4000 bewaffnete Griechen „jagen“ Migranten – Propagandaschlacht um Griechenland

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist schlecht (Foto: Von Procyk Radek/Shutterstock)

4000 „bewaffnete Griechen“ machen „Jagd auf Flüchtlinge“, nackte „Flüchtlinge“ posieren vor Kameras, türkische Polizisten zerren Frauen und Kinder unter Gewaltandrohung aus einem Bus. Ein Asylzentrum auf Lesbos brennt. Die Lage an an der türkischen Grenze ist unübersichtlich und die Propagandaschlacht in vollem Gange.

Auf Lesbos brennt das Flüchtlingscenter „One Happy Family“ in der Nähe der Inselhauptstadt Mitilini. Die Ursache des Feuers sei noch ungeklärt, berichtet BBC.

Angesichts von hunderten Neuankömmlingen in den vergangen Tagen sei die Stimmung auf der Insel mehr als angespannt. Es komme zu „Feindseligkeiten“ gegenüber den Migranten aus aller Welt, die die Chance der offenen türkischen Grenze nutzen, um ihre Reise ins gelobte (Deutsch)Land fortzusetzen.

Die Gleichen versuchen mit aller Macht die erneute Welle sogenannter Flüchtlinge aufzuhalten: Mittlerweile würden rund 4000 bewaffnete Griechen zusammen mit Soldaten auf „Jagd nach Migranten“ gehen, entsetzt sich die Welt hinter der Bezahlschranke.

„Hier draußen ist die Wildnis“, zitiert das Blatt den Griechen Yorgos. „Hier ist kein Gesetz. Wir lassen keinen nach Athen durch, keinen Einzigen!“. In Feres sollen nächtens 500 Angehörige einer „mehr oder weniger bewaffneten“ Bürgerwehr unterwegs gewesen sein, insgesamt, um die regulären Sicherheitskräfte zu unterstützen, so die Welt.

Am gestrigen Sonnabend hat der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi neue Beschränkungen für Asylbewerber angekündigt, um die Migrationswelle aus der Türkei einzudämmen.

„Unterkunft und Sozialleistungen für Asylbewerber werden innerhalb eines Monats unterbrochen. Von da an müssen sie ihren Lebensunterhalt verdienen“, sagte der Minister. Das mache sein Land zu einem weniger attraktiven Ziel für die Migrationgsströme, hofft Mitarachi.

Griechenland sieht sich an seiner 192 Kilometer langen See- und Landgrenze zur Türkei nicht nur mit zehntausenden Menschen vor allem aus Afghanistan Pakistan, Iran und Marokko konfrontiert, sondern auch mit einer massiven Verbreitung sogenannter Fakenews. Die Nachrichten um einen angeblich von griechischen Soldaten erschossenen Migranten, seien ebenso falsch wie die von der Türkei lancierte Meldung, es seien 100.000 Migranten an der Grenze eingetroffen, erklärt der griechische Vize-Migrationsminister Georgios Koumoutsakos laut dts. Die Türkei sei „kein demokratischer Staat wie Griechenland“, so der 58-Jährige. „Wir haben es hier mit einem autokratischen System zu tun, in dem viele kritische Journalisten im Gefängnis sitzen. Die Regierung kann also einfach behaupten, was sie will.“ Die Türkei führe einen „hybriden Krieg, und das erste Opfer ist die Wahrheit“.

Offenbar neu im Nachrichten-Sortiment: Eine Gruppe halbnackter junger Männer, die angeblich von griechischen Grenzschützern ausgeraubt und gezwungen wurden, sich bis auf die Unterhosen zu entkleiden. Das Internet ist schnell und so nutzt jeder diese Fotos für seine Propagandazwecke. Auf Twitter freuen sich die Willkommensmenschen über das neue Futter und denken natürlich sofort…an das Dritte Reich und Auschwitz.

Screenshot Twitter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die andere Seite guckt genau hin und entdeckt in den Hosentaschen der Ausgezogenen Handys und um die Hüften geknotete T-Shirts. So bekommt jeder was er sehen will und kann sich aussuchen, wem er mehr Glauben schenkt. (MS)

Foto: Screenshot
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