Angst vor der Werte-Union: Linke wollen CDU vorschreiben, wer sie künftig führen soll

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Linken-Chefin Kipping gibt der Union Anweisungen zum künftigen Parteivorsitzenden (Screenshot:Youtube)

Nach dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer als CDU-Chefin melden sich mehr Politiker des linken Lagers als aus der Union selbst über die Nachfolgeregelung zur Wort. Immer deutlicher wird eines: Offenbar bestimmt die CDU nicht mehr selbst, wer ihr neuer Vorsitzender werden soll. Die vereinigte Linke sorgt sich derweil, dass unter einem Unionschef Merz die konservative Werte-Union (man könnte sie auch die verbliebene Rest-Union nennen) Morgenluft wittern könnte.

Linken-Co-Vorsitzende Kipping meldete sich gestern mit einem abartigen Statement zu Wort, in dem sie in fast ultimativer Form, unter Verweis auf Thüringen, die „Warnungen“ wiederholte, die Union solle keine gemeinsame Sache mit den „Faschisten“ machen (offenbar wird die AfD nun dank einer völlig idiotisierten neuen Sprachregelung ohne jede Einschränkung pauschal so bezeichnet) – und deshalb dürften auch interne Gruppierungen wie die Werte-Union, die von dieser hinreichend abgegrenzt sei, kein stärkeres Gewicht bekommen.

Friedrich Merz sei deshalb, so die rote Katja, der „falsche“ Kandidat, weil unter ihm „eine Kumpanei mit den Faschisten“ drohe. Eilfertig titelten daraufhin daraufhin mehrere Medien: „Linkspartei warnt vor Friedrich Merz als CDU-Chef“, so etwa die „Augsburger Allgemeine“.

Dreiste Anmaßungen des Linksblocks zu Kursfragen

In „Focus“ kam ebenfalls kein Unions-Spitzenmann zu Wort – was ja eigentlich aufgrund des rein CDU-internen Bebens naheliegend wäre – sondern stattdessen Vizekanzler Olaf Scholz, der für die SPD erklärte, die Groko sei stabil und es gäbe keine Gefahr für ihren Fortbestand. Immerhin hielt Scholz sich mit Personalien zurück – ganz im Gegensatz zu Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann (SPD), der forsch dekretierte: „Laschet muss jetzt den Parteivorsitz anstreben“!

Auch das ist eine Folge von AKK’s wachsweichem Schmusekurs und ihres vollkommenen Führungsversagens: Die Linksparteien wagen sich ungeniert, sich in unionsinterne Entscheidungen einzumischen und die Marschroute vorzugeben – was ausgerechnet im Fall der 12-Prozent-SPD eine Anmaßung sondergleichen darstellt. Doch es zeigt, wie sehr die linken Mehrheiten zunehmend totalitär das Denken in diesem Land bestimmen. (DM)
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