach China und Italien die höchste Zahl an Todesopfern). Aufgrund der hohen Zahl an Todesopfern kann von einer deutlich höheren Zahl an tatsächlich infizierten Menschen ausgegangen werden (https://www.tagesschau.de/ausland/coronavirus-iran-101.html). Mit aktuell 99, 152 bzw. 333 akuten Fällen sind Kuwait, Bahrain und Katar ebenfalls stark betroffen.

Leicht zurückgegangen sind dagegen die akuten Erkrankungszahlen in Südkorea (von 7.321 auf 7.253, bei 8.162 bestätigten Fällen und insgesamt 75 Todesopfern) Bei der Zahl der akut Erkrankten nimmt Südkorea weltweit (nach Italien, China und dem Iran) den vierten Rang ein. Nach wie vor konzentrieren sich die meisten Infektionsfälle auf den Südosten des Landes (insbesondere auf die Millionenstadt Daegu). Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie hat Südkorea die höchste Krisenalarmstufe ausgerufen. (https://www.tagesschau.de/…/coronavirus-suedkorea-iran-101.…). Zahlen aus Nordkorea liegen nicht vor.

In Deutschland hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen auf 4.599 (4.544 davon akut bei 9 Todesopfern) erhöht, in Frankreich auf 4.502 bei 4.418 akuten Fällen und 56 Todesopfern, in Spanien auf 6.391 bei 5.678 akuten Fällen und 196 Toten. Sehr hohe Fallzahlen weisen auch Norwegen, die Schweiz, Dänemark und Schweden auf. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Deutschland „am Beginn einer Coronavirus-Epidemie“. Zahlreiche Länder verweigern deutschen Staatsbürgern inzwischen die Einreise bzw. verlangen eine 14-tägige Quarantäne zu Beginn des Aufenthalts.

Stark zugenommen haben auch die COVID-19-Fallzahlen in den USA (2.670 bestätigte, 2.598 akute, bei 56 Todesopfern). Wegen der Coronavirus-Krise wurde erstmalig das renommierte Tennisturnier von Indian Wells (2020 BNP Paribas Open) abgesagt.

Bislang konnten in 131 Ländern (darunter selbst der Vatikan) und in allen Kontinenten der Erde COVID-19-Infektionen nachgewiesen werden.

Mittlerweile sind insgesamt 5.798 Personen an COVID-19 gestorben, das sind fast 7,5 mal so viele wie während der gesamten SARS-Epidemie 2002/3 (damals: 774) und 386 mehr als noch am Vortag. Unter den Toten befinden sich auch 7 Passagiere/Besatzungsmitglieder der „Diamond Princess“. Die Sterblichkeit der Erkrankung beträgt aktuell in Hubei 4,55%, im restlichen China 0,89%, außerhalb Chinas 3,44% und weltweit insgesamt 3,71%.

Von den bislang bestätigten Fällen gelten in Hubei 80,06% als genesen, im restlichen China 96,37% (das heißt, fast alle), in der restlichen Welt (außerhalb des chinesischen Festlandes) 11,62%, in der gesamten Welt 48,44%.

Abbildung 1 zeigt die Entwicklung der akuten COVID-19-Fallzahlen seit dem 21.01.2020 ( = bestätigte Fälle minus Todesopfer und Genesene) für die gesamte Welt. Der um den 12.02.2020 zu verzeichnende stärkere Anstieg hängt nach Auskunft der chinesischen Behörden mit einer Erweiterung der Diagnoseverfahren zusammen. Nach dem 12.02.2020 musste das Virus in China nicht mehr zwingend durch einen Nukleinsäure-Test nachgewiesen werden. Alternativ/ergänzend konnte die Diagnose auch auf Grundlage von Röntgenbildern der Lunge (CT Scans) gestellt werden. Dadurch sollten Infizierte einen schnelleren Behandlungszugang erhalten. Die Änderung wurde am 19.02.2020 jedoch wieder rückgängig gemacht. Dies führte erwartungsgemäß zu einer deutlichen Verringerung der Neuerkrankungszahlen.

Vom 09.03. auf den 10.03. war die Zahl der bestätigten Erkrankungen um 4.579 (4,00%) angestiegen, vom 10.03. auf den 11.03. um 7.109 (5,97%), vom 11.03. auf den 12.03. um 8.355 (6,62%), vom 12.03. auf den 13.03. um 10.794 (8,03%) und vom 13.03. auf den 14.03. um 11.106 (7,64%). Insgesamt scheint sich der Anstieg bei den Erkrankungszahlen zu beschleunigen, primär bedingt durch zahlreiche Neuerkrankungen außerhalb Chinas. Letztere bestimmen mittlerweile ganz klar das weltweite Geschehen. Aktuell sieht es weiterhin so aus, als könnte China die Epidemie im eigenen Land schon bald in den Griff bekommen. So waren am 09.02.2020 auf dem chinesischen Festland mit Ausnahme Hubeis insgesamt 8.881 akute Fälle zu verzeichnen, am 14.03.2020 dagegen nur noch 360. Vom 13.03. auf den 14.03. wurden in ganz China lediglich 22 Neuinfektionen registriert, in der restlichen Welt dagegen 11.184. Wie die besorgniserregende Entwicklung außerhalb Chinas (insbesondere Südkorea, Japan, Italien, Golfregion, Deutschland) weitergeht, bleibt abzuwarten.

Mittlerweile entfallen nur noch 13,94% aller (bekannten) akuten Erkrankungen auf die zentralchinesische Region Hubei, allerdings noch immer 53,21% aller weltweiten Todesopfer.

Abbildung 2 zeigt die Entwicklung der akuten COVID-19-Fallzahlen seit dem 21.01.2020 ( = bestätigte Fälle minus Todesopfer und Genesene) außerhalb Chinas. Mit aktuell 64.051 Fällen ist die Gesamtzahl der (bekannten) akuten COVID-19-Infektionen inzwischen mehr als 6 mal so hoch wie in Hubei. Zudem bereitet die Geschwindigkeit des Anstiegs Sorge: Die akuten Fallzahlen steigen seit dem 20.02.2020 weltweit um täglich mehr als 14% (exponentiell) an.

Im Folgenden sollen einige Zahlen in Relation zur Bevölkerungsgröße gesetzt werden (Zahl der akuten Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern):

Akute Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern:
► Hubei: 17,43
► China außerhalb Hubeis: 0,03
► San Marino: 271,14
► Island: 47,18
► Italien: 29,36
► Norwegen: 20,38
► Schweiz: 15,69
► Dänemark: 14,40
► Südkorea: 14,15
► Spanien: 12,14
► Iran: 9,26
► Österreich: 7,19
► Frankreich: 6,77
► Deutschland: 5,42
► Großbritannien: 1,62
► USA: 0,78

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