Wahnsinn: Internationaler Frauentag in Stuttgart

0
Zerebraldesaster: Internationaler Frauentag - Foto: Imago

Es ist wieder internationaler Frauentag. Warum? Weil 8. März ist. Am 8. März ist immer internationaler Frauentag. Dieses Jahr ist das ein Sonntag. Das ist schlecht für die schwäbischen Internationalfrauen in Stuttgart. Am Sonntag sind nicht so viele Leute in der Fußgängerzone unterwegs, so daß eine frauentägliche Demonstration nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Deswegen haben sie ihre Frauentagsdemonstration auf Samstag den 7. März vorverlegt. Wenn dem Pfingstochsen jetzt einfällt, daß er an Weihnachten mehr Aufmerksamkeit bekäme …

von Max Erdinger

Meinereiner hat es nicht so mit dem 8. März. Da ist schon das ganze Jahr vom 1. Januar bis zum 7. März und vom 9. März bis 31. Dezember internationales Frauenjahr, und dann muß er sich auch noch am 8. März das Gegacker zum internationalen Frauentag antun. Internationaler Frauentag. Da haben sie wieder ihre kämpferischen Zukunftsgesichter auf, die Frauenbewegten. Obwohl sie eigentlich mehr so aus der Wäsche schauen müssten wie am Volkstrauertag. Merkel, von der Leyen, Roth, Baerbock, Esken, Künast, Ditfurth, Widmann-Mauz, Lambrecht, Göring-Eckardt, Thunberg, Neubauer, Will, Illner, Maischberger, Reschke, Stokowski, Berg, Barley, Giffey, Klöckner, Bär und-und-und … – alles Frauen. Kein Mensch von Verstand kann begreifen, was es am 8. März ausgerechnet in Deutschland zu feiern und zu demonstrieren gibt.

Aus den Stuttgarter Nachrichten: Unter dem Motto „Es reicht“ demonstrierten am Samstag rund 300 Menschen für die Gleichberechtigung der Frau in Stuttgart.

Das Motto paßt. Es reicht wirklich. Über dem ganzjährigen frauenbewegten Geschnatter hat bald schon das ganze Volk seinen Verstand verloren. Aber ich habe den Verdacht, daß sie nächstes Jahr wieder demonstrieren werden. Wenn man sich überlegt, wieviele Jahre es das allgemeine Frauenbewegtsein schon gibt, und daß es offensichtlich zu nichts Zufriedenstellendem geführt hat, könnte man ja auch einmal darüber nachdenken, es wegen erwiesener Fruchtlosigkeit einfach sein zu lassen. Wir wissen inzwischen, daß es die Frauenbewegten nicht auf die Reihe bekommen, ein meckerfreies Leben zu führen. Niemand muß jedes Jahr daran erinnert werden, daß dem so ist. Die notorisch Frauenbewegten haben ja noch nicht einmal mitbekommen, daß sie für etwas demonstrieren, das im Grundgesetz längst verankert ist: Die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Sie könnten ja etwas daraus machen, anstatt für etwas zu demonstrieren, das es schon längst gibt. Allein schon die Tatsache, daß sie für etwas demonstrieren, das es schon längst gibt, weckt Zweifel, ob das mit der Gleichberechtigung wirklich so eine gute Idee gewesen ist. Aber gut, als großzügiger Mann, der es gewöhnt ist, selbst gleichberechtigten Frauen noch ungerechtfertigte Boni für alles mögliche zu gewähren, sagt man sich eben: Meinetwegen. Sollen sie ihre Gleichberechtigung haben, auch wenn man sie nicht gleichverpflichten kann. Daß die Verknüpfung von Rechten und Pflichten bei Frauen nicht so konsequent durchzuhalten ist, – so ist das eben. Ein schwaches Geschlecht wird ja nicht dadurch zum starken Geschlecht, daß man es einfach mit dem Wort „Power“ versieht. Aus einem pinkfarbenen Frauenauto wird ja auch kein Rennwagen, wenn man einen Aufkleber am Kofferraumdeckel anbringt, auf dem „Power-biturbo V8 GTI Superdoppelsprint“ steht.

Jährlich demonstrieren Frauen auf der ganzen Welt am 8. März, dem Internationalen Frauentag, für die Gleichberechtigung der Geschlechter„. – Wahnsinn. Tatsächlich demonstrieren sie nicht für etwas, sondern gegen die eingebildete Benachteiligung von Frauen und gegen eingebildete Männerprivilegien. Und auf der ganzen Welt demonstrieren sie schon mal gar nicht. Die demonstrieren in bestimmten Ländern, verteilt über die ganze Welt. Das sind solche Länder, in denen man aus Toleranzgründen eingesehen hat, daß Frauen einen Tag im Jahr brauchen, an dem sie sich öffentlich in ihrer Opferrolle wohlfühlen dürfen. Nicht in jedem Land auf der ganzen Welt ist man leichtsinnig genug, sich eine solche tolerante Großzügigkeit zu erlauben. Deutschland dient in solchen Ländern als warnendes Beispiel. Und man müßte schon ein arger Kulturchauvinist sein, um zu behaupten, die lieben „die Menschen“ in solchen vorsichtigen Ländern seien eben etwas zurückgeblieben. Denkbar wäre ja auch, daß man dort das, was man hierzulande als „gesellschaftlichen Fortschritt“ zu definieren beliebt, begreift als eine ziemlich neumodische Degenerationserscheinung von Kulturmarxisten, bei der so getan wird, als ob alle früheren Generationen zu dämlich gewesen wären, prinzipielle Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu erkennen und in Alltagstauglichkeit zu übersetzen. So arrogant wollen natürlich auch die hiesigen Frauenbewegten nicht sein, weswegen sie einen Schuldigen brauchen für die Vergeblichkeit, derentwegen sie jedes Jahr immer wieder demonstrieren. Böse Männer, die sich verschworen haben, um die armen Frauen niederzuhalten.

Es geht nicht um Frauen

Ginge es am Internationalen Frauentag tatsächlich um „die Frauen auf der ganzen Welt“, was das Wörtchen „international“ ja suggeriert, dürfte auf kulturelle Empfindlichkeiten in anderen Ländern keine Rücksicht genommen werden. Ob ein Mensch Mann oder Frau ist, hängt ja nicht davon ab, in welchem Lande er lebt. Was allerdings die Solidarität der notorisch Frauenbewegten hierzulande mit bspw. den Frauen im Iran angeht, sieht es ganz mau aus. Eine Claudia Roth, Bundestagsvizepräsidentin der Grünen, ist als Rednerin auf einer Stuttgarter Frauendemo am Internationalen Frauentag absolut denkbar. Das wäre dann eine Frau, die sich anläßlich eines Besuchs in Teheran ein Kopftuch aufgesetzt hat, während ihre iranischen Geschlechtsgenossinnen dafür ins Gefängnis wandern, daß sie das ihre abgesetzt haben. Nein, es ging bei der Stuttgarter Frauendemo nicht um Frauen, sondern um die Propagierung einer kulturmarxistischen Agenda dort, wo das eben zulässig ist. Der Internationale Frauentag ist in etwa so zum Ritual geworden, wie der 1. Mai. Er findet statt, weil der Kalender den 8. März anzeigt.

Ginge es wirklich um „Gleichberechtigung der Geschlechter“ hätte man in Stuttgart gegen die Grünen und die SED demonstrieren müssen. Der Frauenanteil bei den Grünen liegt im Bundestag bei 58,2 Prozent, bei der SED (Die Linke) liegt er bei 53,6 Prozent, wie sich die Tagesschau nicht entblödete, ausgerechnet zum Internationalen Frauentag zu berichten. In der AfD liegt er bei 11 Prozent – und wer angesichts dieser Tatsache den Verdacht bekommt, daß wahnsinnige im Gegensatz zu realistischen Positionen in der Politik nur vordergründig etwas mit „links“ und „rechts“ zu tun haben könnten, liegt vermutlich nicht weit daneben. Es ist eine Tatsache, daß Frauen von Natur aus eher linksgestrickt sind, weil sie tendeziell eher ihrem gefühligen Subjektivismus gehorchen, als sich der objektiven Einsicht ins Wesen der Dinge zu fügen. Zeitlich einhergehend mit dem fatalen Siegeszug der Frauen in öffentlichen Angelegenheiten – das nur als illustrierende Bemerkung am Rande – kennt der deutsche Wetterbericht seit einigen Jahren die „gefühlte Temperatur“ gleichberechtigt neben derjenigen, die in Grad Celsius angegeben wird. „Gefühlt“ ist es auch so, daß der „Information“, bei einer Demonstration seien „gefühlt Hunderttausende“ anwesend gewesen, genau gar keine Information zur Teilnehmerzahl innewohnt, außer der, daß es dem Sprecher so vorgekommen sein muß, als wären es „irgendwie viele“ gewesen. Oder „relativ viele“.

Wir haben uns den Samstag ausgesucht, weil hier schlichtweg mehr Leute als am Sonntag unterwegs sind. So werden wir einfach besser gehört und wir müssen gehört werden“, sagt eine Sprecherin des Bündnisses zur Terminwahl der Demonstration, die vom Schlossplatz über die Theodor-Heuss-Straße und den Rotebühlplatz bis zum Marktplatz führte.

So-so, sie müssen gehört werden. Was die Leute nicht schon wieder alles „müssen“ bzw. „nicht müssen“ hierzulande. Nicht gehört werden müssen auf jeden Fall alle, die solchen Weibern und ihren subjektivistischen Befindlichkeiten mit objektiv wahren Tatsachen in die Parade fahren.

1. Diese Weiber mit ihren Befindlichkeiten interessieren sich nur für ihre eigenen Befindlichkeiten. Daß sich die Differenz bei der durchschnittlichen Lebenserwartung trotz aller Gleichheitsforderungen im vergangenen Jahrhundert zu ihren Gunsten verfünffacht (!) hat, begünstigt die Opferbefindlichkeit natürlich nicht. Darf daher ausgeblendet werden.

2. Daß die Suizidraten unter Männern in sämtlichen Altersgruppen haushoch über denen der Weibspersonen liegen: kein Thema. Es würde die eigene Opferbefindlichkeit nur stören bei aller Soziologenherrschaft.

3. Daß Obdachlosigkeit primär Männer betrifft: kein Thema. Prinzipiell gilt: Es wird rigoros alles ausgeblendet, was die eigene Opferbefindlichkeit stören könnte.

Es ist überhaupt nicht daran zu denken, daß irgendwelche öffentlichen Frauen sich jemals den Kopf darüber zerbrechen würden, ob das, was sie als Politik begreifen, nicht eigentlich immer nur Frauenpolitik ist, die jener eingebildeten, vollsubjektivistischen „weiblichen Logik“ folgt. Anders als bei mächtigen Männern in Entscheiderpositionen und ihrer Empathie für das andere Geschlecht, sichtbar geworden an deren Einsatz für die Gleichberechtigung, findet sich bei öffentlichen Frauen in Machtpositionen umgekehrt genau das: 0 (in Worten: Null.) Frauen denken im Traum nicht daran, politisch irgendetwas „für Männer“ zu tun. Und man weiß nicht, ob man nicht trotz der Tatsache, daß man es ihnen eigentlich ankreiden sollte, lieber ein „Gottsdeidank“ als Stoßseufzer gen Himmel schicken soll.

Dabei ging es dem Veranstalter – einem Bündnis aus verschiedenen Gruppen wie dem Frauenverband Courage und dem Bund Sozialistischer Frauen – vor allem darum zu zeigen, dass der Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau noch weit ist“ – und nicht kürzer, sondern immer weiter wird angesichts der Richtung, welche diese Weibspersonen eingeschlagen haben.

Ich habe vorher mit einer 91-jährigen Passantin gesprochen. Aus ihrer Sicht hat die Frauenbewegung schon viel erreicht. Aber es ist eben noch viel zu tun“, sagt Barbara Geisel, Sprecherin des Bündnisses. Und ihre Kollegin ergänzt: „Frauen werden heute doppelt ausgebeutet. Einmal im Job, wo sie acht Stunden arbeiten müssen, und dann geht es daheim weiter. Vor allem die rechten Strömungen machen es wichtiger denn je, dass wir weiterkämpfen.“ – Genau da haben wir sie wieder, diese Unfähigkeit, Subjektivität und Objektivität auseinanderzuhalten. Die subjektive Sicht einer 91-Jährigen ist es angeblich, die objektiv notwendig macht, daß …

Wenn der Teufel ein Land zugrunde richten will, dann verleiht er den Weibern ein öffentliches Mundwerk, um das einmal völlig undifferenziert hier hinzuschreiben. Frauen werden heute „doppelt ausgebeutet“? Klar, ihr Tag hat heute 48 Stunden, der von Männer nach wie vor nur 24. Tatsache: 80 Prozent aller Teilzeitjobs befinden sich in den Händen von Frauen. Es sind hauptsächlich die Männer, die Vollzeit arbeiten. Und daß die nach 8 Stunden Erwerbsarbeit überhaupt nichts mehr täten, ist nichts weiter als eine üble Verleumdung. Weibspersonen und ihre Sicht der Dinge – zum Davonlaufen. Im Bundeskanzleramt sitzt ein solche. Und die EU-Kommissionspräsidentin ist eine und-und-und. Wer sich hierzulande nicht allmählich einmal fragt, ob es wirklich nur eine zeitliche Korrelation gibt hinsichtlich des evidenten Niedergangs unseres Landes und der parallel dazu verlaufenen, ubiquitären Frauenermächtigung in öffentlichen Angelegenheiten während des vergangenen halben Jahrhunderts, der ist einfach doktrinärfeministisch hirngewaschen. Nach einem halben Jahrhundert mehren sich die Indizien täglich, daß es sich in Wahrheit um eine Kausalität handeln könnte. Es ist auch völlig mysteriös, warum sich so viele Männer hierzulande auf das komplett hirnverbrannte Spielchen einlassen, sich von Frauen erklären zu lassen, wie sie Frauen zu verstehen hätten. Jeder zweite Mensch im Leben eines Mannes ist eine Frau. Das geht bei der Mutter los, den Schwestern weiter und setzt sich fort über Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen, Freundinnen und Ehefrauen. Jeder Mann sollte auch ohne das ständige Weibsengenöle in der Lage sein, sich ein Frauenbild zu machen, das etwas taugt.

Nach einem halben Jahrhundert feministisch forcierter Weibsenveneration, bei der er vor vierzig Jahren selbst noch begeistert mitmachte, hat meinereiner inzwischen ein Frauenbild, bei dem er sich sagt: Laßt sie doch machen. Aber ohne mich. Keinen Finger werde ich mehr krummlegen für sie. Wenn sie bspw. Horden von Jungmännern mit dem im Lande haben wollen, was sie ein „archaisches Frauenbild“ nennen – bitte. Die deutschen Superempathieweiber werden schon wissen, wie sie damit klarkommen. Wurden zu Hunderten sexuell belästigt? – Mir doch egal. Alles Powerfrauen in ihrer gottverdammten Opferrolle in Permanenz. In der Quote liegt die Power. Kompletter Realitätsverlust ist das, nichts weiter. Ich rede hier von der Gesamtheit der Frauen im feministischen Sinne, nicht von der einzelnen Frau in meinem Leben.

Diesem Kampf, der unter dem Motto „Es reicht“ stattfand, schlossen sich am Samstag rund 300 Frauen und Männer an. Auf ihren Transparenten sprachen sie sich für gleichen Lohn, gegen Rechtsextremismus, gegen Gewalt an Frauen und die Paragrafen 218 und 219 aus.“ – Yeah, „Kampf“ schon wieder. „Gleicher Lohn“: Nachdem das Märchen vom ungleichen Lohn für die gleiche Arbeit widerlegt worden war, wurde die „gleiche Arbeit“ kurzerhand ersetzt durch die vollsubjektivistische „gleichwertige Arbeit“, auf daß das Genöle fortgesetzt werden kann. Das ist Gleichberechtigung übersetzt: Mein Bauch gehört mir, Ungeborenenmord ist ein Frauenrecht und die Welt dreht sich um meine Nasenspitze. Für Frauen in Deutschland gilt Georg Friedenbergers Buchtitel: „Narrenfreiheit für das weibliche Geschlecht“. Das sind öffentliche Kinder. Was die „Befreiung der Frau aus den überkommenen Zwängen des Patriarchats“ tatsächlich ist: Die Entlassung in die Narrenfreiheit.

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram