Für Habeck ist Rücktritt nicht genug – Soll sich Thomas Kemmerich gleich erschießen?

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Habeck (Foto:Imago)

Die gespielte Abscheu der pseudodemokratischen Sittenwächter in ihrer Raserei kennt kein Halten mehr: Nach dem von der Groko erfolgreich erpressten, jetzt doch sofortigen Rücktritt von Thüringens FDP-Ministerpräsident Thomas Kemmerich meldete sich der Oberste Vorsitzende der Vereinigung der Dauerempörten und notorisch Betroffenen, Grünen-Chef Robert Habeck, zu Wort.

Zutiefst befriedigt zeigte sich Habeck, dass „das Undenkbare“ wieder beseitigt worden sei und der „demokratische Abgrund“, der Kemmerichs Wahl gewesen sei, nun behoben. Welch eine unfassbare Verachtung einer demokratisch einwandfreien, ordnungsgemäßen Wahl, welche Respektlosigkeit gegenüber dem Geist der Verfassung aus solchen Bemerkungen spricht, fällt schon gar nicht mehr weiter auf. Ein Grünen-Chef applaudiert, dass unter Mobilisierung des linken Volkszorns ein Mann und seine Familie einer unerträglichen Hetze und Bedrohungslage ausgesetzt werden, dass die Bundespolitik und schließlich die eigene Partei unmenschlichen Druck auf ihn ausübt – bis er endlich einknickt.

Offen Sympathien für die latent bis offen gewalttätige – in Diktaturen und Unrechtsregimes übliche – Form der Beseitigung und Eliminierung missliebiger Kräfte fand auch Habecks Thüringer Parteifreund Dirk Adams, dort Fraktionschef der Grünen: „Der Druck der Straße hat bewirkt“, frohlockte Adams laut „Welt„, „dass er tatsächlich zurücktritt“. Was bei Mao die roten Garden waren, die im Auftrag des großen Steuermanns das Land vor Ort säuberten, sind im modernen Linksstaat Antifa und aufgehetzte Jugendliche.

„Längst nicht alles wieder gut“

Dieser also – laut Groko „aus Gründen der Legitimation der Politik“ erfolgte – mit klar illegitimen Methoden erzwungene Rücktritt Kemmerichs sei „das absolute Minimum“ gewesen, so Habeck, und fügte hinzu: „Aber damit ist längst nicht alles wieder gut“. Was, bitte, soll das bedeuten?

Will Habeck, dass Kemmerich noch einen öffentlichen Bußgang absolviert? Soll er sich im Schmutz wälzen, vorm Erfurter Landtag am Schandpfahl hängen? Oder – so ist diese Predigt fast zu verstehen – soll Kemmerich seine Ehre durch Selbstentleibung wiederherstellen, vielleicht per Seppuku nach japanischem Ritus oder nach der Wehrmachtsmethode (Revolver für den persönlichen Gebrauch, Rückzug ins Nebenzimmer)? Habeck hat es nicht weiter ausgeführt; vielleicht sollen ja noch Tribunale folgen; dass die Groko in ihrer gestrigen Erklärung nochmals die Formulierung „unverzeihlich“ für Kemmerichs Wahl gebrauchte, lässt Düsteres erahnen. Man darf gespannt sein. (DM)

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