Sozialisten wandern zu ihresgleichen: Immer mehr Venezolaner suchen Asyl in Deutschland

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Gestrige Proteste in Caracas (Foto;Imago/agencia)

Berlin / Caracas -Ein Land, in dem sogar die Konservativen strammlinks sind und wo „Christdemokraten“ mit Marxisten gemeinsame Sache machen, lockt naturgemäß die Realsozialisten der Failed States des Planeten an: Deutschland wird jetzt auch bei venezolanischen Wirtschaftsmigranten immer beliebter.

Antiamerikanismus und Trump-Hass, Gewerkschaften, die bei Klima und Migration die linke Volksfront mitorganisieren, Mindestlohn, staatlich mitfinanzierter und organisierter „antifaschistischer“ Terror gegen Andersdenkende, freiwillig gleichgeschaltete Medien ganz ohne Zensurbehörde, Blockwart- und Spitzelmentalität, dazu ein gängelungsgeiles Volk – aber all das bei vergleichsweise hohem Lebensstandard und Spitzen-BIP: Für ernüchterte Genossen des Chavez- und Madura-Regimes muss Deutschland wirken wie ein besseres Venezuela. Kein wunder, dass seit 2015 – seit die Große Vorsitzende und Selfie-Kanzlerin die Völker herlockte – auch die Zahl der Asylanträge aus Venezuela durch die Decke geht.

Die Steigerung betrifft zwar alle lateinamerikanischen Staaten, doch vor allem in Venezuela steht Merkeldeutschland hoch im Kurs. Immerhin 45.000 der insgesamt 714.000 „Schutzanträge“, die im letzten Jahr in den verbliebenen 27 EU-Staaten (plus Schweiz und Großbritannien) stammen aus dem ölreichen Krisenstaat.

Noch ist die Anerkennungsrate zwar gering, doch das dürfte sich ändern, wenn die linken Parteien der Alten Welt das Erfrischungspotenzial neuer Anhänger auch unter dieser Klientel wittern.

Deutschland ist wie die Chavez-Verheißung Venezuelas – fast so links, aber (noch) wohlhabend

714.000 Schutzanträge gestellt, wie die europäische Asylbehörde Easo in Brüssel mitteilte. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Der Anstieg ist hauptsächlich auf eine stark steigende Zahl der Anträge von Staatsangehörigen mehrerer lateinamerikanischer Länder zurückzuführen, die von der Visumspflicht befreit sind“, erklärte Easo. Den stärksten Anstieg gab es demnach bei Asylsuchenden aus Venezuela. Mit 45.000 verdoppelte sich die Zahl der Anträge aus dem südamerikanischen Krisenstaat.

Außerdem bitten immer mehr Afghanen um „Schutz“: 60.000 Asylanträge wurden aus dem Land am Hindukusch gestellt – 30 Prozent mehr als 2018. Die meisten Schutzsuchenden, so“n-tv„,  kommen jedoch nach wie vor aus Syrien: Dort wurde das Level des Vorjahrs mit rund 72.000 Anträgen gehalten. (DM)