Wilder Westen in Gießen: Wenn Türken Hochzeit feiern, was gelten da noch deutsche Gesetze?

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Symbolfoto: Screenshot/Youtube

In Gießen feierte am Sonntag wieder mal die Integrationswirklichkeit fröhliche Urständ‘: Feiernde einer türkischen Hochzeitsgesellschaft mit über tausend Gästen schlugen über die Strenge – inklusive Schießerei und improvisierten Autokorso. Während Familientraditionen und -institutionen in Deutschland auf dem absteigenden Ast sind, werden sie in der „Zuwanderungsgesellschaft“ umso leidenschaftlicher gepflegt und verteidigt.

Der Begriff „Zuwanderergesellschaft“ kann hier sowohl die von Einheimischen befreiten Welt der Zuwanderer meinen, oder die Soziotope der (trotz jahrzehntelangem Lebensmittelpunkt in Deutschland) noch immer weitgehend unter sich lebenden Migrationsstämmigen; vor allem leider der Türken. Viele von letzteren sind zwar mittlerweile durchaus säkular, sind hier geboren und zuhause und fühlen sich auch so. Doch mindestens ebenso viele sind im Herzen auch nach vier Jahrzehnten zuerst Türken, dann Deutsche – und so benehmen sie sich auch.

Diesen Milieus sind ihre Familienfeste dann derart heilig, dass sie sich bei der gelebten Traditionspflege einen feuchten Kehricht um Alman-Regeln, um kartoffeldeutsche Spießigkeit in Form von behördlichen Vorschriften oder gar Gesetzen scheren – was dann bei diversen Anlässen, vom halböffentlichen Massen-Beschneidungsfest über den demonstrativ zelebrierten Ramadan bis hin zur Hochzeitsfest zum Ausdruck kommt.

Am Sonntag war die Gießener Innenstadt Schauplatz eines solchen Volksspektakels der Bereicherung, als in den dortigen Hessenhallen eine „größere türkische Hochzeitsgesellschaft“ (wie es im Bericht der Polizei Mittelhessen verschämt heißt) mit über eintausend (!) Personen die Vermählung eines Brautpaars feierte – nach Sitte der Herkunftslandes selbstverständlich, nicht der aufnehmenden Gesellschaft. Was der türkische Autokrat und oberste Schutzpatron der Auslandstürken, Recep Tayyip Erdogan, bereits vor zehn Jahren in deutschen Stadien verkündet hatte – dass Anpassung an die aufnehmende Gesellschaft ein Verbrechen sei, leben die hier lebenden Türken in teilweise bereits vierter Generation offen aus.

In Gießen ballerten testosterongesteuerte Jung-Osmanen im Bereich der Ringalle und der Hessenhallen um sich, anzunehmenderweise zwar nur mit Schreckschusspistolen, doch teilweise auch aus fahrenden Autos heraus und in aggressiver Manier. Es kam zu rabiaten Fahrmanövern, wie üblich reklamierten die Feiernden die Straße für sich. Diverse Zeugen wandten sich beunruhigt an die Polizei, die mit mehreren Streifen der Gießener Polizei und der Bereitschaftspolizei anrücken musste. Es wurden ein paar Schreckschusspistolen sichergestellt.

Fürs „Integrieren“ sind die Deutschen zuständig

Doch weil fürs „integrieren“ stets nur die Deutschen zuständig sind, was sich in grenzenloser Toleranz gegenüber rücksichts- und respektlosem, teilweise gar strafbarem Handeln zeigt, nahmen die Beamten Kontakt zu den Organisatoren des Events auf. „Im Einvernehmen konnten die über 1.000 Besucher durch den Verantwortlichen angesprochen und sensibilisiert werden“, so die polizeiliche Pressestelle.

Hypothetische Frage: Wie wäre es eigentlich, wenn sich auch einheimische Feiergesellschaften künftig einfach mit derselben Gleichgültigkeit und Chuzpe über Nebensächlichkeiten wie Ruhestörungsregelungen, Sperrstunden beim Alkoholausschank oder Verkehrsregeln hinwegsetzen würden? Wenn bei privaten Parties die Musik aufgedreht wird, Durchgangsstraßen zur Partymeile gemacht werden oder auch außerhalb von Silvester geballert wird, wenn Biergärten die ganze Nacht öffnen, wenn beim Junggesellenabschied in der Öffentlichkeit die Sau rausgelassen wird – und sobald die Polizei kommt, wird ans kulturelle Verständnis appelliert?

Die Überlegung ist müßig – denn wir wissen, wie die Reaktionen ausfallen würden: Ermittlungsverfahren, Bußgeldverfahren, Strafanzeigen. Von Deutschen erwartet man, dass sie ein Beispiel geben – über das sich die anderen dann kaputtlachen. (DM)

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