Soviel „Ungläubige“ wie möglich töten: Terror-Trio steht vor Gericht

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Foto: Collage

Frankfurt – Sie planten, mit einem Auto und mit Waffen soviel „Ungläubige“ wie möglich zu töten. Jetzt stehen die Zwillingsbrüder Benjamin und Sebastian S. und ein gewisser Samir S. aus Wiesbaden vor dem Frankfurter Landgericht – wegen „Terrorismus- Finanzierung“.

Vor rund einem Jahr flog das Trio im Rahmen einer Antiterror-Razzia auf. Samir S. (22) und die Zwillinge Sebastian und Benjamin S. (32) sollen der „salafistischen Szene“ angehört haben. Sie planten offenbar, mit einem Auto in eine Menschenmenge zu fahren und darüber hinaus noch soviele Opfer wie möglich zu erschießen. Ihren eigenen „Märtyrer-Tod“ mit anschließendem Allah-Paradies nahmen sie offenbar gerne in Kauf. Plan B: Polizisten in einen Hinterhalt locken.

Um an das nötige Kleingeld zu kommen, beantragte laut Bild einer der Angeklagten eine Wohnung samt Erstausstattung beim Arbeitsamt. 1.400 Euro wurden bewilligt. Mit dem Geld mieteten sich die Korangläubigen einen Transporter, der ihnen dann aber für ihr Vorhaben ungeeignet erschien und an die Autovermietung zurückgegeben wurde.

Darüber hinaus sollen sich die Angeklagten über den Kauf von Schreckschusswaffen informiert haben. Bei den Wohnungs-Durchsuchungen wurden neben Bargeld auch Messer, kleiner Drogenmengen, Dokumente und Datenträger beschlagnahmt.

Der erste Prozesstag verlief nicht wie erhofft. Es fehlten Akten. Erst am zweiten Tag konnte die Anklage verlesen werden. Zwei der Angeklagten wollen nach Angaben ihrer Verteidiger bei den kommenden Prozeßterminen über ihre Person sowie ihren Glauben Auskunft geben. Der Fall soll insgesamt 29 Tage lang bis August verhandelt werden. (MS)

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