„Refugees welcome“: Jeder Bessermensch haftet für seine Dämlichkeit

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Protest der "Seebrücke" vor dem Kanzleramt (Foto:Imago/Mang)

Die meisten Humanitätsbesoffenen machen dieser Tage dort weiter, wo sie Anfang 2016 Pause hatten: Die eingemotteten Teddybären werden reaktiviert, der Rhythmus des Bahnhofsgeklatsche ist noch im Repertoire, und die Parolen und Transparente sind eh noch dieselben. Gleich geblieben ist auch die ungebrochene Wohlgesinntheit deutscher Leit- und Begleitmedien, die journalistische Schützenhilfe für die nächste Runde in Sachen „kompromissloser, obergrenzenfreier Flüchtlingsaufnahme“ leisten.

Gestern berichtete der „Stern“ – unverhohlen sympathisierend – über die „mehrere tausend Menschen“ (nach Angaben von Augenzeugen waren es maximal 1000), die vor dem Kanzleramt ihrer (im Prinzip sowieso hinter ihnen stehenden, leider derzeit durch gestrigen Parlamentsbeschluss zur Zurückhaltung genötigten) Kanzlerin Dampf machen wollten, endlich wieder die Tore zu öffnen und zunächst die griechischen Flüchtlingslager nach Deutschland zu evakuieren, später dann nach Möglichkeit jeden, den Erdogan Richtung Europa schickt. Auch in anderen Städten kam es zu „Spontankundgebungen“, die die von SPD, Grünen und Linken verantwortungslos und unbeirrt erhobene Forderung nach Aufnahme der Geflüchteten lautstark unterstützten.

Bei den meisten dieser Überzeugungs-„Protestanten“ bedürfte es überhaupt nicht der pausenlosen Propaganda der öffentlich-rechtlichen Nachrichtenformate, die die von Erdogan per politischem Setup erzeugte Durcksituation an der südosteuropäischen Außengrenze als humanitäre Krise fast nur von Minderjährigen, Frauen, Kindern darstellen – durch wohlinszenierte, teilweise nachweislich manipulierte Fotos, auf denen tränengasgepeinigte Säuglinge, traurige Kulleraugen oder verzweifelte Mütter zu sehen sind, nie jedoch die überwiegend aggressiven Jungmänner, die tatsächlich die übergroße Masse der von Erdogan organisiert an die Grenzen gekarrten „Flüchtlinge“ stellen.

Auch ohne Medien-Manipulation voll auf Kurs

Die Kinder-Fixierung hat einen Grund: Die wiederauferstandenen Open-Border-Fetischisten erhoffen sich von einer Teilaufnahme zunächst der nur „unbegleiteten“ Minderjährigen eine Art Brückenkopffunktion: Oft sind die Betreffenden gar keine Waisen oder Unbegleitete, sondern die Eltern tauchen plötzlich wieder auf, wenn die Kinder hier sind – und werden natürlich „nachgeholt“; bei der bequemerweise wie schon 2015/16 meist nicht feststellbaren Identität lassen sich Verwandte und Vormünder in beliebiger Zahl nachschieben. Am Ende werden so aus 5.000 schnell 50.000, 100.000, eine Million oder viele mehr. Gerade Organisationen wie die „Seebrücke“, die von diesem logischen Pull-Effekt profitieren auf die die Nahost-Schleuser große Stücke setzen, enttäuschen ihre Klientel hier nicht: Sie gehören zu den leidenschaftlichsten Demonstranten für weitere, sofortige Aufnahmeexzesse. Was dies für Griechenland, Bulgarien, die EU und am Ende Deutschland bedeutet, ist ihnen völlig schnuppe. Brennen muss Salem.

Im Lichte der Erfahrungen vor vier Jahren jedoch und angesichts der extrem angespannten Lage im Land, die schon die damaligen Merkel-Gäste bis heute nicht ohne gewaltige ökonomische Belastungen alimentieren geschweige denn integrieren kann, ist die weitere Aufnahme von Flüchtlingen – und zwar schon ungeachtet der nunmehrigen, vorsätzlich vom türkischen Regime herbeigeführten Krise – ein Ding der Unmöglichkeit.
Jetzt muss es jedem klar sein: Jeder, der hier die Politik der offenen Grenzen weiterverfolgt – sei es durch eine auf Innenministerebene angestrebte EU-weite Kontingenzlösungen à la Seehofer, durch eine Aufstockung des UN-Resettlementprogramms à la Maas oder durch Ruf nach dem kompletten Dammbruch im Sinne einer „humanitären“ Massenaufnahme, wie ihn die gesamte Opposition im Bundestag mit Ausnahme der AfD faktisch will -, der betreibt die Zerstörung und Sabotage der Bundesrepublik. Der will das Chaos, die Zerrüttung des ohnehin sozialen Friedens. Der steht für ethnische Zerrissenheit, weitere Segregation, für Islamisierung und Erstarken von Terror und Kriminalität. Dass Erdogan nicht nur islamistische Kriegsverbrecher aus Syrien nach Europa schickt, sondern sogar Gefängnisse entvölkern und ihre Insassen in den Flüchtlingspulk einreihen ließ, markiert hierbei nur die Spitze des Eisbergs.
Haftung ist unverzichtbar – sollte für die Krakeeler jedoch kein Problem sein
JEDER, der angesichts dieser Entwicklung jetzt die Aufnahme weiterer „Refugees“ demonstriert, sollte daher – anders als 2015/16 – gesetzlich verpflichtet werden, nicht nur privat mindestens einen bei sich zuhause einzuquartieren  und bei jeder Weigerung hierzu einen Gebührenbescheid über eine Ausgleichszahlung als Solidarbeitrag erhalten. Er sollte obendrein haftbar gemacht werden für alle wirtschaftlichen und juristischen Folgen, die sein heutiges Geplärres morgen bewirken. Gutmenschen müssen, anders als 2015, diesmal individuell für ihren Wahn haften.
Sie selbst glauben ja ans Gelingen ihrer Ziele, und an die Reinherzigkeit der von ihnen nach Deutschland Gewünschten. Deshalb sollten sich die Teilnehmer sämtlicher entsprechender Demonstrationen nicht schämen, Farbe zu bekennen, mit gutem Zeichen vorangehen – und ihre Häuser und Wohnungen öffnen Für alles, was die Solidargemeinschaft angeblich ja gut verkraften kann, weil wir „es“ wieder einmal „schaffen werden“, können sie dann ja auch selbst bürgen. Jouwatch schlägt vor: Rückt Euren Namen und Eure Adresse heraus – wir übersetzen sie gerne ins Arabische und schicken sie in die Welt hinaus! Bei Frauen: Gerne auch mit Foto, die überwiegend männlichen Migranten, die Erdogan uns schickt, sind für eine neue Familie gewiss dankbar.