Sellner & Co: Erster Lagebericht von der griechischen Grenze

0
Identitäre zeigen ihre Solidarität mit Griechenland, Foto: Paul Klemm

Aktuell stürmen Tausende Migranten gegen Europas Südgrenze an. Nur mit Mühe kann das griechische Volk die asylfordernden Massen noch zurückhalten. Als Mitglied einer kleinen Gruppe von Identitären ist Paul Klemm in das Krisengebiet gereist und berichtet auf jouwatch über seine Erlebnisse. 

von Paul Klemm

Müde und hungrig erreichten wir am Dienstagabend das bulgarische Slevingrad, wo wir für unsere erste Nacht im Ausland ein Hotelzimmer gebucht haben. Mithilfe eines kühlen Biers und einer guten Mahlzeit konnte sich die Reisegruppe nach der anstrengenden Fahrt erholen und über ihr Vorgehen in den nächsten Tagen beraten – auch wenn es schwer war, sich bei dem lauten  Gesang, den eine gutmeinende Bulgarin im Hotel-Restaurant erschallen ließ, zu verständigen.

Um sechs Uhr morgens brachen wir am Mittwoch zur Weiterfahrt auf. Wir überquerten die Grenze nach Griechenland und bewegten uns von da an immer nur wenige Kilometer von der Türkei entfernt. Die Landschaft, die an unseren Autofenstern vorbeizog, war karg, zerklüftet und gespickt mit Wachtürmen der griechischen Armee. Immer wieder rollten uns Militärfahrzeuge entgegen, vollbesetzt mit jungen, misstrauisch dreinblickenden Soldaten auf dem Weg zu ihrem Einsatzbereich. Hier schienen wir es mit einem Staat zu tun zu haben, der noch über intakte, gut kontrollierte Grenzen verfügt. Für uns als Söhne der Bundesrepublik ein vollkommen neuer und ungewohnter Umstand. Als wir dann zum ersten Mal versuchten, näher an die Grenze heranzukommen, bekamen wir die Effizienz des griechischen Grenzschutzes am eigenen Leib zu spüren. Kurzerhand wurden wir von einem kleinen, dunklen Auto überholt, aus dem zwei Zivilpolizisten sprangen und die Gruppe aufforderten, ihre Personalausweise zu zeigen.

IB-Aktivisten unterwegs in Griechenland (v.l.n.r. Till Lucas-Wessels, Philip Thaler, Martin Sellner, Brittany Sellner)

Weiter in Richtung Grenze zu fahren, gestatteten uns die Beamten leider nicht, statt dessen mussten wir sie auf die Polizeiwache einer nahe gelegenen griechischen Kleinstadt begleiten. Dort wurden unsere Ausweise geprüft und viele Fragen über das Ziel unserer Mission gestellt. Als wir ihnen erzählten, dass wir nach Griechenland gekommen sind, um linke Fake News zu widerlegen und die Griechen bei der Verteidigung Europas zu unterstützen, freuten sie sich aufrichtig,  waren fast schon gerührt. Sie rieten uns aber, woanders zu fragen, ob unsere Hilfe benötigt wird, da sie die Situation in Evros schon ganz gut unter Kontrolle hätten. Gern nahmen wir diesen Rat an, verabschiedeten uns und setzten unsere Fahrt nach Süden fort.

Im Kofferraum hatten wir ein großes Banner mit der Aufschrift „No Way“, das wir unbedingt in Grenznähe entrollen wollten, um unsere Solidarität mit den griechischen Einsatztruppen zu demonstrieren. Diese Gelegenheit bot sich, als wir an einer felsigen Anhöhe vorbeikamen, die sich am Rand der Grenzstraße erhob.

Auf Klettertour an der griechischen Grenze, Foto: Paul Klemm

„Hier hoch!“, rief Martin Sellner, schnappte sich eine mitgebrachte Griechenland-Flagge und kletterte mit der Eleganz eines alpinen Gamsbocks den steilen Hang hinauf. Die anderen folgten weniger elegant, aber doch entschlossen, vorsichtig auf allen Vieren nach oben kraxelnd. Dabei entdeckte uns eine Einheit griechischer Soldaten und hielt unten auf der Straße an. Erst verfolgten sie unseren Aufstieg mit argwöhnischen Blicken, als Sellner ihnen jedoch mit der Flagge ihres Landes zuwinkte, lächelten sie und riefen uns ein kameradschaftliches „Be careful!“ zu. Oben auf der Anhöhe entfalteten wir dann unser Banner, sodass die Worte „No Way!“ noch in weiter Entfernung sichtbar waren. Dazu ließen wir die Griechenland Flagge und unser Symbol,  das Lambda, nebeneinander im Wind flattern.

Martin Sellner mit Griechenland-Flagge, Foto: Paul Klemm

Ganz offensichtlich zufrieden mit unserer Botschaft spendeten uns die Soldaten Beifall, einer von ihnen filmte die Aktion mit seinem Handy. Und als wir den Abstieg wagten, warteten die Einsatzkräfte, bis sie sicher waren, das wir alle auch wieder heil unten angekommen sind. Mit einem solchen Maß an Solidarität hatten wir bei Antritt unserer Reise ehrlich gesagt nicht gerechnet. Dass wir als deutsche Patrioten an der Seite Griechenlands stehen, muss unserer Meinung nach jetzt auch in der Heimat gezeigt werden. Deswegen werden wir am Samstag eine Kundgebung in Wien veranstalten, auf dem wir unter dem Motto „Solidarität mit Griechenland“ zur europäischen Einheit aufrufen wollen. 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram