Keine Satire: Gelsenkirchen bekommt Lenin-Denkmal

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Symbolfoto: Von Vinokurov Kirill/shutterstock

Gelsenkirchen – Deutschland im Jahr 2020: Die Bürger Gelsenkirchens dürfen sich über ein Denkmal des sowjetischen Massenmörders Lenin freuen. Ein Gericht kippte den von der Stadt erlassenen Baustopp und erlaubte der Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) die Aufstellung ihres kommunistischen Genossen vor einer Sparkasse.

Es sei ein „großartigen Sieg für Wladimir Iljitsch Lenin“, jubelte laut Bild die MLPD gleich nach der Urteilsverkündung. Die Verwaltung der Stadt hatte einen Baustopp verfügt. Sie fürchtete, dass die über zwei Meter hohe Statue den Blick auf ein historisches denkmalgeschütztes Gebäude stören könnte. Das sah der Richter anders und gab dem Einspruch der deutschen Kommunisten und Massenmörder-Fans statt.

Gelsenkirchen sei „eine Arbeiterstadt“, Lenin passe da gut hin, feiert die MLPD-Chefin Gabi Fechtner ihren Sieg.

Auf das Konto des kommunistischen Staatsverbrechers Wladimir Iljitsch Lenin gehen – Historiker sind sich uneins über die Opferzahlen – zwischen 4 und 13 Millionen Tote.

Bereits am 14. März soll die Statue, die in den 30er Jahren in der Sowjetunion entstanden und von den Nachwuchskommunisten im Internet ersteigert wurde, „feierlich enthüllt“ werden. Die Stadt wolle „das Urteil anfechten“, so ein Sprecher gegenüber Bild.

Es ist das erste Denkmal dieser Art in Westdeutschland, so das Blatt. An Nachschub für das neue Deutschland dürfte es nicht mangeln, denn diejenigen, die jahrzehntelang unter dem Kommunismus gelitten haben, sind nur allzu froh, ihre Mörder-Statuen loszuwerden. (MS)