Von der Löschung zur Auslöschung: Facebook deaktiviert Profil von Rechtsanwältin Karoline Seibt

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Karoline Seibt (Foto:privat)

In der vergangenen Woche löschte Facebook ohne Angabe irgendwelcher Gründe das Profil der bekannten Münsteraner Rechtsanwältin, Autorin und Bloggerin Karoline Seibt. Sie gilt als eine der engagiertesten kritischen Stimmen im Netz gegen die immer unverhohlen zutage tretende politische Agenda von Überwachung und totalitärer Meinungskontrolle eines Staates, der im Sinne supranationaler Einflussgruppen den linken Gesellschaftsumbau durch gezielte Förderung von Massenmigration, Klima-Narrativ und Beseitigung von Bürgerrechten vorantreibt.

Parteipolitisch nicht gebunden, pflegt Seibt zahlreiche Kontakte, online wie offline, zu diversen Kapazitäten in der sogenannten Gegenöffentlichkeit und ist ebenfalls besten vernetzt unter Politikern, Intellektuellen, Künstlern und internationalen Vordenkern. Wie alle, die mit ihren Äußerungen vor bereits bestehenden und vor allem den heraufziehenden Verhältnissen warnen und den Finger kritisch in die Wunde legen, sieht sich auch Karoline Seibt seit Jahren Repressalien eines nur scheinbar freiheitlichen, pluralistischen „Systems“ ausgesetzt, das versucht, sie in eine „neurechte“ Ecke zu drängen oder als Verschwörungstheoretikerin zu stigmatisieren. Als Mutter der bekannten 19-jährigen Youtuberin Naomi Seibt, die derzeit als rationaler Gegenpart zur Klima-Ersatzreligion der „Fridays for Future“-Bewegung auf globaler Ebene massives Medieninteresse  auslöst (und vor allem im angelsächischen Raum als „Anti-Greta“ für Aufsehen sorgt), sammelte sie bereits einschlägige Erfahrungen mit den Arbeitsmethoden öffentlich-rechtlicher „Investigativ-Journalisten“ und der einseitigen Berichterstattung der  Mainstream-Medien.

Finale Stilllegung durch „Gemeinschaftsstandards“

Dass Seibt für die Löschkommandos des Zuckerberg-Konzerns – der sich in Deutschland zunehmend als eine Art verlängerter Arm und Phishing-Dienstleister für Staatsschutz und BKA betätigt – schon seit langem eine Reizfigur war, zeigte ihre „Sperrbiographie“, die – wie bei den meisten Vertretern der kritischen Netzöffentlichkeit – einen beachtlichen Umfang aufwies, inklusive kaskadenartig ansteigenden Sanktionsandrohungen und stetiger „Strafverschärfung“ bis hin zu wiederholten, völlig intransparenten und willkürlichen 30-Tages-Sperren. An all dies sind Facebook-Nutzer, die sich den Mund nicht verbieten lassen wollen und bei denen die planmäßige Einschüchterung des Konzerns darum nicht fruchtet, längst gewohnt.

Seit einigen Monaten jedoch verfolgt Facebook eine andere Strategie: Es maßregelt nicht länger, sondern eliminiert missliebige, unbotmäßige Mitglieder durch endgültige Profilstillegung und Ausschluss von der Plattform. Statt einzelner Löschung geht der Trend zur endgültigen Auslöschung.

Karoline Seibt informiere zunächst auf Twitter über die Profillöschung (Screenshot:Twitter)

Durch seine nochmals massiv verschärften „Gemeinschaftsstandards“ und entsprechend geänderte Algorithmen wird ein veritabler Feldzug gegen „gefährliche Personen und Organisationen“ geführt, der über das Instrument der „Kontaktschuld“ selbst Personen erfasst und sanktioniert, die diese nur zitiert oder über sie geschrieben haben, ohne ihnen selbst anzugehören oder sich deren Positionen zueigen zu machen. Dies betrifft seit etwa Jahresbeginn vor allem die „Identitäre Bewegung“ (IB) um Martin Sellner; die bloße Erwähnung des Namens Sellner oder seiner Organisation führt zu Löschung, Sperre und im Wiederholungsfall Profilstillegung.

Im Fall von Karoline Seibt scheint genau dieser perverse Mechanismus gegriffen zu haben: Sie hatte vor einigen Wochen den Link gepostet zu einem Beitrag, den der Hamburger FFF-Renegat und Jung-Linken-Politiker Tom Radtke auf Twitter gepostet hatte. Auf einem von Radtke selbst geteilten Foto posierte er gemeinsam mit jungen IB-lern aus Hamburg neben der die IB-Flagge. Seibt kommentierte dies ironisch mit „göttlich“. Alleine diese Sichtbarkeit auf den verlinkten Content in ihrem letzten Post führte dazu, dass zuerst der gesamte Beitrag verschwand – und dann ihr komplettes Profil von Facebook „deaktiviert“ – im Sinne von: komplett gelöscht – wurde. Facebook-Nutzer, die Seibts Profilseite gerade in diesem Augenblick besuchten, berichteten davon, wie sich dieses Stück für Stück, quasi in Zeitlupe, vor ihren Augen auflöste. Die Reichweite des von ihr aufgebauten Netzwerks aus 8.000 Abonnenten und 5.000 Freunden (die infolge ihrer offenen Profileinstellungen noch um ein Vielfaches größer war, als es diese Zahlen vermuten lassen) war mit einem Schlag dahin; hinzu kommt, dass ihr von einem Moment auf den nächsten die Möglichkeit genommen war, unzählige über den Messenger aufrechterhaltenen Kontakte zu erreichen.

Sinnloser Kampf gegen Windmühlen

Einspruchsmöglichkeiten blieben Seibt – wie mittlerweile bei Facebook üblich – praktisch keine. Man ist als Opfer genötigt, die Willkür zu schlucken, will man nicht einen Prozess mit ungewissem Ausgang und erheblichem Kostenrisiko führen – gegen einen Moloch, der praktisch nirgendwo durch greifbare Personen in Erscheinung tritt, die Verantwortlichkeiten in einem verschachtelten Firmengeflecht verschleiert und jedes juristische Vorgehen mit einer Heerschar internationaler Top-Anwälte kontert. Der Konzern setzt auf Mürbemachung und Resignation.

Auch Karoline Seibt hat keine Lust auf diesen Kampf gegen Windmühlen – und als erfolgreiche Anwältin auch weder die zeitlichen noch nervlichen Ressourcen hierfür. Wie zuletzt immer mehr Opfer der dortigen Meinungsunterdrückung (fast zeitgleich zu ihr wurde etwa auch die Bloggerin Ines Laufer „finalgelöscht“), hat sie sich entschieden, das Thema Facebook für erledigt zu betrachten. Sie wird jedoch ganz sicher nicht abtauchen, sondern andere Formen der Kommunikation nutzen. „Die Wahrheit bahnt sich immer ihren Weg“, sagt Seibt, die sich bei ihren bisherigen Facebook-Freunden und Kontakten für all die nützlichen Informationen, einen lebendigen Austausch und die Unterstützung der letzten Jahren herzlich bedankt. Fortan wird sie sich verstärkt auf ihren Twitter- und Instagram-Kanälen zu Wort melden, einen persönlichen Telegram-Kanal starten oder durch Gastbeiträge in verschiedenen Blogs Präsenz zeigen.

Karoline Seibt möchte sich von ihren bisherigen Facebook-Followern mit einer persönlichen Erklärung verabschieden, die jouwatch nachstehend veröffentlicht:

„Für mich ist das Kapitel Facebook endgültig abgeschlossen. Ich bin es leid, mich ständig überwachen, erziehen und drangsalieren zu lassen. Ich werde meine Kraft nicht länger darauf verschwenden, diesem unfreien Spionageapparat zu Kreuze zu kriechen, der uns vorspiegelt, unser soziales Leben zu verbessern, aber durch immer hinterhältigere Methoden mit Macht und Willkür unter dem Euphemismus sogenannter Gemeinschaftsstandards seine totalitäre Agenda aufzwingt. Der Kampf um die Freiheit wird nicht auf Facebook gewonnen. Es gibt so viel größere und wichtigere Aufgaben, die uns unmittelbar bevorstehen und die wir nur im realen Leben bewältigen können. Bleibt zuversichtlich! Wir sind auf dem richtigen Weg und werden uns weiter dafür einsetzen, dass immer mehr Menschen erwachen und verstehen, dass nur die Freiheit der Garant für eine lebenswerte Zukunft ist. Wir sehen uns! Optimistische Grüße, und Gott schütze uns alle!“

Wer mit Karoline Seibt in Kontakt bleiben möchte, kann sie über ihre Kanzleiwebseite www.k-seibt.de gerne kontaktieren.