Späte Erkenntnis: Nur wenige Fachkräfte sind bislang nach Deutschland „geflohen“

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Foto: Collage

Nachdem sich der Traum vom Ende des Fachkräftemangels durch Flüchtlinge in Luft aufgelöst hat, konzentriert man sich beim BAMF nun auf die Zuwanderung von EU-Bürgern, die die angeblich vorhandenen Lücken schließen sollen.  „Wir waren uns immer bewusst, dass über den Fluchtweg nur wenige Fachkräfte ankommen“, erklärt sagt der Chef des Flüchtlingsbundesamts (BAMF) Hans-Eckhard Sommer jetzt wieder einmal dem staunenden Steuerzahler.

In einem Interview mit der Rheinischen Post redet Sommer Klartext: Jeder sechste Teilnehmer eines Integrationskurses in Deutschland – rund 17 Prozent – ist Analphabet. Das sei ein Problem für den Arbeitsmarkt, so der BAMF-Chef laut Welt. Doch die seien „besonders engagiert“ und immerhin 13 Prozent derjenigen, die nicht lesen und schreiben könnten, würden das Sprachniveau B1, was sechs Jahren Schulunterricht in einer Fremdsprache entspreche, erreichen. 40 Prozent schaffen das niedriger liegende Niveau A2: Das sei eine große Leistung, lobt Sommer die „geflüchteten Menschen“.

Für Hans-Eckhard Sommer steht fest, es ist aussichtsreicher, sich bei den gut ausgebildeten EU-Bürgern nach sogenannten Fachkräften zu suchen, statt auf Asylbewerber aus aller Herren Länder zu setzen.

„Diese als Arbeitskräfte für Deutschland zu gewinnen, wäre unter dem Aspekt der Integration wesentlich einfacher“, glaubt er laut Welt. Und für alle, die jetzt andernorts ihr gutes Leben in Deutschland planen, hat er auch schon einen Lösung parat: Der deutsche Steuerzahler solle doch bitte für mehr Ausbildung und Arbeitsplätze im Rest der Welt sorgen: „Wenn wir die Entwicklung dieser Staaten nicht fördern oder gar behindern, laufen wir Gefahr, uns die nächsten Flüchtlinge selbst zu schaffen“, prophezeit der 59-Jährige aus Münster dem ächzenden Bürger.

Den arbeitenden Deutschen, die nun an der „nächsten Flüchtlingswelle“ laut Sommer selbst schuld sind, bleibt angesichts „Hunderttausender Arbeitssuchender“ immerhin noch die Hoffnung: „Die Rendite für die Gesellschaft, die kommt. Aber das dauert vielleicht eine Generation“, hatte Ex-BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise noch 2016 vollmundig in der Zeit versprochen. (MS)