Das ZDF trommelt für Grenzöffnung: „5 gegen 1“ bei Maybrit Illner

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Gestrige Runde bei Maybrit Illner im ZDF (Screenshot:Youtube)

Mainz / Berlin – Öffentlich-rechtliches Propaganda-TV pervers gestern Abend bei Maybritt Illner: Die ZDF-Talkkönigin brachte das Kunststück fertig, mit ihrer Gästeauswahl beim Thema „Flüchtlings-„Aufnahme nicht nur die (zumindest kontroverse, wenn nicht gar überwiegend ablehnende) Stimmung der Bevölkerung komplett zu ignorieren – sondern das öffentliche Meinungsbild in sein absolutes Gegenteil umzukehren.

Denn auf CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, der als Feigenblatt einer zumindest ansatzweise kritischen Haltung präsentiert wurde, saßen in Illners Runde ausnahmslos mehr oder weniger leidenschaftliche Fürsprecher einer weiteren, tunlichst grenzenlosen Aufnahme: Grünen-Chefin Annalena Baerbock. Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor. Migrationsforscher Gerald Knaus. Die „Flucht- und Migrationsexpertin“ von „Ärzte ohne Grenzen“ Marie von Manteuffel. Und „Nahost-Expertin“ Kristin Helberg.

Wenn bei ARD und ZDF von „Experten“ die Rede ist, ist Vorsicht angebracht: Hier soll das Framing pseudo-objektiv durch vermeintliche Fach-Insider abgesichert werden. Et voila: Stellenweise so blauäugig wie zuletzt zum Jahreswechsel 2015 wurde hier eine Geisterdebatte geführt, die eigentlich durch die vorgestrige mehrheitliche Ablehnung eines Grünen-Antrags beendet war, Griechenland-Flüchtlinge aufzunehmen. Die auf die Türkei bezogene Frage der Sendung, ob das der aktuellen Krise zugrundeliegende Motiv „Erpressung oder Notwehr“ war, schien da klar beantwortet.

Anscheinend sind demokratische Entscheidungen für ÖRR-Journalisten und ihre Gäste ebenso wenig bindend wie für die in der Abstimmung unterlegenen Grünen-Apparatschiks – weshalb hier munter weiter Stimmung gemacht, für Aufnahme und damit europäische Grenzverletzung getrommelt wird, was das Zeug hält. Um Recht und Gesetz, geschweige denn Grundgesetz Art. 16a, oder Rücksichtnahmen auf Vorbehalte der EU-Partner nimmt man in diesen Kreisen schon gleich überhaupt keine Rücksicht mehr. Was zählt, ist alleine die vorgeschobene Hypermoral, der permanent hochgereckte teutsche Zeigefinger. Im stetig enger werdenden Spannungsfeld zwischen vorbehaltloser humanitärer Grenzöffnung und rechtspopulistischem Dünkel werden keine Zwischentöne mehr geduldet.

Erdogan, der Drahtzieher des aktuellen Chaos, dürfte sich feixend auf die Schenkel klopfen, wenn er diese erbärmliche Talkrunde mitverfolgte; dass sich offensichtlich endverblödete „Meinungseliten“ sogar noch berechenbarer verhalten als von ihm einkalkuliert, damit hatte selbst er wohl nicht gerechnet. Bei diesem Deutschland, das ist die Lektion an alle Schlepper, Despoten und Kriegstreiber, ist noch viel, viel mehr herauszuholen – mit billigster Erpressung. (DM)