Abt. Rassismus: Bahlsen benennt „Afrika-Kekse“ um

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Foto: Collage

Folgende Meldung ist kein verfrühter Aprilscherz, sondern im besten Deutschland aller Zeiten wohl Normalität. Nachdem es den „Sarotti-Mohr“ erwischt hat, muss nun auch Bahlsen den Gang nach Canossa antreten. Die Firma wagte es doch tatsächlich, am Valentinstag ein Bild der Kekspackung mit dem „beanstandeten“ Namen „Afrika“ via Instagram zu veröffentlichen.

Von Nils Kröger

Es dauerte nicht lange, dann traten die üblichen Verdächtigen hervor und zeigten ihre besondere Form der Liebe. Zu Beginn versuchte es die Firma noch mit Erklärungen. So betonte sie, dass ihr „rassistische Gedanken mehr als fern liegen“ und „der Name Afrika wurde ausgewählt, weil Afrika der größte Produzent von Kakaobohnen auf der Welt ist und der Name damit perfekt zu unseren vollschokolierten Waffeln passt. Das Produkt Afrika bieten wir unter diesem Namen bereits seit über 60 Jahren an.“

Doch wie bei einigen radikalen „Aktivisten“, die bei anbahnenden Diskursversuchen lediglich „Nazis raus!“, Trillergepfeife oder sonstige steinzeitähnliche Grunzgeräusche von sich geben, waren die Erläuterungen verschenkte Liebesmüh. Denn die Dauerempörten sahen nämlich nur das, was sie auch sehen wollten – brauner Keks plus „Afrika“ gleich Rassismus. Wie kommen die Leute nur darauf? Afrika ist ein Kontinent und keine Rasse. Ergo kann der Name Afrika auch nicht rassistisch sein. Laut „Jenaer Erklärung“ gibt es doch auch gar keine Menschenrassen. Wie kann denn überhaupt etwas rassistisch sein?

Selbst das Argument, dass der Keks bereits seit 60 Jahren diesen Namen trägt, ließen die politisch-korrekt handelnden Nutzer nicht gelten bzw. setzten dies sogar gegen die Firma ein. Bahlsen reagierte nun wie es jeder erwartete und arbeitet an einer Umbenennung des Produkts „um zu vermeiden, daß unser Produkt Assoziationen mit Rassismus hervorruft.“

Wie lange mögen der „Türkische Honig“, das „Russisch Brot“, der „Amerikaner“, die „Kraukauer“ oder das „Italienische Eis“ so heißen?